Karfreitag Wanderfahrt 2019

19.04.2019

Die traditionelle Wanderfahrt am Karfreitag von „Sturm“ Hombruch fand dieses Mal bei allerbestem Frühlingswetter statt. Zu den Vereinsfahrern gesellten sich dieses Mal auch einige Touren- und Wanderfahrer/innen. So starteten wir kurz nach 10 Uhr zu zwölft.

 

Ich fuhr meinen Reiserenner Giant Expedition aus den 90er Jahren.

 

Treffpunkt war wieder die Gartenkolonie Im Justenkamp auf der Nortkirchenstraße in Dortmund-Hörde.

 

Neben den Radfahrern waren auch die Wanderer wieder zahlreich vertreten. Die zog es zum Rombergpark.

 

Ich führte die Radgruppe auf dem Emscherweg, vorbei am Phoenixsee bis nach Schüren. Von dort fuhren wir hoch zur Stadtkrone Ost.

 

Dort warteten wir bis die Gruppe komplett oben war.

 

Dann ging es über die B1 zur Pferderennbahn.

 

Ein kleiner Park führte uns bei um die 20 Grad und Sonne zur Rennbahn.

 

Die Katze hatte gut Grinsen, bei dem Wetter. So fuhren wir parallel zur Bahnlinie.

 

Kurz vor Asseln bogen wir Richtung Kurl ab. Dann ging es um das Wickeder Holz herum.

 

Am Ende der Gruppe fuhr Manfred mit seiner gelben Windjacke. So konnte ich immer schnell sehen ob noch alle da waren.

 

In Wickede hielten wir dann für eine kurze Trinkpause an. Weiter ging es dann nach Holzwickede. Kurz hinter der Stadt trafen wir dann auf den Emscherweg. Hier legten wir noch einmal eine kurze Pause ein.

 

Entlang der Emscher kamen wir durch Aplerbeck und Schüren, bevor wir auf den Phoenixsee trafen. Zwischen all der modernen und seelenlosen Architektur stach die Hörder Burg wohltuend hervor. Was hatte das alte Gemäuer nicht schon alles erlebt.

 

Über den alten Bahndamm erreichten wir Phoenix-West. Hier wurde mittlerweile auch alles zugebaut. Das einzige Vertraute waren die alten Hochöfen. Nach 40 km und einem Schnitt von knapp 18 km/h erreichten wir dann wieder die Nortkirchenstraße. Hier verabschiedete ich mich von der Gruppe und machte mich auf den Heimweg.

 

Allerdings wählte ich noch einen Umweg über den Westfalenpark, um das Frühlingswetter noch ein wenig zu genießen. Nach insgesamt knapp 50 km kamen das Giant und ich dann zu Hause an. Noch schnell eine Pizza und Salat vom Italiener um die Ecke, und dann hatten wir Feierabend. Den Nachmittag verbrachte ich dann unter anderem mit schrauben an meinem FBL Torino. Das brauchte für die nächste Fahrt am Karsamstag noch einen Flaschenhalter.

 

Jennifer aka Sonne_Wolken

Nachmittagstour

18.04.2019

 

Donnerstag vor Ostern und langes Wochenende. Dazu Sonne pur und 21 Grad. Am Nachmittag fuhr ich eine kleine Tour. Da ich Karfreitag wieder die Wanderfahrt meines Vereins „Sturm“ Hombruch anführen würde, nutzte ich die Gelegenheit meine Strecke mal abzufahren.

 

Ich wählte dazu mein Giant Expedition aus den 90er Jahren. Das war mein neuer Touren- und Reiserenner mit 8-fach Shimano Schaltung hinten. Mit den 32 mm Reifen verloren auch schlechte Wegstrecken und Schotter ihren Schrecken. Es war mein einziges Rad mit Seitenständer.

 

Von Phoenix-West aus ging es rüber zum Phoenixsee und dann entlang der Emscher bis Schüren. Von dort fuhr ich hoch zur Stadtkrone Ost. Hier blühte und duftete es nach Frühling. Ich fuhr natürlich in kurzer Radhose und kurzärmligen Trikot. Das Wetter war geradezu optimal. Bis auf den Gegenwind. Der blies am Nachmittag ganz ordentlich. Aber den nahm ich bei dem Wetter gerne in Kauf.

 

Weiter ging es nach dem Überqueren der B1 entlang der Bahnlinie, vorbei an der Pferderennbahn, den Schrebergärten und dem Hauptfriedhof. Kurz vor Asseln bog ich dann nach Norden ab und umrundete das Waldgebiet Wickeder Holz.

 

Weiter ging es nach Wickede und von dort Richtung Holzwickede.

 

Die kleinen Sträßchen hatte ich meistens für mich alleine. Über Schleichwege ging es dann durch Holzwickede.

 

Am Rande eines Industriegebietes erreichte ich dann den Emscherweg, dem ich folgte.

 

Die Boote am Phoenixsee in Hörde lagen alle noch vertäut. Ansonsten war aber für einen Wochentag relativ viel los. Viele die Zeit hatten, nutzten das gute Wetter zu einem Bummel am See. Konnte ich gut verstehen.

 

Nach 40 km kam ich mit einem Schnitt von 19 km/h wieder zu Hause an. Das würde wohl ungefähr das Tempo sein, das wir am Karfreitag mit dem Verein fahren werden. Die schnellen Fahrer waren alle im Trainingslager in Renesse.

 

Jennifer aka Sonne_Wolken

April-Klassikertour Münster

14.04.2019

Am Sonntag fand die erste offizielle Klassikertour in Münster für 2019 statt. Es war relativ kühl und gab einen Mix aus Sonnen und Wolken, blieb aber trocken. Dafür „erfreute“ uns ein ordentlicher Gegenwind. Angesichts des Wetter fuhren wir nach 12 Uhr nur zu viert los. Dabei waren Sebastian, Karl, Martin und ich. Vom Vortag in Düsseldorf hatte ich noch schwere Beine. Aber die Tour sollte relativ kurz sein. Das kam mir entgegen. Genau wie der späte Start.

 

Ich fuhr, wie am Vortag, mein blaues Rickert Spezial.

 

Treffpunkt war am Münsteraner Schloss. Da ich etwas früher da war, hatte ich noch Zeit für ein paar Fotos.

 

Richtung Gievenbeck verliessen wir Münster. Das Tempo war zunächst noch moderat und so konnte man sich unterhalten.

 

Die Route führte uns vorbei an Nienberge und Altenberge. Leider hatte Sebastian nach ca. 10 km einen platten Schlauchreifen am Hinterrad. Zum Glück hatte er Ersatz dabei. Nach dem Wechsel konnten wir dann die Fahrt ohne weitere Pannen fortsetzen. In Holthausen war dann der Wendepunkt und wir fuhren Richtung Süden.

 

Nach knapp 28 km kehrten wir kurz vor Havixbeck im Cafe Klute ein. Es gab Kaffee und Kuchen zur Stärkung. Dann stemmten wir uns wieder gegen den Wind. So passierten wir den westlichen Rand von Havixbeck.

 

Die Sonne verschwand leider immer öfters hinter Wolken. Wirklich warm war es mit 6 bis 8 Grad auch nicht, aber wenigstens trocken.

 

Das Tempo hatte sich bei einem Schnitt von 23 km/h eingependelt. Mit den schweren Beinen vom Vortag war das für mich schon eine Herausforderung. Aber ich konnte noch dran bleiben. Zum Glück war die Tour nicht annähernd so lang wie am Vortag. Hinter Havixbeck schwenkten wir nach Osten und fuhren Richtung Roxel.

 

Den Schluss bildete dann die Strecke an Gievenbeck vorbei und nach Münster rein. Nach 50 km trennten sich unsere Wege kurz vor dem Schloss.

 

Ich fuhr die letzten paar hundert Meter zum Schloss zurück. 50 km mit einem Schnitt von 23 km/h auf einer relativ flachen Strecke reichten mir zum Abschluss des Wochenendes völlig aus.

 

Jennifer aka Sonne_Wolken

Rhein-Erft-Giro

13.04.2019

Was sich anhört wie ein Radrennen ist „nur“ eine RTF. Start war in Düsseldorf nahe der Fleher Brücke. Dort startete ich Samstag Vormittag um kurz nach 10 Uhr. Mit Ralf fuhr ich auf der 112 km Strecke. Am Start traf ich aber auch noch Karl-Peter, Peter und Klaus und einige Andere. Die Wettervorhersagen versprachen niedrige Temperaturen knapp über 0 Grad, kräftigen Gegenwind und den ein oder anderen Schauer, aber auch etwas Sonne. Mit anderen Worten, es gab richtiges Aprilwetter.

 

Da ich dieses Jahr noch gar nicht mit meinem Rickert Spezial gefahren war, nahm ich es mit nach Düsseldorf. Die Schaltung ist hinten 9-fach und eine Mischung aus Shimano Dura Ace und Ultegra. Da ich mit den originalen STI Schalt/Bremshebeln an dem Rad nicht klar kam, hatte ich es auf Rahmenschalthebel umgebaut. Die Sitzposition ist sportlich-moderat.

 

Vom Start fuhren wir direkt Richtung Rhein und Fleher Brücke. Trotz Sonne und Thermojacke war mir etwas kühl.

 

Auf der Rampe hoch zur Brücke konnte ich mich dann warm fahren. Schnell ging es auf die andere Rheinseite.

 

In Uedesheim waren wir dann schon auf Neusser Stadtgebiet. Flott fuhren wir Rhein aufwärts um dann westlich Richtung Nievenheim zu fahren.

 

Im leichten Zickzack ging es dann nach Deelen, wo wir am Horizont nicht nur die rauchenden Schlote der RWE-Kraftwerke, sondern auch die Vollrather Höhe erblickten. Dort mussten wir später hinauf.

 

War es bislang noch flach gewesen, würden uns dort 180 Höhenmeter am Stück erwarten.

 

In Allrath erreichten wir dann den Einstieg zur Vollrather Höhe. Noch schnell ein Foto und dann ging es los. Ich unterhielt mich noch kurz mit Ralf und dann zog ich den Berg hoch. Nach oben wurde es steiler, aber immer noch gut fahrbar. Trotz meiner etwas mangelnden Fitness kam ich erstaunlich gut die 1,5 km bergauf klar. So schnell war ich hier noch nie oben angekommen. Ich nahm Geschwindigkeit raus und wartete bis Ralf wieder aufschloss. Dann ging es in rasanter Fahrt abwärts. Hier war Ralf klar im Vorteil.

 

Kurze Zeit später, nach gut 32 km hatten wir die erste Kontrolle in Frimmersdorf erreicht. Hier trafen dann nach uns auch Karl-Peter und Peter ein. Ab hier waren wir zu viert unterwegs.

 

Weiter ging es nach Bedburg. Immer öfters hatten wir mit ordentlichem Gegenwind zu kämpfen. Für mich rächte sich das hohe Anfangstempo von 27 km/h im Schnitt, an dem ich nicht ganz unschuldig war. Mir fehlte für längere schnelle Fahrten einfach noch die Substanz.

 

Zwischendurch legte ich dann mal einen Fotostop ein und ließ die Gruppe fahren. So kam ich wenigstens zu einer kurzen Pause, wie hier in Kirchherten. Ich konnte das Tempo der Gruppe selbst im Windschatten nur mit Mühe halten.

 

Hinter Jackerath zweigte die Route dann nach rechts ab. Die zweite Kontrolle nach ca. 57 km war direkt am Tagebau Garzweiler II. Hier traf ich auch meine Gruppe wieder. Der Anblick der zerstörten Landschaft machte mich wieder traurig. Glaube ich gewöhne mich nie an den Anblick.

 

Dann fuhren wir durch das Geisterdorf Immerath. Die Abbruchbagger hatten schon angefangen die Häuser abzureissen. Ein ganzes Dorf verschwand, wie schon einige vorher, von der Erde. Und irgendwann würde hier nur noch ein großes Loch klaffen. Viele Menschen hatten ihre Heimat verloren. Von einem mächtigen Energiekonzern vertrieben. Echt traurig und vor allem ungerecht.

 

Weiter ging es nach Holzweiler. Immer wieder gerieten wir in mal kürzere, mal etwas längere Schneegraupelschauer. Zum Glück wurde es aber nicht glatt. Es blieb nichts auf der Straße liegen. Die Strecke war für den Niederrhein erstaunlich wellig, wenn auch keine größeren Steigungen mehr auf uns warteten. Die Steigungen machten mir aber deutlich weniger zu schaffen als der Gegenwind.

 

Kurze Zeit später schien dann wieder die Sonne. Es war ein verrücktes Aprilwetter. Mein Abstand zur Gruppe wurde wieder größer. Ich musste mir meine verbliebenen Kräfte gut einteilen. So erreichte ich Hochneukirch und den Rand von Odenkirchen. Durch viele kleine Örtchen ging es dann bis Bedburdyck. Von hier aus waren es nur noch wenige Kilometer bis zur dritten Kontrolle, die ich sehnlichst erwartete. Ich war echt platt.

 

Nach Hemmerden fuhr ich durch Kappelen, wo nach ca. 90 km endlich die dritte Kontrolle an einem Sportplatz kam. Hier traf ich meine Gruppe wieder. Auch wenn es von hier „nur“ noch etwas über 20 km bis ins Ziel waren, labte ich mich an den vorzüglichen Crepes mit Lachsfüllung und den Tortillastückchen. Eine wirklich sehr leckere Verpflegung, die meine Lebensgeister noch einmal weckte. Zu viert ging es dann auf den letzten Abschnitt.

 

Da ich wieder Probleme hatte das Tempo zu halten, nahm ich ein Blumenfeld zum Anlass für einen Fotostop. Danach fuhr ich alleine weiter. Die letzten Kilometer bis ins Ziel würde ich noch schaffen. So ging es durch Holzheim und Reuschenberg.

 

Hinter Gnadental kam dann endlich der Rhein in Sicht. Ein paar Kajakfahrer paddelten gegen den Strom. Sicher auch sehr anstrengend.

 

Ein letztes Foto von der Strecke und meinem Rad. Die Fleher Brücke war schon in Sicht. Nach 111 km kam ich mit einem Schnitt von immer noch 24 km/h ins Ziel. Von meiner Gruppe waren nur noch Peter und Karl-Peter da, von denen ich mich nach der Abmeldung verabschiedete. Mit schweren Beinen fuhr ich dann mit dem Auto nach Hause. Hoffentlich war ich bis zum Sommer wieder fitter. Da wartete noch eine Menge Arbeit und einige RTF auf mich.

 

Jennifer aka Sonne_Wolken

Auf einen Kaffee zur Erzbahntrasse

07.04.2019

Sonntag Morgen klingelte der Wecker bereits um 5 Uhr in der Frühe. Mit schweren Beinen versuchte ich aufzustehen, was mir im zweiten Anlauf gelang. RTF in Bochum stand auf dem Plan. Start war um 8 Uhr. Es war Morgens allerdings noch sehr frisch. Und meine Beine fühlten sich nicht an als ob ich damit flott über die RTF-Strecke fahren könnte. Nach einigem hin und her überlegen, suchte ich mein Bett wieder auf und drehte mich um. Irgendwann weckte mich die Sonne draußen und ich beschloss erst einmal in Ruhe zu frühstücken. Mittlerweile war der Start in Bochum wohl schon längst erfolgt, aber dieses Mal ohne mich. Natürlich wollte ich noch eine Runde Rad fahren, aber eben ohne allzu sportlichen Aspekt. Im Keller stand noch ein Giant Expedition aus den 90er Jahren, welches ich im Winter aufgebaut und noch nicht einen Meter gefahren hatte. Eine Strecke hatte ich auch schnell bei Komoot gefunden und aufs Navi geladen. So ging es dann nach 13 Uhr bei strahlender Sonne und 17 bis 19 Grad los.

 

Das Giant Expedition aus den 90er Jahren hatte ich mit 8-fach Schaltung hinten (13 – 32) und Rennlenker mit STI aufgebaut. Die Sugino-MTB Kurbel aus den 80er Jahren hatte ich auf zweifach (48/38) umgebaut. Damit ich mit den Bremshebeln die V-Bremsen vernünftig dosieren konnte, bekamen die Bremsen ein paar Umlenkrollen, die sie STI tauglich machten. Die Reifen waren noch die 35 mm Crossreifen die ich im Winter montiert hatte. Aber diese waren auf Asphalt doch etwas holprig und würden vor der nächsten Fahrt noch ersetzt.

 

Von Phönix-West ging es am Rombergpark vorbei durch Brünninghausen, weiter nach Eichlinghofen und Stockum. Hier konnte ich die Stadt endlich hinter mir lassen.

 

In Langendreer hatte ich dann Bochumer Stadtgebiet erreicht. Ich passierte den Ümmingersee und kam dann nach Laer.

 

Weiter ging es nun Richtung Bochum-City.

 

In Altenbochum kam ich dann zum Walter-Lohmann-Ring. Der war ähnlich wie die Dortmunder Niere eine Radrennstrecke für Straßenrenner.

 

Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen eine Ehrenrunde zu drehen.

 

In der City von Bochum hing über der Kreuzung Drehscheibe der Nachbau einer Heuer-Ampel von 1932. Damals war dies die erste Ampel in Bochum. Heute diente sie allerdings nur noch Dekozwecken und nicht mehr der Verkehrssteuerung.

 

Das Bochumer Rathaus wurde 1931 in Betrieb genommen und von dem Architekten Karl Roth entworfen.

 

Schließlich erreichte ich den Westpark in Bochum und kam nach dessen Durchquerung zur Hängebrücke, die den Einstieg der Erzbahntrasse nach Gelsenkirchen bildete. Hier nahm die Dichte an Fußgängern und Radfahrer deutlich zu, was bei dem tollen Wetter am Sonntag Nachmittag natürlich kein Wunder war. Ich passte mein Tempo dem Verkehr an. An Holgers Erzbahnbude machte ich dann eine Kaffeepause. Für mich gab es einen Kaffee und einen Muffin. Ich fand sogar noch ein Plätzchen in der Sonne, obwohl es wirklich voll war.

 

Nach der Stärkung fuhr ich dann weiter Richtung Zoom, dem Gelsenkirchener Zoo.

 

Am Zoo war dann die Trasse zu Ende und es ging wieder über eine Hängebrücke, dieses Mal über den Rhein-Herne-Kanal.

 

Den Kanal verließ ich aber sofort wieder und querte rüber zur Emscher. Dem Emscher-Weg folgte ich dann nach Osten. Wanne passierte ich dann nördlich.

 

Hinter Wanne bog ich dann wieder Richtung Rhein-Herne-Kanal ab.

 

Natürlich musste ich mein Giant auch noch mal in Szene setzen. Das Rad fuhr sich wirklich tourenmäßig-gemütlich. Das wird noch ein gutes Reiserad, mit der entsprechenden Ausstattung. Zum Glück ist der Rahmen genau für diesen Zweck gebaut und kann mein Koga Miyata Traveller mehr als gut ersetzen. Die Crossreifen waren mir allerdings zu holprig, selbst für die Wege am Kanal entlang.

 

Auch die Wassersportler zog es bei dem Wetter raus. Das Wetter war auch einfach zu gut um es nicht zu nutzen. Kurz vor der Ost Schleuse in Herne verließ ich den Kanal Richtung Süd-Ost.

 

Vorbei an Börnig und Behringhausen ging es über alte Bahntrassen und Straße weiter nach Osten. Ich durchquerte Castrop und erreichte Schwerin. Von hier aus hatte ich Dortmund schon fast wieder erreicht.

 

Oberhalb von Bodelschwingh hatte ich einen Blick bis zur City von Dortmund und sah sogar den Fernsehturm Florian am Horizont. Ich war also fast schon zu Hause. Doch zunächst ging es noch einmal ordentlich bergab, vorbei an Bodelschwingh und rüber nach Huckarde.

 

Dort wurde ich durch einen Bahnübergang ausgebremst. Also war eine kleine Pause angesagt, bis der Zug durch war. Dorstfeld striff ich dann nur am Rande, bevor ich den Emscherweg querte.

 

Auf der Rheinischen Straße waren dann Stahlsaurier unter sich. Das Giant schien sich jedenfalls wohl zu fühlen. Für mich kam kurz darauf noch eine ordentliche Steigung mit Kopfsteinpflaster. Mit den 35 mm Reifen verlor das Pflaster aber seinen Schrecken. Im Zickzack fuhr ich durch den Südwesten der Dortmunder City. Nach der Überquerung der B1 fuhr ich weiter nach Phönix-West.

 

Auf dem Rückweg nach Phönix-West kam ich natürlich auch an der Dortmunder Niere vorbei. Da nahm ich mir Zeit für eine Ehrenrunde über die Radrennstrecke. Leider gab es am Wartehäuschen im Zielbereich Beschädigungen durch Vandalen. Sehr ärgerlich. So fuhr ich weiter nach Phönix-West und erreichte nach 77 km mein Zuhause. Eine schöne und eher gemütliche Tour mit einem Schnitt von knapp 19,5 km/h ging zu Ende. Das Giant hatte sich bewährt. Ich werde es demnächst auf 37 mm Straßenreifen und feste Schutzbleche umbauen. Für längere Touren und Reisen gibt es dann noch einen Gepäckträger.

Jennifer aka Sonne_Wolken

RTF Grefrath

06.04.2019

Letzten Samstag war RTF in Grefrath. Auf dem Weg zum Niederrhein stand ich dann einige Zeit in Duisburg auf der A40 im Stau. Als ich gegen 10:20 Uhr endlich auf den Parkplatz rollte, waren die ersten Teilnehmer schon auf der Strecke. Nach der Anmeldung ging ich gegen 10:40 Uhr ebenfalls auf die Strecke. Ich wollte die 112 km Runde fahren.

 

Da die Topographie flach war, fuhr ich mit meinem 1985er Koga Miyata Teamsport. Das war vor allem bei Gegenwind gut in Unterlenkerhaltung zu fahren. Das Wetter war trocken, mit einem Mix aus Sonne und Wolken und zwischen 10 und 12 Grad warm. Wie vorhergesagt wehte zunächst völlig untypisch nur ein äußerst leichter Wind.

 

Start war direkt am Eisstadion in Grefrath. Im Winter drehten hier die Eisschnellläufer ihre Runden. Jetzt sah es etwas trostlos aus. Als Radrennbahn war es aufgrund der flachen Kurven eher nicht so geeignet.

 

Ich fuhr alleine über Vinkrath zunächst nach Norden. Dann bog ich nach Westen ab und erreichte Plankenheide. War das Tempo beim Start noch moderat, erhöhte ich den Druck auf die Pedale nachdem ich mich warm gefahren hatte.

 

Ab und zu traf ich andere Teilnehmer in kleinen Gruppen oder einzeln. Die Sonne schien, aber warm war es nicht gerade. Nach ca. 14 km durchfuhr ich Herongen. Bei Auwel kam dann nach knapp 23 km die erste Kontrolle. Ich ließ nur stempeln und wollte gerade weiter fahren als ich Klaus und Ingrid traf. Die Beiden hatte ich lange nicht gesehen und so kamen wir etwas ins quatschen. Doch dann ging es für mich mit Geschwindigkeit weiter.

 

Nach knapp 25 km fuhr ich in Lingsfort über die Grenze in die Niederlande.

 

Für die leckeren Pommes im Nachbarland hatte ich leider keine Zeit.

 

Immer schneller fuhr ich durch das schöne Gebiet der Maasdünen. Meine Durchschnittsgeschwindigkeit näherte sich den 30 km/h. Mir war aber klar das ich dieses Tempo nicht ewig durchhielt und beschloss auf dem Rückweg etwas Tempo rauszunehmen.

 

Aber noch powerte ich ordentlich und wurde nur recht selten von noch schnelleren kleinen Gruppen überholt.

 

Leider hatte es sich immer mehr bewölkt und die Sonne wurde Mangelware. Aber wenigstens hatte ich keinen Gegenwind, wie hier sonst so oft üblich auf dem Weg nach Norden. Nach 52 km erreichte ich die zweite Kontrolle in Siebengewalt. Hier zeigte mir der Tacho einen Schnitt von etwas über 30 km/h an. Ich war aber auch schon etwas ko. Auch an dieser Kontrolle ließ ich nur stempeln, füllte kurz die Trinkflasche auf und schnappte mir zwei Waffeln, die ich dann aber während der Fahrt vertilgte. Ab jetzt hatte ich Gegenwind. Dummerweise hatte der Wind, entgegen der Vorhersagen, ordentlich aufgefrischt und bot auch leichte Sturmböen an.

 

Kurz nach der Kontrolle kam der Grenzübertritt nach Deutschland und nun führte die Strecke auf der deutschen Seite nach Süden, gegen den Wind. Nicht nur ich hatte hier zu kämpfen. Während wir uns gegen den Wind stemmten, wartete der Spargel am Niederrhein schon auf den Beginn der Spargelsaison.

 

Irgendwie erinnerte mich dieses Schild an das Auenland in Tolkiens Herr der Ringe. Mein Koga Miyata Teamsport erwies sich als treuer Begleiter. Fuhr ich bereits auf dem Hinweg fast nur in Unterlenkerhaltung, um Tempo zu machen, war die Fahrt gegen den Wind ebenfalls am Besten am Unterlenker zu meistern. Das Rad machte mir einfach viel Spaß beim fahren.

 

Nach 66 km erreichte ich den Freizeitpark „Irrland“ in Twisteden.

 

Weiter ging es Richtung Klein-Kevelaer. Windmühlen waren nicht nur typisch für die Niederlande, sondern auch für den Niederrhein, auch wenn sie oft nur noch dekorativ in der Gegend rum standen.

 

Die ein oder andere Umleitung war aufgrund von Baustellen nötig geworden und verlängerten die Strecke moderat auf 116 km. Nach 80 km kam dann die dritte Kontrolle in Wetten an der Feuerwache. Hier traf ich Karl-Peter und einige andere und kam wieder etwas ins quatschen. Ein paar Minuten Pause zum Kräfte sammeln konnten auch nicht schaden.

 

Die Umleitung bescherte uns den Weg durch einige wirklich sehr schöne Dörfer. In Veert bog die Strecke für ein paar Kilometer wieder Richtung Westen ab. Doch dann fuhren wir wieder nach Süden, gegen den Wind. Ich war die meiste Zeit alleine unterwegs, hatte keine Lust mich einer Gruppe anzuschließen.

 

Auf dem Weg nach Pont, welches ich nach gut 90 km erreichte, war es nicht mehr weit bis zur letzten Kontrolle.

 

Kurz vor Nieukerk machte die Strecke wieder einen Schlenker nach Westen.

 

Einen kurzen Stop nutzte ich für ein Foto von meinem schönen Koga Miyata. Nach 106 km erreichte ich die vierte und letzte Kontrolle in Wachtendonk, ebenfalls an der Feuerwache. Von hier aus waren es dann nur noch ca. 10 km bis ins Ziel.

 

Nach ca. 116 km kam ich noch mit einem Schnitt von 25,5 km/h glücklich aber etwas kaputt ins Ziel. Das Powern auf dem Hinweg und der Gegenwind auf dem Rückweg hatten mehr Kraft gekostet als ich vorher gedacht hatte. Insgesamt 744 Teilnehmer fuhren auf den verschiedenen RTF und CTF Strecken. Mein Fazit war das ich noch nicht wieder 100 % fit war. Die vier Wochen Erkältung und Bronchitis im März hatten ihre Spuren hinterlassen. Und ich traf am Sonntag für mich den Beschluß keine Brevets in 2019 zu fahren. Ich werde die, für die ich bereits angemeldet bin, wieder absagen. 2020 gehe ich die Brevets dann vielleicht neu an. Dieses Jahr werde ich mich auf RTF und andere Fahrten konzentrieren.

Jennifer aka Sonne_Wolken

Hoch zur Hohensyburg

02.04.2019

Dienstag Vormittag schien die Sonne bei zweistelligen Temperaturen. Ich brauchte erst relativ spät zur Arbeit und hatte somit Zeit für eine kleine Runde mit einem meiner klassischen Rennräder. Ich wählte mein Koga Miyata Teamsport von 1985 aus. Um die „Berg“übersetzung von vorne 42 und hinten 23 Zähnen zu testen, beschloss ich mal wieder meine Lieblingsrunde zur Hohensyburg, hoch über der Ruhr, zu fahren. Auf meiner Strecke warteten einige Rampen mit zweistelligen Steigungsprozenten auf mich. Ich war gespannt ob ich da mit dem Teamsport überhaupt hoch kam. Soche Strecken fuhr ich sonst mit vorne 39 und hinten 32 Zähnen. Was ich leider unterwegs nicht bemerkte, das ich bei meiner Digicam an den Knopf für die Datumseinblendung kam.

 

Von Hörde ging es nach ein paar hundert Metern bereits bergauf nach Wellinghofen. Während die Steigung zunächst noch moderat war, wurde das letzte Stück zur Wellinghofer Amtsstraße zur steilen Rampe. Im Wiegetritt fuhr ich dort aber locker hoch. An der alten Kirche aus dem 12. Jahrhundert bog ich links und kurz darauf wieder rechts ab.

 

Zwischen Freibad und Friedhof ging es weiter. Im Freibad wurde bereits fleissig gearbeitet um die Winterschäden zu beseitigen. Noch war es eh zu kalt zum draußen baden.

 

Am Freibad bog ich dann rechts ab und kam zum Rittergut Haus Niederhofen aus dem 13. Jahrhundert. Dortmund war voller mittelalterlicher Geschichte. Weiter fuhr ich nach rechts, Richtung Wichlinghofen.

 

Hier ging es wieder bergauf und natürlich kam noch ein böiger Gegenwind dazu. Trotzdem genoß ich jeden Meter. Ich hatte ja genug Zeit.

 

Auf der Brandisstraße ging es jetzt ein paar Kilometer bergauf. Aber die Steigung war noch relativ moderat. Oben angekommen bog ich rechts auf die Wittbräucker Straße ab und überquerte die A45.

 

Die nächste Straße bog ich dann links in den Wald ab. Die Straße führte mich dann am Golfplatz vorbei.

 

Hinter dem Golfplatz stand dann diese schöne alte Scheune am Straßenrand. Zeit für ein Foto vom Teamsport.

 

Ein Stück weiter tat sich das Wannebachtal vor mir auf. Wer würde hier vermuten noch im Stadtgebiet von Dortmund zu sein? Die Ausläufer des Ardeygebirges sorgten für ordentlich Höhenmeter, sobald man das Tal verließ. Ich bog links ab und durchfuhr das Tal in kompletter Länge auf leicht welliger Straße. Die Landschaft würde auch gut ins Sauerland passen.

 

Am Ende des Tals bog ich rechts auf die Syburger Straße ab. Jetzt ging es deutlich mehr hoch und runter und die Steigungsprozente stiegen. Dafür gab es tolle Ausblicke auf die Landschaft und alte Ausflugslokale.

 

In der Ferne sah ich auf einem Felsen oberhalb der Ruhr bereits die Hohensyburg, mein eigentliches Ziel.

 

Doch zunächst musste ich in Syburg noch die Hohensyburgstraße bezwingen. Fing die Steigung noch recht moderat an, wurde es nach oben, vor allem nach dem Parkplatz des Casinos immer steiler. Da half teilweise nur noch der Wiegetritt.

 

Mein Koga Miyata Teamsport schlug sich aber tapfer. Im Wiegetritt sorgte es für direkten Vortrieb. Selbst mit einer Übersetzung von 42-23 waren alle Steigungen zu meistern. Ich war nach wie vor begeistert von dem Rad. Bergab reichten die Bremsen mit ein wenig Kraft ebenfalls aus.

 

Von der Aussichtsplattform am Denkmal hatte man einen tollen Blick auf den Hengsteysee. Er entstand Ende der 20er Jahre durch das Aufstauen der Ruhr. Das Koepchenwerk am rechten Seeufer wurde 1930 als Pumpspeicherkraftwerk in Betrieb genommen und stand mittlerweile unter Denkmalschutz.

 

Neben der Burgruine der Hohensyburg hatte man um 1900 das Denkmal für Kaiser Wilhem I. erreichtet. Es wurde leider 1935 unter den Nazis umgestaltet und zwei der alten Standbilder entfernt. Das ursprüngliche Denkmal hatte die Form einer Burg.

 

Die ersten Hinweise auf eine Burg oberhalb der Ruhr datierten aus dem 8. Jahrhundert. Damals siedelten hier die Falen, ein sächsischer Stamm. Man sprach später auch von den Westfalen. Und so hieß unser Landstrich ja Heute noch. Nach wechselvoller Geschichte verfiel die im 12. Jahrhundert errichtete steinerne Burg leider bereits ab dem 17. Jahrhundert, da keiner mehr hier wohnen wollte.

 

Bewohnbar wirkte das alte Gemäuer auch wirklich nicht mehr. Was eigentlich schade war. Aber wenigstens hatte man die restlichen Mauern gesichert und den weiteren Verfall gestoppt. Die Burg trug man als Baudenkmal der Stadt Dortmund ein. Ich hielt mich gerne hier oben zwischen den alten Gemäuern auf.

 

Dann wurde es Zeit für den Rückweg. Ich durchquerte Syburg und fuhr über die Reichsmarkstraße, vorbei am Wannebachtal, hoch zur Wittbräucker Straße.

 

Die überquerte ich dieses Mal nur und fuhr gegenüber über eine Brücke in den Wald. Sah der breite Waldweg zunächst noch ganz gut aus, erwies er sich bergab als sehr steinig und holprig. Und so fuhr ich langsam den Berg mit meinen schmalen 25 mm Reifen herunter. Auf der anderen Seite ging es dann wieder etwas bergauf nach Kirchhörde. Die Straßen hatten mich wieder.

 

Am Friedhof Bittermark fuhr ich eine Sackgasse bergauf bis zu einem kleinen Wiesenpfad. Der war längst nicht so holprig wie der Waldweg vorher und brachte mich nach Lücklemberg. Anschließend ging es zurück nach Wellinhofen. Von hier wollte ich eine neue Strecke nach Hörde zurück fahren, endete aber immer wieder an der gleichen Baustelle, die die ganze Straße absperrte und unpassierbar machte.

 

Dafür traf ich auf einer meiner Fehlrunden auf diesen schön blühenden Baum. Die Großstadt konnte so schön sein. Man musste nur die richtigen Wege fahren und die Augen offen halten. Nach 29 km fand ich dann aber doch noch gut nach Hause. Eine schöne kleine Tour mit um die 500 Höhenmetern ging zu Ende. Die Sonne war auch schon weg und später sollte es noch regnen. Aber da war ich schon am arbeiten.

Jennifer aka Sonne_Wolken