4. Radtreff „Sturm“ Hombruch

03.08.2019

Der vierte Radtreff von „Sturm“ Hombruch startete wieder am ersten Samstag des Monats um 10 Uhr auf Phönix-West vor der Bergmann Bier Brauerei. Mit dabei waren dieses Mal Matthias, ein Vereinskollege, Andreas vom TUS-Westfalia-Sölde, Frank aus Hagen mit seinem Mountainbike, Mark und meine Wenigkeit. Das Wetter war trocken, aber bewölkt bei etwas über 20 Grad.

 

Ich fuhr mit meinem Mücke Rennrad aus Ende der 80er Jahre. Das war wahrscheinlich eine der letzten Fahrten mit dem Rad, da ich das Rahmenset wahrscheinlich bald verkaufen werde.

 

Zu fünft ging es dann um 10:15 Uhr los. Von Phönix-West fuhren wir nach Hörde, dann über die Semerteichstraße hoch zur B1. Diese überquerten wir und fuhren dann auf einer Radtrasse durch Körne.

 

An einer alten Industriemauer hatten sich die Graffiti-Sprayer ausgetobt.

 

Durch ein verkehrsarmes Industriegebiet gelangten wir nach Kirchderne.

 

In Derne wurde es dann auf einem als alte Bahntrasse eingezeichneten Weg sehr holprig. Grobes Kopfsteinpflaster wechselte sich mit grobem Schotter ab. Anscheinend hinkte hier die Wirklichkeit der Planung kräftig hinterher. Aber auch diese Passage meisterten wir, teilweise schiebend, und kamen schließlich wieder auf Asphalt an. Ich hätte diesen Abschnitt wohl besser vorher abfahren sollen.

 

Am Rande von Süd-Lünen kamen wir dann an diesem merkwürdigen Anhänger vorbei. Keine Ahnung welchem Zweck dieser diente.

 

Weiter ging es durch den Südpark in Lünen nach Westen.

 

So kamen wir zur Preußenhalde. Aber den Aufstieg über den Schotterweg ersparte ich der Gruppe und fuhr weiter nach Westen.

Über kleine, aber teilweise holprige Asphaltstraßen fuhren wir von Gahmen weiter Richtung Brechten.

 

Auf einer dieser Schlaglochpisten holte sich Matthias dann einen Plattfuß vorne. Mit vereinten Kräften war der Schlauch aber schnell gewechselt und es konnte weiter gehen.

 

Dann erreichten wir den alten Ortskern von Brechten. Fachwerkhäuser waren rund um eine alte Kirche gruppiert. In der Nähe der Evinger Straße machten wir dann Kaffeepause in einer Bäckerei.

 

Leider verlor ich dann meinen Track, als wir wieder losfuhren. So führte ich die Gruppe ein Stück Stadteinwärts über die Evinger Straße. Durch Eving ging es dann wieder rüber nach Osten.

 

Matthias verabschiedete sich dann und fuhr nach Hause, weiter Richtung City. Ich führte die Gruppe auf der Route des Hinwegs nach Süden. In einem Industriegebiet verabschiedete sich auch Andreas Richtung Sölde. Zu dritt fuhren wir dann die letzten Kilometer zurück nach Phönix-West. Dort kamen wir nach 39 km mit einem Schnitt von 17 km/h wieder an. Nun verabschiedete sich Frank, und Mark und ich setzten uns in den Biergarten. Einige Zeit später kam dann Ute, der es etwas besser ging noch dazu. So konnte die Tour gemütlich ausklingen. Der fünfte Radtreff wird dann nicht am ersten Samstag im September, sondern ausnahmsweise schon eine Woche vorher am Samstag den 31. August statt finden.

 

Jennifer aka Sonne_Wolken

Rickertausfahrt Juli 2019

28.07.20129

Ende Juli fand wieder eine Rickertausfahrt statt. Start war wieder das Stauwehr Westfalia in Lünen. Zu sechst fuhren wir kurz nach 11 Uhr los. Die Temperaturen waren deutlich angenehmer mit 21 bis 23 Grad, als die bis zu 39 Grad in den Tagen zuvor. Dafür war es bewölkt und die Sonne ließ sich dieses Mal nicht richtig blicken. Aber entgegen den Erwartungen gab es selbst am Nachmittag kein Gewitter und wir blieben trocken.

 

Ich fuhr mein blaues Rickert Spezial aus der letzten Serie von 2000 mit Shimano Ultegra 9-fach Ausstattung.

 

Die Tour fing erst einmal relativ harmlos mit der Fahrt Richtung Werne an. Ein paar relativ harmlose Anstiege die wir gut gelaunt meisterten.

 

Die Temperaturen waren sehr angenehm und nicht so drückend. Relativ viele Wolken sorgten dafür das es auch nicht deutlich wärmer wurde.

 

So ging es leicht wellig weiter nach Capelle.

 

In einem großen Bogen fuhren wir dann Richtung Westen.

 

Windmühlen gab es früher im Münsterland auch reichlich.

 

Dann erreichten wir den Rand von Lüdinghausen.

 

Dort folgten wir ein Stück der Osten-Stever.

 

Bis wir über eine schmale Holzbrücke den Fluss überquerten……..

 

….und eine kleine Graveleinlage mit unseren Rickerts absolvierten. Das war aber selbst mit meinen 23 mm Rennreifen kein Problem.

 

Vorbei ging es an abgeernteten Feldern.

 

Dann überquerten wir den Dortmund-Ems-Kanal. In Seppenrade erreichten wir dann mit schwindelerregenden 117 Metern den höchsten Punkt unserer Tour. OK, die Alpen konnten wir hier auch nicht erwarten.

 

Langsam wurde es Zeit für eine Pause. Ich ahnte schon wohin es ging.

 

Und richtig. Wir kehrten nach 55 km im Kökelsumer Bauerncafe ein. Hier wurden wir schon vom Erdbär begrüsst. Der brachte mich dann natürlich direkt auf die Idee Erdbärkuchen zu bestellen. Und der war echt lecker, der Kuchen, nicht der Bär. Der war einfach nur süß. Ob der wohl schon mal im früheren Leben einen Job als Goldbär bei Haribo hatte? Goldig sah er ja aus. Mich beschäftigte ja auch gerade die Neulackierung meines neuen Rickert Spezial, welches Sebastian mir mitgebracht hatte. Aber es würde wohl weder Gold noch Rot werden.

 

Die lange Tafel wurde dieses Mal nicht ganz voll. Aber wir genossen die Pause bei leckerem Essen und guten Gesprächen.

 

Frisch gestärkt fuhren wir weiter und nördlich an Olfen vorbei. Hinter dem Temscher See erreichten wir Selm.

 

Als der Himmel weiter zuzog, zog das Tempo vorne merklich an. Doch das befürchtete Gewitter bleib aus. Dafür hatten wir sogar am Bahnübergang freie Fahrt. In Netteberge ging es dann noch mal richtig bergauf. Im Schnitt 8 %, teilweise bis etwas über 9 % waren zu bewältigen. Dem Tempo vorne konnte ich nicht ganz folgen, aber an den Letzten blieb ich mit 14 bis 16 km/h gerade noch so dran. Hier war ich schon so einige Male hochgefahren.

 

Südkirchen passierten wir dann im Süden. Weiter ging es nach Werne und von dort Richtung Lünen.

 

Und als ich dachte nun ginge es auf geradem Wege nach Lünen, bog Tom nach Cappenberg ab und nahm jede Steigung mit. Und als wenn das nicht reichte, zogen Tom und Sebastian das Tempo bergauf ordentlich an und sprinteten als wenn es um den Bergpreis ginge. Ich fuhr mit meinem gleichmässigen Bergtempo ein Stück dahinter. Sprints waren nicht so meine Sache. Die Anderen trudelten dann dahinter oben am Scheitelpunkt ein. Zum Glück war ich immer noch fit und hatte einen guten Tag. So tats nicht so weh und ich konnte bergauf teilweise auch noch etwas forcieren. Da geht noch etwas. Von Jahr zu Jahr wurde ich bisher etwas stärker bergauf. Beharrlichkeit zahlte sich aus, auch wenn aus mir sicher keine richtige Bergziege mehr würde. Nach 102 km und ca. 500 Höhenmeter erreichten wir das Stauwehr mit einem Schnitt von 24,3 km/h. Gar nicht mal so langsam. Hat auf jeden Fall wieder Spaß gemacht. Und mal sehen wann ich dann bei der Rickertausfahrt mit meinem neuesten Rickert starten kann. Aber ich gehe mal davon aus das der Aufbau etwas länger dauern kann.

 

Hier noch die Rickertcrew von links nach rechts: Jürgen, Sebastian, Tom, Kai, ich (Jennifer) und Jörg. Bei den Rickert-Rädern waren die 60er, 70er, 80er, 90er und 2000er Jahre vertreten. Eine schöne bunte Mischung also.

 

Jennifer aka Sonne_Wolken

 

 

RTF Silschede 2019

20.07.2019

Am letzten Samstag fuhr ich nach Gevelsberg-Silschede um die dortige RTF zu bestreiten. Start sollte um 9 Uhr sein. Ich war rechtzeitig dort und traf Peter und Christine. Mit Peter wollte ich dann die 113 km Strecke fahren, in der Hoffnung vor den angekündigten Gewittern wieder drin zu sein. Noch war es aber sehr sonnig und Morgens mit 23 Grad noch angenehm warm.

 

Ich fuhr mein Peugeot Cologne von 1989, nun endlich mit weißen Sattel.

 

Gegen 9 Uhr holten wir uns den Startstempel und fuhren los. Zunächst führte die Strecke nach Westen Richtung Hasslinghausen und Wuppertal. Kurz nach dem Start kam dann mit 15 % direkt auch die steilste Rampe. Nach  etwas über 9 km kam dann mit 330 Metern dann auch die höchste Stelle der Tour.

 

Alter und neuer Wassertrum lagen sich direkt gegenüber. Während der Alte wie ein Schlossturm wirkte, hatte man bei dem Anderen das Gefühl ein Ufo sei gerade gelandet.

 

Bei Ibach bogen wir dann rechts Richtung Norden ab. Hier gab es kleine Orte mit Namen wie z.B. König und An der Tente. Ansonsten erwartete uns eine längere Abfahrt bis auf 90 Meter runter.

 

In schneller Fahrt ging es nach Langenberg.

 

Kurz hinter Bonsfeld hatten wir dann das Ende unserer Abfahrt erreicht und es ging rechts den Berg hoch. Nun folgten wir bergauf dem Tal des Felderbachs.

 

Nach 35 km kam an einem Anstieg die erste Kontrolle kurz vor Sprockhövel, direkt an einem Friedhof. Doch trotz der Hitze, es waren mittlerweile um die 30 Grad, wollten wir uns noch nicht beerdigen lassen. Ein paar salzige Cracker für den Mineralhaushalt und vor allem Wasser für die Trinkflasche, dann fuhren wir weiter.

 

Über Bredenscheid führte die Strecke in einem Bogen um Holthausen nach Blankenstein.

 

Landschaftlich war es hier richtig schön. Wälder, Wiesen und Hügel bildeten eine interessante Komposition. Ein kleines Stück ging es dann am alten Ruhrbett entlang.

 

Nach ca. 54 km erreichte ich den Schacht Margarethe und machte einen Fotostop. Hier war seit Ende des 19. Jahrhunderts in kleinem Rahmen Kohle abgebaut worden. Anfangs arbeiteten hier nur 4 Bergleute. Das Muttental war voll mit diesen kleinen Zechen, die teilweise bis in die 50er Jahre betrieben wurden.

 

Nach der Zeche erreichte ich wieder die Ruhr und fuhr am Domizil der DLRG vorbei.

 

Nach 57 km erreichte ich dann die zweite Kontrolle auf einem Parkplatz hinter dem Bergbaumuseum Zeche Nachtigal in Witten. Hier traf ich Peter wieder und versorgte mich mit Wasser. Bei der Hitze immens wichtig, zumal ich nur eine Trnikflasche mit 0,5 Liter hatte. Meine Klassiker stammten halt noch aus einer Zeit wo trinken während des Radsports als Schwäche galt.

 

Kurz nach der Kontrolle überquerten wir die Ruhr in Witten und folgten ihr flussaufwärts. Derweil zog sich der Himmel immer mehr zu und die Luft wurde richtig drückend. Die Temperaturen lagen immer noch über 30 Grad. Da war ordentlich schwitzen angesagt. Kurz vor Wetter verließen wir das Ruhrtal und bogen links ins Ardeygebirge ab. Nun ging es hoch nach Westende.

 

Nach einem Bogen erreichten wir die Wittbräucker Straße am Rande von Dortmund. Der Straße folgten wir Richtung Hohensyburg. Unterwegs begegneten uns dann diese merkwürdigen Fahrzeuge, eine Mischung aus Hot Rod und Autoscooter. All zu schnell waren die kleinen Kisten aber nicht. Wir kurbelten uns weiter fleissig den Berg hoch. Für mich eine bekannte Strecke, war ich hier doch ab und zu unterwegs, wenn ich mal wieder ein Rad fertig gestellt hatte und es auf Herz und Nieren testen wollte. Auch die Hohensyburgstrasse auf die wir dann abbogen war mir gut bekannt.

 

Kurz vor der Burg stürzten wir uns dann aber rechts die Serpentinen zur Ruhr herunter. Hier kannte ich wirklich jede Kurve. Von der Ruhrbrücke hatte ich dann rechts einen schönen Blick auf den Hengsteysee und das Koepchenwerk, ein Pumpspeicherkraftwerk von 1930.

 

Hinter der Ruhr ging es dann rechts wieder bergauf, vorbei an Bathey und Hengstey. Direkt an der Ruhr war dann noch vor der Fußgängerbrücke nach 78 km die dritte Kontrolle. Hier verpflegten wir uns noch einmal. Mittlerweile hatte es sich schon sehr zugezogen, aber wir waren optimistisch das wir noch trocken ins Ziel kämen.

 

Dieser Optimismus war leider unbegründet. Wir waren gerade über die Brücke an der Kontrolle, da fielen die ersten Tropfen. Doch es regnete nicht stark und war immer noch warm. So verzichteten wir auf die Regenjacken. Weiter ging es durch Herdecke, das wir mit seinem geschäftigen Einkaufstreiben aber schnell hinter uns ließen. Dann ging es wieder bergauf an den Rand des Ardeygebirges. So passierten wir das Cuno Kraftwerk. Für mich als Dortmunderin war dieser Teil der Strecke natürlich immer noch Heimspiel. Durch Wetter kürzte die Strecke dann die Ruhrschleife ab und führte uns auf die andere Seite des Flusses nach Oberwengern.

 

In Wengern fuhren wir dann auf die Elbschetalbahntrasse, die uns endgültig weg von der Ruhr führte. Der Regen hatte zwischendurch etwas zugelegt, aber wir waren ja eh schon nass. Einige stellten sich unter, aber die Straßen waren nass und die meiste Nässe kam von unten. Also auch egal. Die Bahntrasse war übrigens immer zwischen 2 und 3 % ansteigend. So machten wir nochmal einige Höhenmeter.

 

Nach der Trasse fuhren wir dann weiter am Elbschebach entlang und durchquerten schließlich das Industriegebiet an der Esborner Mühle. Mittlerweile hatte es aufgehört zu regnen und die Straßen und wir trockneten langsam wieder ab. Bis Leveringhausen ging es noch einmal richtig bergauf. Nach 104 km und 1500 Höhenmeter erreichten wir Silschede mit einem Schnitt von 23,2 km/h. Die Strecke war schön, anspruchsvoll und alles andere als flach. Mir hat es trotz des Regens zum Schluss und der Hitze gut gefallen. Nach der Abmeldung musste ich leider erfahren das Morgens Jemand sein schönes weißes Colnago geklaut worden war. Und neben einer der Kontrollen hatte der Blitz eingeschlagen. Aber zum Glück wurde Niemand verletzt. Von der Strecke und der Organsisation her kann ich die RTF in Silschede jedenfalls wirklich empfehlen. Sie steht auf jeden Fall nächstes Jahr wieder auf meiner Liste. Mein Peugeot und ich freuen uns schon drauf.

 

Jennifer aka Sonne_Wolken

„Fahrt des Grauens“ – Die Abschlusstour 2019

14.07.2019

Am Sonntag war für die meisten Teilnehmer Abreisetag in Jena. Einige blieben jedoch bis Montag. Ich hatte vor erst am Sonntag Abend nach Hause zu fahren. So kam es am Sonntag dank Jens noch zu einer Abschlusstour. Es war sehr bewölkt und hatte in der Nacht und am frühen Morgen geregnet. Aber die Temperaturen kletterten wieder über 20 Grad und ich hatte die Hoffnung das wir wieder Glück haben würden und trocken blieben.

 

Ich fuhr natürlich wieder mein Gazelle Formula Cross. Mit Jens, Andreas, Torsten und Theo ging es dann zu fünft nach Verabschiedung vieler Mitfahrer vom Samstag am Bahnhof Paradies spät Vormittags in Jena los.

 

An der Saale entlang fuhren wir nach Süden. Das Profil war wellig mit teilweise zwar kurzen aber knackigen Anstiegen. Meine Beine waren noch vom Vortag schwer und meine Muskeln machten direkt zu. Dementsprechend hatte ich große Mühe den Mitfahrern zu folgen.

 

Durch den Park auf dem Lobedabergtunnel fuhren wir an den alten, aber renovierten Plattenbauten in Lobeda-West vorbei.

 

Weiter ging es nach Zöllnitz. Nun wurde es ländlicher. Über Laasdorf und Gernewitz kämpfte ich weiter mit meinem Formtief. Schön war die Strecke trotzdem. Manchmal musste man sich halt auch quälen.

 

Hainbücht und Stadtroda waren die nächsten Stationen.

 

Zwischendurch war es mal fast flach, aber auch hier hatte ich Probleme den Anderen zu folgen.

 

Kurz vor Tröbnitz ging es dann wieder etwas stärker bergauf.

 

In Tröbnitz bogen wir dann rechts Richtung Lichtenburg ab. Bis zur Burg waren jetzt 200 Höhenmeter zu erklimmen. Das konnte ja heiter werden. Die Anderen zogen mir an der Steigung dann auch wieder davon.

 

Doch dann fand ich meinen Rhytmus und merkte wie schon nach wenigen hundert Metern die Blockade aus meinen Beine wich und ich endlich ein höheres Tempo anschlagen konnte. Ich war wieder dabei. In Trockenborn-Wolfersdorf hatte ich den ersten Mitfahrer bereits wieder überholt. Die Anderen warteten dann schon am Abzweig. Ab hier konnte ich das Tempo dann wieder einigermaßen mitgehen.

 

Endlich wieder in besser Form machte die Steigung natürlich deutlich mehr Spaß. Dann kam die Leuchtenburg auch schon in Sicht. Da mussten wir noch hoch.

 

In Seitenroda erklommen wir die steilen Serpentinen hoch zur Burg. Auch hier kam ich wieder gut klar.

 

Von der Leuchtenburg hatte man, trotz der starken Bewölkung, einen tollen Ausblick in die Umgebung. Am Horizont sahen wir auch Jena. Im Café versorgten wir uns mit Getränken und einem kleinen Snack. Für mich gab es Rhabarberlimonade und einen Donut.

 

Natürlich schaute ich mir auch das Burggelände etwas an. Es war ein bunter Mix aus sehr altem mittelalterlichen Gemäuer, Gebäuden aus dem 16./18. Jahrhundert und moderner Architektur. Nach der verdienten Pause zogen wir uns Windjacken über und stürzten uns in die Abfahrt. Von 400 m über NN ging es jetzt wieder runter auf 150 m über NN.

 

Neben den rasanten Abfahrten gab es aber auch den ein oder anderen kurzen Gegenanstieg. Aber meine Schwächephase war vorbei. Es lief wieder. Die Orte Oberbodnitz und Unterbodnitz flogen auf der Abfahrt nur so an uns vorbei.

 

Kurz vor Jägersdorf war die rasante Abfahrt dann zu Ende. Das Streckenprofil wurde wieder leicht wellig, aber ohne steile Anstiege und Abfahrten.

 

Auf der anderen Seite der Saale befanden wir uns dann bereits wieder in der Anfahrt auf Lobeda. Die Plattenbauten waren schon am Horizont zu sehen.

 

Dieses Mal fuhren wir Richtung Norden durch den Park bei Lobeda. Der Himmel wurde verdächtig dunkel. Wir hofften das wir auf den letzten Kilometern noch trocken blieben.

 

Über Wöllnitz kamen wir dann nach Jena rein. Auf den letzten 3 Kilometern fing es dann doch tatsächlich noch zu nieseln an. Aber sehr naß wurden wir nicht. An der Pumpstation Jenaplan stellten wir uns unter und verabschiedeten uns von Jens. Mit den Anderen verabredete ich mich noch für den Nachmittag um etwas essen zu gehen. 60 km mit einem Schnitt von 23,5 km/h und über 500 Höhenmeter hatten wir absolviert. Eine schöne Schlussfahrt für den Sonntag. Noch einmal vielen Dank an Jens.

 

Jennifer aka Sonne_Wolken

 

 

„Fahrt des Grauens“ – Die Tour 2019

13.07.2019

Nach der Anreise am Freitag und einer sehr kurzen Tour mit ein paar Leuten durch Jena, sollte am Samstag die große Tour nach Weimar statt finden. Um 9:30 Uhr war Treffen am Markt in Jena. Mit meinen vier Mitbewohnern der Ferienwohnung war ich bereits etwas früher da. Natürlich war auch Markttag auf dem Markt. Wir plazierten unsere Räder rund ums Denkmal. Nach und nach trafen dann immer mehr Mitfahrer ein. Ich hatte mein rotes Gazelle Formula Cross von 1990 dabei. Die Crossreifen hatte ich gegen 28 mm Rennreifen getauscht und zusätzlich noch Schutzbleche angesteckt.

 

Der Platz rund um das Denkmal füllte sich mit alten Rennrädern. So eine große Ansammlung von Klassikern hatten die Jenaer anscheinend noch nicht gesehen.

 

Mit etwas über 30 Leuten fuhren wir dann nach Nordwesten aus der Stadt heraus. Zunächst ging es durch die Gassen der Altstadt.

 

Nach nur 1,7 km dann der erste Plattfuß. So war warten angesagt bis die Panne behoben war, dann ging es weiter.

 

Kurz darauf bogen wir links ab und kamen direkt an den ersten richtigen Anstieg. Auf teilweise steilen Rampen machten wir jetzt ordentlich Höhenmeter. Ca. 3,5 km ging es jetzt nur noch bergauf. Die steilen Rampen machten mir zu schaffen. Plötzliche Rhytmuswechsel waren noch nie meine Sache. Ich mochte lieber gleichmässige Anstiege.

 

Aber auch für mich war bald die Spitze des Berges in Sicht. Dort wurde sich gesammelt.

 

Dann stürzten wir uns in die Abfahrt nach Grossschwabhausen. Danach ging es direkt wieder bergauf nach Döbritschen. Die lange Abfahrt führte dann über Kleinschwabhausen und Lehnstedt entlang des Lehnstedter Bachs nach Melingen.

 

Kurz vor Taubach unterquerten wir dann die Bahnlinie.

 

Aufgrund der verschiedenen Tempi wurde die Gruppe ziemlich auseinander gezogen. Vorne wurde teilweise ein recht hohes Tempo gefahren. Das machte es für mich schwer dran zu bleiben. Aber meistens hatte ich die vordere Gruppe zumindest noch im Blick.

 

Wir erreichten Ehringsdorf und Oberweimar. Nun war unser erstes Ziel nicht mehr weit.

 

Durch den Olmpark erreichten wir nach ca. 25 km das Gartenhaus, in dem Goethe sechs Jahre lang gelebt hat. Was für die einen nur ein Gartenhaus war, ist für andere ein ziemlich großes Haus.

 

Weiter ging es in die Innenstadt von Weimar. Vor dem Deutschen Staatstheater besuchten wir dann Goethe und Schiller. Was die Dichter wohl zu unseren Klassikern gesagt hätten? Zu ihren Lebzeiten gab es immerhin schon das Laufrad des Herrn Drais.

 

Überall in der Altstadt wurde mit Goethe und Schiller geworben.

 

Weiter auf unserer Sightseentour fuhren wir dann zum Stadtschloss. Hier warteten wir eine Weile bis alle wieder zusammen gefunden hatten und ein Defekt behoben war.

 

Entlang der Ilm ging es dann wieder aus Weimar raus. Vorne wurde wieder richtig Tempo gemacht und Peter und ich konnten kaum folgen.

 

Bislang war es trocken geblieben, aber der Himmel hatte sich immer weiter zugezogen. Teilweise konnte man am Horizont den Regen fallen sehen. Aber wir hatten Glück und trafen nur auf nasse Straßen. Dank der Schutzbleche blieb mein Hintern trocken.  Wir folgten der Ilm weiter nach Kromsdorf und Ossmannstedt.

 

Eigentlich sollte dann eine Pause gemacht werden, aber unser Tourguide verpasste wohl den Abzweig und wir fuhren einige Kilometer extra, bevor es auffiel. Also ging es wieder zurück. Direkt an der Wasserburg Niederrossla bekamen wir dann nach ca. 46 km die ersehnte Pause.

 

Die Sonne hatte ein Einsehen und kam zumindest ein bisschen durch die Wolken. Die Jenaer hatten einen VW-Bus als Begleitfahrzeug dabei. Es wurde ein Buffet mit Bananen, Brötchen, und Klößen mit Soße aufgebaut. Sogar an Gaskocher für das warme Essen war gedacht worden. Dazu gab es kühle Getränke. Wir genoßen die Pause. Einige legten sich sogar auf die trockene Wiese. Wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter.

 

Wir folgten weiter dem Ilmtal-Radweg nach Maltstedt. Die Straßen waren teilweise wieder nass. Wir fuhren wohl dem Regen hinterher. Aber von Oben kam nichts mehr.

 

Bad Sulza wurde durchquert, bevor wir in Grossheringe auf die Saale trafen und ihr folgten. Das Profil der Strecke war sehr wellig, aber größere Anstiege kamen nicht mehr. Wachau und Stöben waren die nächsten Orte die wir erreichten. Ich fuhr immer so 100 bis 200 m hinter der ersten Gruppe. Hinter mir zerstreuten sich die restlichen Mitfahrer. Aber da wir immer dem Fluss folgten, konnte man sich eigentlich nicht mehr verfahren. Nach Dorndorf kamen wir nach Golmsdorf. Von hier war es nicht mehr weit nach Jena.

 

Nach dem letzten steilen Anstieg warteten wir, bis wieder alle Teilnehmer beisammen waren. Das dauerte eine Weile und leider fehlte Peter. Keiner wusste wo er abgeblieben war. So ging es nur fast komplett bergab zum Erlkönig, den wir nach 93 km und knapp 800 Höhenmeter mit einem Schnitt von 22,6 km/h erreichten. An einem kleinen Teich hatte ein Fürst die Statue des berühmten Erlkönigs in die Felswand bauen lassen. Angeblich war die Idee zum Gedicht Goethe hier gekommen. Ob es stimmt wird man wohl nie erfahren. Wir bekamen eine Teilnehmermedaillie und kühle Getränke. Dann machten wir uns auf den Weg nach Jena. Abends trafen sich dann Alle im Schillercafe in Jena. Wie ich erfuhr hatte sich Peter kurz nach unserer Abfahrt auch noch am Erlkönig eingefunden. Alle hatten also die Tour geschafft. Landschaftlich und kulturell war das wirklich ganz großes Kino. Auf jeden Fall ein Grund noch einmal nach Jena zurück zu kehren.

 

Jennifer aka Sonne_Wolken

Juli Ausfahrt der Klassiker Lünen

07.07.2019

 

Am ersten Sonntag im Juli hatte Tom wieder zur Klassikerfahrt gerufen. Treffpunkt war wie immer das Stauwehr Westfalia in Lünen. Dieses Mal sollte es rund um Unna gehen. Zu sechst ging es am späten Vormittag los. Es war trocken und warm, aber bewölkt.

 

Ich fuhr mein RIH Mistral von 1981.

 

Vom Stauwehr aus fuhren wir Richtung Süden über den Kanal und dann vorbei an Niederaden zum Kurler Busch.

 

Durch Wasserkurl und Afferde fuhren wir bis Königsborn.

 

In Königsborn ging es dann auf eine alte Bahntrasse Richtung Welver.

 

Zwischendurch war die Bahntrasse mal unterbrochen und kreuzte eine noch in Betrieb befindliche Trasse.

 

Bis auf einen kurzen Stop gab es zunächst keine Pause.

 

Einige Kilometer vor Welver verließen wir die Bahntrasse und fuhren über kleine Straßen Richtung Westen nach Wambeln.

 

Nach ca. 47 km bekamen wir dann in Flierich unsere wohlverdiente Pause in Haus Böinghoff. Dort stärkten wir uns mit Kaffee und Kuchen, bevor es auf den Rückweg ging.

 

Wir fuhren nun leicht nach Nord-West Richtung Bönen.

 

Als die Bewölkung immer dunkler wurde, zog Tom das vorher moderate Tempo stark an. Ich hatte Mühe die Tempoverschärfung mitzumachen und ließ etwas abreißen. Plötzliche Tempowechsel waren einfach nicht meine Sache.

 

Kurz vor Bönen erreichten wir die ehemalige Zeche Königsborn. Der Förderturm von Schacht 4 war schon ziemlich markant.

 

Ein idealer Hintergrund für eine kurze Fotosession unserer Räder.

 

Hinter Nordbögge folgten wir dann eine Weile den Bahnschienen, bevor wir nach Norden abbogen und Lerche erreichten.

 

Im Stadtpark von Werne gab es dann noch ein Gruppenfoto vor der Saline. Von links nach rechts: ich (Jennifer), Gerhard, Tom, Sebastian, Jörg und Jürgen.

 

Nach Westen raus verließen wir Werne wieder.

 

Parallel zur Lippe fuhren wir westlich nach Lünen zurück.

 

Nach knapp 90 km erreichten wir das Stauwehr Westfalia mit einem Schnitt von ca. 22,5 km/h trocken und wohlbehalten. Mir gefiel es das wir nicht schon wieder ins Münsterland fuhren. Und dieses Mal blieb ich auch von den Eichen-Prozessionsspinnern verschont.

 

 

Jennifer aka Sonne_Wolken

3. Radtreff „Sturm“ Hombruch

06.07.2019

 

Am ersten Samstag im Juli war wieder Radtreff von „Sturm“ Hombruch. Es war trocken, aber zeitweise bewölkt bei 20 bis 25 Grad. Um 10 Uhr trafen wir uns wieder auf Phönix-West an der Bergmann Bier Brauerei. Drei Mitfahrer, Ute, Marc und Felix wollten mitfahren. Um ca. 10:10 Uhr fuhren wir dann gemeinsam los. Ute fuhr ihren Alurenner von Batavus, Felix fuhr ein modernes Rennrad von Cube, eine Art Mischung aus Gravelbike und Randonneur und Marc fuhr sein frisch erworbenes Rickert Spezial aus den 90er Jahren mit komplett verchromtem Rahmen.

 

Ich fuhr mein Gazelle Formula Cross von 1990. Es sollte der letzte Test vor dem Wochenende in Jena für das Rad sein.

 

Morgens war in und vor allem im Biergarten der Brauerei noch nichts los.

 

Von Hörde aus führte ich unsere kleine Gruppe zunächst hoch nach Wellinghofen. An der alten Kirche bogen wir dann links nach Brücherhof ab. Dann kam die größte Steigung der Tour hoch nach Höchsten bis auf über 200 m. Ute hatte dieses Mal deutlich weniger Probleme, da sie mit ihrem Rennrad fuhr und auch wieder etwas fitter war. Bergauf fuhr jeder das eigene Tempo. Oben wurde dann gewartet.

 

Nach der Abfahrt nach Holzen-Rosen ging es Mitten durch Schwerte. Doch schnell ließen wir die Einkaufsstraßen von Schwerte hinter uns und fuhren Richtung Geisecke.

 

Hinter Geisecke dann endlich wieder freies Land und schmale Landstraßen im Ruhrtal.

 

In Altendorf verließen wir das Ruhrtal und bogen links Richtung Billmerich ab.

 

Nun kam die zweite und letzte große Steigung hinauf auf den Haarstrang bis auf 185 m.

 

Zum Glück war es nicht sonderlich steil und die Steigung ließ sich sehr gleichmäßig fahren.

 

Der Ausblick aufs Ruhrtal und die am Horizont liegenden Berge des Sauerlandes war grandios. Auch diese Steigung wurde von allen ohne große Probleme gemeistert. Zur Belohnung gab es dann eine Kaffeepause in einem kleinen, netten Café in Billmerich.

 

Nach der Pause verließen wir Billmerich Richtung Holzwickede. Ein paar kleinere Steigungen waren noch zu meistern.

 

Von Holzwickede ging es dann wieder über Land nach Sölde und dort hatten wir wieder Dortmunder Stadtgebiet erreicht. Wir striffen Aplerbeck und Schüren und fuhren dann oberhalb des Phönixsees. Direkt unten am See war es Samstags bei dem guten Wetter einfach zu voll.

 

Erst hinter dem See stießen wir auf die Trasse des „Feurigen Elias“ nach Pnönix-West. Wir kamen auch am ehemaligen Magazin des Stahlwerks vorbei, wo mittlerweile Wohnungen drin waren.

 

Die Rampe hoch zur Brücke über die Emscher war noch befahrbar, aber die Brücke selber war überraschenderweise wegen Bauarbeiten gesperrt. Ich führte die Gruppe unten an der Emscher entlang zum Westfalenpark und von dort über eine kurze, steile Rampe hoch nach Phönix-West. Nach 41 km kamen wir mit einem Schnitt von 18 km/h wieder an der Brauerei an. Wir besorgten uns alle ein Bier und setzten uns in den schon gut besetzten Biergarten. Dort saßen wir eine ganze Weile und quatschen noch. Für mich war es ein toller Tag mit einer schönen Tour und netten und interessanten Mitfahrern.

 

Jennifer aka Sonne_Wolken