Der schlaue Fuchs

19.01.2020

 

Am Sonntag fand die traditionelle Fuchsjagd zum Jahresanfang von „Sturm“ Hombruch statt. Sind wir etwa unter die Jäger gegangen? Nein, keine Angst. Kein Fuchs musste um seine Gesundheit oder gar sein Leben fürchten. Es handelte sich viel mehr um eine Schnitzeljagd für Erwachsene.

 

Ein Fahrer, in diesem Fall war es der Kollege Frank, wurde als Fuchs bestimmt und bekam 15 Minuten Vorsprung. Unterwegs musste er mit Sägemehl und Holzklötzchen ab und zu eine Spur im Wald der Bittermark in Dortmund hinterlassen.

 

Während Frank sich kurz nach 10 Uhr auf den Weg machte, stellten wir uns zusammen mit der Wandergruppe des Vereins zum Gruppenfoto auf. Auch der Nachwuchs war mit Begeisterung dabei. Zum Glück war es trocken und gegen die Temperaturen von knapp über 0 Grad konnten wir uns warm anziehen.

 

Wie viele meiner Vereinskollegen/innen hatte ich für die Fuchsjagd auch ein Crossrennrad gewählt. Bei mir war es wieder mein Gazelle Formula Cross von 1990.

 

Nach 15 Minuten warten, machten wir uns zunächst zusammen auf den Weg.

 

Neben den Hauptwegen kontrollierten wir natürlich auch die zahlreichen Trails im Wald. Hier fanden sich immer wieder Spuren des Fuchses, wie man an den Holzklötzchen sehen konnte.

 

Für eine effektive Jagd teilten wir uns in kleine Gruppen auf. Diese begegneten sich immer wieder. Nur den Fuchs hatte bislang keiner gesehen.

 

Ab und zu stellte ich mein Rad kurz ab und spähte in alle Richtungen, ob ich eine Bewegung im Wald sehen konnte. Doch es waren lediglich Jogger, Spaziergänger und meine Mitfahrer die ich erspähte.

 

Die Spuren die der Fuchs hinterließ zeigten das wir genau in der richtigen Gegend des Waldes unterwegs waren. Doch wir schafften es nicht den Fuchs aufzuspüren. Kurz nach 12 Uhr trafen wir uns wieder am Ausgang des Waldes. Auch der Fuchs Frank tauchte grinsend wieder auf. Ich erfuhr das wir ihm einmal bis auf ca. 300 m nahe gekommen waren. Aber er hatte sich nach einiger Irrfahrt gut versteckt. Genau dort wo wir auch gesucht, aber nicht gefunden haben. Gute Leistung! Wir hatten trotzdem unseren Spaß. Anschließend ging es zusammen zum Clubheim Haus Puschnik, wo wir uns die selbstgemachte Erbsensuppe der Wirtin schmecken ließen. Zwar kamen nur 25 km mit Hin- und Rückfahrt bei mir zusammen, aber es war trotzdem eine tolle Veranstaltung. Dafür ließ ich dann auch gerne mal einen Lauf der WWBT ausfallen.

Die Fotos stammen von mir und von Werner Pietsch. Vielen Dank Werner!

Auf unserer Homepage hat Werner auch noch einen Bericht der Wandergruppe geschrieben: Bericht von Werner

 

Jennifer aka Sonne_Wolken

 

2. Lauf zur WWBT 2020 in Werne

12.01.2020

 

Am zweiten Sonntag im Januar startete ich in Werne. Das Wetter war bewölkt aber trocken bei 4 bis 5 Grad. Schon kurz nach 9:20 Uhr hatte ich mein Auto in der Nähe des Starts geparkt und mich in die Schlange vor der Anmeldung gestellt. Erste bekannte Gesichter hatte ich auch schon erblickt.

 

Auch in Werne fuhr ich wieder mein Gazelle Formula Cross von 1990. Vor einem Jahr hatte ich genau in Werne noch zweimal einen Kettenriss und kam mit dem angeschlagenen Rad gerade noch ins Ziel. Doch mittlerweile hatte sich die rote Gazelle bewährt.

 

Gegen 10 Uhr startete ich zusammen mit Ralf. Er wollte allterdings die längere Strecke fahren. Doch schon auf der ersten Matschpassage verlor ich den Anschluss.

Die Mutigen stürzten sich in die matschigen Geländeabschnitte, während ich auf der besser fahrbaren Hauptstrecke blieb. Mit den schmalen Crossreifen war Matsch nur mit viel Kraft zu fahren. Und die Kraft fehlte mir dann doch.

 

Die Sonne ließ sich leider nicht blicken. Die Strecke führte uns bis kurz vor Südkirchen und bog dann nach Süden ab.

 

In den Kurven musste man seine Fahrlinie gut wählen. An einer Stelle stürtzten zwei Fahrer vor mir. Zum Glück kamen sie mit dem Schrecken und ohne größere Verletzungen davon.

Der letzte Anstieg hoch zur Kontrolle hatte es in sich. Er endete in einer kurzen aber steilen Rampe. Zum Glück kannte ich die Stelle von den Vorjahren schon und hatte rechtzeitig herunter geschaltet und Schwung geholt.

 

An der Kontrolle war dann schon einiges los.

 

Vor allem der Stand mit den heißen Getränken war sehr beliebt. Ich traf Harald und Jupp an der Kontrolle. Sie wollten allerdings die lange Strecke fahren. Dann kam noch Matthias, mein Vereinskollege. Ihn traf ich noch einige Male auf der Strecke. Er war, wie ich auch, auf der 32er Runde unterwegs.

 

Direkt an der Kontrolle gab es dann wieder eine Geländestrecke. Ich blieb jedoch auf der Hauptstrecke. Mein Bedarf an tiefem Matsch war schon gedeckt. Aber auch auf der Hauptstrecke lagen noch einige Geländepassagen vor mir.

 

Trotz des Wetters war die Aussicht teilweise nicht schlecht.

 

Dann kam wieder ein matschiger und schmaler Singletrail. Der Vereinskollege meisterte diesen aber problemlos mit seinem Rose Crosser.

 

Die Zuschauer an der Strecke waren auch sehr an der Veranstaltung interessiert. Vielleicht wären sie ja auch gerne angetreten?

 

Manche Pferde wollten auf jeden Fall ein Wettrennen.

 

Wir passierten Langern und hatten dann einen Ausblick auf Bergkamen. Doch vorher bogen wir bereits wieder links nach Werne ab.

 

Im Ziel in Werne leisteten die Kärcher Boys bereits gute Arbeit um die schlammigen Räder wieder vorzeigbar zu machen. Top Leistung!

 

Auch an der Grillstation war man voll in Aktion. Der Klassikerkollege Jörg machte auch wieder Überstunden für seinen Verein. Gut das es so engagierte Leute gibt. Ich meldete mich ab und ließ mir die 2 Punkte eintragen. Die 32 km war ich mit einem Schnitt von 18,3 km/h gefahren. Das lag vor allem an den häufigeren Asphaltpassagen. Ich drückte mich ja vor den schlammigen Geländepassagen, sobald eine Alternative ausgeschildert war. Für mich stand der Spaß im Vordergrund. Und den hatte ich wieder. Tolle Veranstaltung mit sehr engagierten Vereinsmitgliedern und netten Mitfahrern.

Nach dem Umziehen gönnte ich mir eine leckere Erbsensuppe und ein alkolfreies Bier. Als Harald und Jupp zurück kamen gab es noch Kaffee und Kuchen. Und dann ging es ganz entspannt nach Hause.

 

Jennifer aka Sonne_Wolken

1. Lauf zur WWBT 2020 in Capelle

05.01.2020

 

Am ersten Sonntag im Januar fand auch der erste Lauf der Westfalen Winter Bike Trophy statt (einer Geländeserie für MTB und Crosser mit verschiedenen Strecken). Natürlich war ich auch wieder in Capelle dabei. Morgens hat es noch geregnet und es war etwas neblig, aber die Temperaturen lagen über 0 Grad. Mit Glätte war also nicht zu rechnen, dafür natürlich mit Schlamm.

 

Ich nahm mit meinem Gazelle Formula Cross von 1990 teil. Noch ahnte ich nicht was mir mit dem Rad bevorstand.

 

Ich kam gegen 9:30 Uhr an. Da war es schon ziemlich voll. Mittlerweile hatte es aufgehört zu regnen. Aber das Wetter konnte die Fahrer/innen eh nicht vom Saisonbeginn abhalten. Was mir auffiel war das der Anteil der Crosser von Jahr zu Jahr zunahm. Mir begegneten jede Menge bekannter Gesichter. Jupp, Harald, Jürgen, Matthias (von „Sturm“ Hombruch) und viele Andere waren ebenfalls da. Allerdings vermisste ich Ralf aus Gelsenkirchen. Mit ihm hatte ich eigentlich auch gerechnet. Ich meldete mich an, da hielt sich die Schlange aber noch in Grenzen. Drei Anmeldetische waren eingerichtet und in Betrieb. Als ich einige Minuten später zum Start ging, reichte die Schlange schon weit auf den Hof hinaus.

 

Kurz vor 10 Uhr ging ich alleine auf die Strecke. Da ich sehr moderat fuhr, überholte mich eine Gruppe nach der Anderen. Im Vorjahr war es noch umgekehrt. Aber anscheinend war ich wirklich in der Lage meine guten Vorsätze umzusetzen und eine ruhige Gangart einzuschlagen. Da ich nur die 32 km Strecke fahren wollte, hatte ich eh jede Menge Zeit. Zunächst führte die Strecke Richtung Ichterloh.

 

Durch den Wald und über Felder ging es weiter Richtung Ascheberg.

 

Auf den Wald- und Feldwegen war es ziemlich matschig. Immerhin hatte es die letzten Tage ja viel geregnet.

 

Auf Asphalt ging es mit dem Crosser dannauch ganz gut voran. Kurz vor Ascheberg fuhren wir einen Bogen nach Süden Richtung Nordkirchen.

 

Dann kam eine Wegteilung. Einmal die härtere Geländestrecke und dann die Umfahrung, überwiegend über Asphalt. Leider habe ich die Strecken dann verwechselt und kam auf die harte Geländestrecke. Als ich meinen Irrtum bemerkte, war es zu spät zum Umkehren. Also Augen zu und durch. Den Singletrail meisterte ich trotz Matsch noch ganz gut.

 

Doch dann kam der berüchtigte Feldweg mit äusserst zähem Schlamm. Was hatte ich hier in den vergangenen Jahren schon geflucht.

 

Nach nicht einmal hundert Metern hatte der Schlamm die Cantileverbremsen des Crossers so zugesetzt das sich kein Rad mehr drehte. Die restliche Strecke trug, und zog ich den Crosser am Rande des Matsches. Erst als die Verhältnisse wieder etwas besser wurden, machte ich mich mit einem Reifenheber daran, das Rad wieder fahrtüchtig zu machen. Die Bremsen waren komplett zugekleistert. Aber immerhin drehten sich die Räder wieder, wenn es auch noch schliff. Zum Glück hatte ich genug Zeit. Vorsichtig ging es weiter.

 

Um den Matsch zu meiden, fuhr ich seitlich auf der Grasnarbe. Hier war es zwar holpriger, aber die Bremsen setzten sich nicht mehr so zu. Hinter dem Bauernhof fing dann wieder Asphalt an. Das Schlimmste hatte ich hinter mir.

 

In Nordkirchen führte uns der Weg direkt am Schloss vorbei. Das Bad im Schlossteich beseitigte den Schlamm aber kaum. Dafür gab es das obligatorische Foto mit Schloss.

 

Die Kontroll- und Verpflegungsstelle war auf dem Hof der Orangerie. Hier versorgte ich mich mit Stullen und heißer Brühe. Danach ging es weiter.

 

Auf dem Weg ins Ziel lag dann noch ein Baum quer auf dem Weg. Da es mir zu anstrengend war nach Crossermanier in voller Fahrt abzuspringen und mit einem Satz über den Baum zu hechten (mit dem Rad auf der Schulter), hielt ich erst einmal an und machte Fotos. Als es leerer wurde, hob ich mein Rad über den Baum und stieg gemächlich drüber. Bin halt keine 20 mehr (und auch keine 30 oder 40).

 

Zwichen Südkirchen und Cappenberg fuhren wir dann wieder einen Bogen Richtung Capelle. Dort kam ich nach nicht einmal 2 Stunden reiner Fahrtzeit am Mittag wieder an. Da die Schlange schon etwas länger war, stellte ich mich direkt an der „Waschanlage“ an.

 

Matthias, der Kollege von „Sturm“ Hombruch war schon fleissig seinen Crosser am reinigen. Als ich dran kam, stellte ich fest das der Schlamm ganz schon zäh war. Aber mit etwas Geduld bekam ich meinen Crosser wieder einigermaßen sauber. Die 32 km fuhr ich übrigens mit einem Schnitt von etwas über 17 km/h. Im Vorjahr fuhr ich die 52 km Strecke noch mit einem knappen 21er Schnitt. Bisher klappte mein guter Vorsatz also ganz passabel. Ich hatte auch richtig Spaß auf der Strecke. Knapp 900 Fahrer/innen fuhren die drei Strecken. Der Anteil der Kinder war auch relativ hoch. Da waren ganze Familien unterwegs. Klasse! Nach der Abmeldung gab es für mich dann noch frische Waffeln und lecker heißen Kaffee. Mit Harald und Jupp sass ich dann noch eine ganze Weile zusammen. Ein schöner Saisonbeginn war das auf jeden Fall. Und jetzt freue ich mich auf den 2. Lauf in Werne.

 

Jennifer aka Sonne_Wolken

Neujahrstour 2020

01.01.2020

 

Ich begann das Jahr 2020 ganz gemütlich mit Ausschlafen und einem guten Frühstück. Am Nachmittag machte ich mich dann auf eine kurze Tour Richtung Osten auf. Als guten Vorsatz fürs neue Jahr hatte ich mir vorgenommen nicht mehr ganz so sportlich zu fahren. Meinen Herzproblemen konnte etwas mehr Ruhe nicht schaden. Diesen Vorsatz konnte ich dann auf meiner ersten Tour 2020 direkt umsetzen.

 

Ich fuhr mit meinem Gazelle Formula Cross von 1990. Dieses war jedoch mit modernerer 10-fach Schaltung von Shimano aufgebaut. Vorne kam eine 3-fach MTB-Kurbel zum Einsatz. So konnte ich die Übersetzung besser dem Gelände anpassen.

 

Von Hörde aus fuhr ich über den Emscherweg nach Dortmund-Aplerbeck. Es war sonnig, aber um die 0 Grad kalt. Teilweise gab es gefrorene Stellen wo ich aufpassen musste.

 

In Aplerbeck machte ich dann einen kurzen Fotostop am Wasserschloss Haus Rodenberg. Das leuchtete so schön in der Sonne. Mein Tempo war bislang sehr moderat. Meine Laune hob sich mit jedem Kilometer.

 

Ich fuhr den Emscherweg bis kurz vor Holzwickede. Dann bog ich rechts Richtung Emscherquelle ab. Nun ging es eine Weile bergauf. Ich umfuhr die Quelle durch eine Baustelle, die aber mit dem Crosser problemlos befahrbar war.

 

Dann bog ich rechts ab, ins Sölder Holz. Hier suchte ich mir einige Singletrails. Viel los war nicht und so begegneten mir nur sehr wenige Fußgänger und Mountainbiker.

 

Auf den schmalen Sträßchen nach Opherdicke wurde es dann schon voller. Viele Leute absolvierten ihren Spaziergang zu Neujahr. Oben vom Haarstrang hatte man einen guten Ausblick auf die ersten Hügel des Sauerlandes.

 

In einem Bogen fuhr ich zurück nach Dortmund. Im Aplerbecker Wald wurde es dann auch wieder ruhiger. Nur wenige Spaziergänger und MTBler kamen mir entgegen. Auch hier fand ich wieder einige schöne Trails und ein paar alte Mauern.

 

In Berghofen fuhr ich dann durch den Tunnelpark mit Aussicht auf den Phönixsee und Hörde. Bergab ging es dann runter nach Hörde.

 

Ich passierte die Hörder Burg, als die Sonne schon langsam unterging.

 

Im Yachthafen konnte ich dann den Sonnenuntergang am Phönixsee genießen. Mit den letzten Lichtstrahlen (ich hatte schon längst das Licht eingeschaltet) kam ich zu Hause bei Phönix-West an. 40 km und 14 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit sprachen für eine gemütliche Tour. Und genau das war es auch. So begann das Jahr für mich genau richtig. Und ich hoffte sehr das ich nicht wieder in das alte Schneller, Höher, Weiter Schema verfiel. Mein Ziel war es den Spaß am Rad fahren wieder neu zu entdecken. Und die Neujahrstour war ein erster Schritt dazu.

Jennifer aka Sonne_Wolken

Jahresrückblick 2019

04.01.2019

Auch 2019 war aus radsportlicher Sicht wieder ein Jahr mit Höhen und Tiefen. Ich habe mal etwas zurück geblickt.

 

Januar 2019

 

Das Jahr fing mit schlechtem Wetter und viel Wasser und Schlamm an. Meine Fitness konnte ich von 2018 ganz gut in das neue Jahr retten. Neben etlichen Touren fuhr ich die ersten Läufe der Westfalen Winter Bike Trophy. Dort lief es ganz gut und gerade an den Steigungen konnte ich meine Fitness ausspielen. So früh im Jahr war ich noch nie so fit. Über 500 km kamen so im Januar zusammen.

 

Februar 2019

 

Auch im Februar spielte die Westfalen Winter Bike Trophy die Hauptrolle. Die beiden schönsten Touren, auch vom Wetter her, waren die Aplerbecker und die Neuenrader CTF. Gerade Neuenrade mit den vielen Höhenmetern durchs Sauerland zeigte mir auch wie fit ich schon war. Es lief richtig gut. Doch leider endete der Monat dann mit einem Unfall. Bei einer Klassikerausfahrt Ende des Monats gab im Wiegetritt der Lenker nach und ich stürzte schwer. Zum Glück war nichts gebrochen, aber die großen Schürfwunden und schweren Prellungen machten eine längere Pause nötig. Trotzdem kam ich auch im Februar wieder auf über 500 km.

 

März 2019

 

 

Der März begann für mich aufgrund der Verletzungen relativ spät. Selbst kurzes Training auf der Rolle war aufgrund der Verletzungen zu schmerzhaft. Als ich dann am 21. März die erste Tour mit meinem Koga Miyata unternahm, war meine gute Frühform leider zerstört. Mit einer abklingenden Erkältung fuhr ich dann am 24. März die erste RTF 2019. In Haltern hatte ich trotz flacher Strecke ordentlich zu kämpfen. Das war dann im März die einzige RTF. So kam ich in dem Monat nur auf etwas über 300 km.

 

April 2019

 

 

Anfang April fuhr ich die RTF in Grefrath. Die schöne Strecke durch die Niederlande und das Grenzgebiet zeigte mir aber immer noch die Grenzen meiner Kraft auf. Bereits bei der RTF in Düsseldorf-Flehe zeigte sich zumindest an den Steigungen der Vollrather Höhe wieder ein bisschen die alte Form. Dafür zeigte sich das Wetter dem April würdig. Von Sonne bis Schneegestöber war alles dabei. Zum Ende der RTF verließen mich dann aber doch die Kräfte. Für längere Strecken war ich einfach noch zu schlapp. So sagte ich auch die Brevet wieder ab, für die ich schon gemeldet war. Das hatte nun überhaupt keinen Zweck. Bei der RTF in Waltrop war dann herrlichstes Osterwetter. Entsprechend dem Wetter war auch meine Form wieder besser. Das Wetter war dann eine Woche später in Herne wieder schlechter. Es war eine komplette Regen-RTF mit leider nur sehr wenigen Teilnehmern. In Unna war es zumindest halbwegs trocken. Die RTF führte mit einigen Höhenmetern durch den Haarstrang. Ich fuhr anfangs ein sehr hohes Tempo und holte eine Gruppe nach der anderen ein. Doch dem hohen Anfangstempo musste ich dann doch noch Tribut zollen und das Tempo etwas raus nehmen. Trotzdem kam ich noch mit einem guten Schnitt trocken ins Ziel. Den April schloss ich dann mit 950 km ab. Es lief wieder besser.

 

Mai 2019

 

 

Anfang Mai fuhr ich die RTF der Sturmvogel Dortmund. Es war trocken aber nebelig. Mit ein paar Mitfahrern fuhr ich die RTF in ziemlich flottem Tempo. Die Quittung bekam ich dann in den nächsten Tagen. Im Mai war das meine einzige RTF. Ein paar Klassikerfahrten kamen noch dazu. Leider plagten mich die Eichenprozessionsspinner. Am ganzen Köroer bekam ich Ausschlag und bei einigen Touren auch Atemnot. So kam ich lediglich auf 400 km in dem Monat.

 

Juni 2019

 

 

Anfang des Monats fuhr ich die RTF von Blau-Gelb Oberhausen. Am Anfang fuhr ich ein sehr hohes Tempo, um eine Gruppe einzuholen die einige Zeit vor mir gestartet war. Der Schnitt lag bis zur ersten Kontrolle bei über 31 km/h. Danach ging es mit der Gruppe aber deutlich gemütlicher weiter. Das Tempo hätte ich sicher auch nicht durchgehalten. Das Wetter war sehr gut. Pfingsten fuhr ich dann nach Friesland/NL. Dort fuhr ich einige schöne Touren und nahm am Pfingstmontag an der Fietselfstedentocht, einem Radmarathon, teil. Zum vierten Mal in Folge konnte ich den Marathon erfolgreich abschliessen. Nach Pfingsten fuhr ich dann noch zu einem Forumstreffen in Rünthe. Dort ging es eher gemütlich zu. Danach kam die schöne RTF in Düsseldorf der Aliens. Auch die Eifel-RTF in Kerpen bei bestem Wetter war eine schöne Herausforderung. Dies lag an den Höhenmetern und auch an der großen Hitze. Bei der letzten RTF in Dinslaken machten mir dann auch wieder die Hitze und die Eichenprozessionsspinner zu schaffen. Immerhin kam ich im Juni auf über 1260 km.

 

Juli 2019

 

 

Der Monat fing mit der „Fahrt des Grauens“ in Jena an. Dort traf ich mich mit anderen Klassiker-Fahrern/innen zum touren. Das war ein schönes langes Wochenende bei etwas wechselhaftem Wetter. Bei der RTF in Silschede war das Wetter anfangs noch sehr gut. Die Route führte durchs Bergische Land bis an den Rand von Dortmund und zurück. Die Strecke war anspruchsvoll und abwechslungsreich. Auf dem letzten Drittel kam dann noch einiges an Regen runter. Trotzdem eine der schönsten Touren in 2019. Im Juli kam ich dann auf knapp 600 km.

 

August 2019

 

 

Im August fuhr ich dann wieder mehr RTF. Beim Hertener Kreisel lief es wieder ganz gut. Dafür war die RTF in Opherdicke eine Regenschlacht mit nur wenigen Teilnehmern. Leider fiel dem Regen dann auch noch meine Digitalkamera zum Opfer. Die Rhein-Energie-RTF in Köln war dann mit gut 35 Grad eine Hitzeschlacht. Die Strecke gefiel mir ganz gut. Die RTF von Essen-Kray bot dann wieder ordentlich Höhenmeter. Zusammen mit einigen Touren kam ich dann auf 800 km im August.

 

September 2019

 

 

Im September fuhr ich dann nur die RTF in Lünen. Bei gutem Wetter fuhr ich eine sehr flotte RTF durchs Münsterland. Den Rest des Monats fuhr ich dann nur noch Klassikerfahrten. So kam ich auf etwas über 500 km.

 

Oktober 2019

 

 

Im Oktober fuhr ich keine RTF mehr. Dafür ging es am 3. Oktober zum Münsterlandgiro. Ich fuhr mit einem alten Gazelle in der Klassikergruppe mit. Mitte des Monats fuhr ich dann meinen ersten Brevet seit 1,5 Jahren. Der Start war in Wuppertal und die Strecke führte durchs Bergische Land und bis ins Sauerland. Die Strecke hatte ordentlich Höhenmeter und ich schaffte die Strecke bis kurz vor Zielschluss. Dafür ging es mir in den Tagen danach ziemlich schlecht. Trotzdem fuhr ich Ende des Monats dann noch eine 200 km Strecke entlang der Ruhr nach Duisburg und über die Emscher wieder zurück. Den Rest des Monats machte ich nur noch ein paar kleinere Touren und fuhr etwas auf der Rolle. Trotzdem kam ich im Oktober auf 960 km.

 

November 2019

 

 

Im November fuhr ich viel auf der Rolle. Die einzige längere Tour war die Channel Challenge mit 105 km. Die meiste Zeit des Monats fuhr ich kein Rad, da ich immer wieder Herzprobleme hatte. Zum Ende des Jahres nahmen die Anfälle, die ich über das Jahr verteilt immer wieder hatte, noch zu. Trotzdem kamen bis zum 11. November noch 470 km zusammen.

 

Dezember 2019

 

Im Dezember hielten mich die Herzprobleme auf Trab. Ich fuhr nur sehr wenig. Mit etwas über 150 km war das mein schwächster Monat. Im gesamten Jahr kam ich auf 7500 km.

 

Im Laufe des Jahres nahm ich wieder zu und kam so wieder auf 103 kg zum Ende des Jahres. Meine Herzprobleme lassen mir keine Wahl. Ich werde auf sehr anstrengende Touren verzichten müssen. Fürs neue Jahr 2020 habe ich mir vorgenommen kürzere Strecken zu fahren und vor allem langsamer zu fahren. Den Streß den das immer weiter und schneller in den letzten Jahren verursacht hat, ist sicher auch nicht so gut für mein Herz. Oft musste ich am Anschlag fahren um mit einer Gruppe mithalten zu können oder eine Gruppe einzuholen. Den Fehler versuche ich in Zukunft zu vermeiden.

 

Jennifer aka Sonne_Wolken

Channel Challenge 2019

09.11.2019

Dieses Jahr fand die Channel Challenge zum vierten Mal statt. Alex hatte 2016 die Idee den Datteln-Hamm-Kanal im Ruhrgebiet einmal komplett rauf und runter zu fahren. Seitdem führen wir diese Fahrt immer im Herbst durch. Auch dieses Jahr hatten wir wieder typisches Herbstwetter mit 4 bis 8 Grad und anfangs Sprühregen. Gegen Nachmittag kam dann sogar ein bisschen die Sonne raus. Abfahrt war um 8 Uhr in Herringen. Es ging zunächst zu viert los, etwas später sammelten wir in Hamm noch drei Mitfahrer/innen ein.

 

Ich aktivierte mein GT Karakoram, welches jetzt im Herbst und im Winter wieder häufiger bewegt werden sollte. An den geraden Lenker musste ich mich erst wieder gewöhnen.

 

Wir fuhren am Kanal entlang Richtung Hafen. Das Wetter war etwas diesig und es gab teilweise Sprühregen.

 

Unsere drei weiteren Mitfahrer sammelten wir am Exerzierplatz im Stadtpark von Hamm ein. Zu siebt ging es dann weiter.

 

Im Kurpark passierten wir dann das Gradierwerk, bevor wir zum Kanal zurück kehrten.

 

Am Kanal war es ziemlich diesig und ungemütlich.

 

Bereits nach kurzer Zeit hatten wir trotzdem das Kraftwerk von Uentrop und damit das Kanalende erreicht. Hier gab es einen kurzen Foto- und Verpflegungsstop.

 

Dann machten wir uns auf zum anderen Ende des Kanals. Kurz vor dem Hafen von Hamm wurden gerade die Lippeauen neu gestaltet.

 

Dann ereilte Tom der erste Platten unserer Fahrt. Doch der war schnell behoben.

 

Weiter ging es am Kanal entlang. Die Art der Fahrräder war doch sehr unterschiedlich: alte selbstaufgebaute Rahmen aus den 50er bis 80er Jahren, ein Fully-MTB, mein klassisches MTB, ein modernes Gravelbike  und zwei Crossrenner wurden pilotiert. Das Tempo war gewohnt moderat und so waren auch problemlos Gespräche während der Fahrt möglich.

Wir passierten die Marina Rünthe. Am häufigsten trafen wir noch auf Angler. Begegnungen mit anderen Radfahrern waren äußerst selten.

 

Am Preußenhafen in Lünen hatten wir dann etwas über die Hälfte der Strecke absolviert. Wir gönnten uns eine Pause im Nieselregen mit Pommes (teilweise mit Currywurst) und kühlen Getränke.

 

Nach der Pause machten wir uns auf die letzten Kilometer zum Kanalende bei Datteln.

 

Dort kam passend die Sonne heraus. Hier fing der Datteln-Hamm-Kanal an. Ein paar Meter weiter geradeaus wären wir im Dortmund-Ems-Kanal gelandet. Optimistisch wurde ein Teil der wärmenden Kleidung für die Rückfahrt abgelegt. Doch im Hintergrund zogen schon wieder drohende Wolken auf. Also machten wir uns bald auf den Rückweg.

 

Über holprige Schotterwege fuhren wir wieder Richtung Osten.

 

Die Wege forderten dann das zweite Opfer der Tour. Alex, unser Plattfußkönig, hatte ebenfalls einen platten Reifen zu beklagen. Auch diese Panne war schnell behoben.

 

Und schon waren wir wieder am Preußenhafen. Dieses Mal schien die Sonne. Da es gerade Nachmittag war, gab es noch eine Pause mit lecker Kaffee und Kuchen.

 

Auf dem Weg zurück nach Hamm wurden die Schatten länger und wir hatten den dritten Plattfuß. Dieses Mal hatte es Patat erwischt. So waren die Pannen wenigstens verteilt. Wir Anderen hatten dieses Mal Glück.

 

Auf der anderen Kanalseite tauchte dann der Doppelförderturm der Zeche Haus Aden auf. Auch dieses Bergwerk war nicht mehr in Betrieb.

 

Kurz darauf dann das Sperrtor. Diese Tore sollen im Notfall ein komplettes leer laufen des Kanals verhindern. Nach 105 km mit Einbruch der Dunkelheit erreichten wir dann wieder Herringen. Mit einem Teil der Gruppe ging es dann noch zum Italiener essen. Ein schöner Tourtag ging zu Ende. Und ich freue mich schon auf die 5. Auflage der Channel Challenge 2020.

 

Jennifer aka Sonne_Wolken

Kemnader See

03.11.2019

Sonntag fuhr ich mit Ralf von Gelsenkirchen aus eine Runde zum Kemnader See. Vorher montierten wir noch Ralfs Lieblingspedale und Sattel am Mücke. Das Rad passte ihm noch etwas besser als mir. Nur der Vorbau war zu kurz.

 

Ich fuhr mein rotes Gazelle Formula Cross von 1990. Der Crosser befand sich noch immer im Straßentrimm, aber bald würde es wieder Zeit für den Geländeeinsatz.

 

Auf der Bahntrasse machte Ralf sich mit dem Mücke bekannt. Ich fand er machte eine ganz gute Figur auf dem Rad. Wir fuhren Richtung Wattenscheid, vorbei an der Halde Rheinelbe und dem Lohrheidestadion vom SG Wattenscheid.

 

Weiter ging es nach Süden und wir unterquerten die A40, den berühmt/berüchtigten Ruhrschnell(schleich)weg.

 

Ländlich fuhren wir Richtung Ruhr. Hier wurde es ziemlich hügelig und wir erreichten Dahlhausen.

 

Nach der Überquerung der Ruhr ging es Fluss aufwärts. Hier trafen wir ab und zu auf Fußgänger und andere Radfahrer.

 

In Hattingen wechselten wir dann wieder auf die andere Ruhrseite.

 

Den Kemnader See umfuhren wir dann entgegen dem Uhrzeiger. Allerdings machten wir noch eine Pause mit Pommes und Getränk. Zum Glück blieb es die ganze Zeit trocken. Die Wolken wechselten sich mit etwas Sonne ab.

 

In Witten wechselten wir dann auf die andere Seite des Sees.

 

Über die Brücke an der Staustufe ging es auch wieder zurück.

 

Ruhr abwärts fuhren wir Richtung Dahlhausen.

 

Auch entlang der Ruhr stieß man  überall auf die Spuren des Kohlebergbaus.

 

Kurz vor Dahlhausen wechselten wir dann noch zweimal die Flußseite. Ab Dahlhausen wurde es dann wieder deutlich hügeliger.

 

Kurz vor der Halde Rheinelbe lichtete ich dann noch unsere Räder ab. Das Mücke von 1989 und die Gazelle von 1990 stellten sich zum Foto auf.

 

Dann fuhren wir noch ein ganzes Stück die Halde hoch. Von hier sah man das Stadion von Wattenscheid und die Zeche Holland im Hintergrund.

 

Zur Himmelstreppe führte leider nur eine Treppe. Doch zu Fuß zu gehen hatte ich irgendwie keine Lust. So blieben wir enige Meter unter dem Gipfel der Halde. Nach knapp 67 km waren wir dann wieder zurück in Gelsenkirchen. Die Tour hat echt Spaß gemacht. Wir wechselten noch den zu kurzen Vorbau am Mücke und dann fielen doch tatsächlich noch ein paar Regentropfen.

 

Jennifer aka Sonne_Wolken