Klassikfahrt Münster im Mai

12.05.2019

Bei fast frühlingshaftem Wetter fanden wir uns um 12 Uhr am Freibad Stapelkotten ein. Es gab einen Mix aus Sonne und Wolken bei Temperaturen um die 12 Grad. In der Sonne war es gefühlt ganz angenehm. Leider waren die Vorhersagen mal wieder schlechter als die Realität und so hielt sich der Andrang in Grenzen. Sebastian, Daniel, Jörg und ich fanden uns mit unseren Stahlklassikern zur zweiten Klassikfahrt Münster 2019 ein.

 

Das schicke DeRosa brachte Sebastian mit. Das gefiel mir sehr gut.

 

Daniel kam mit seinem Gazelle Champion Mondial von 1984. Ein wirklich toller Stahlrahmen.

 

Jörg fuhr das älteste Rad in unserer Gruppe. Sein Bauer stammte noch aus den 60er Jahren.

 

Ich fuhr mit meinem Gazelle Formula Cross von 1990 in Amstel-Rot aus Reynolds 525 Rohren. Den Crosser hatte ich extra für die Straße umgebaut. Mit den 28 mm breiten Rennreifen bügelte es viele Unebenheiten glatt. Die gelben Zughüllen würde ich bei der nächsten Revision gegen schwarze austauschen. Im Winter war ich mit dem Rad noch die Westfalen Winter Bike Trophy gefahren, eine Serie von Geländefahrten. Das Gazelle konnte beides gut, Gelände und mit den richtigen Reifen Straße fahren.

 

Wir fuhren bei einem Mix aus Sonne und Wolken Richtung Warendorf. Da wir keinen starken Gegenwind hatten, war das Tempo recht flott.

 

Wolbeck, Alverskirchen und Everswinkel waren die Stationen. Vor gut einem Jahr war dies schon einmal die Route der Klassikfahrt Münster.

 

Trotz des Tempos gab es noch Gelegenheit sich zu unterhalten. Wir konnten alle das Tempo mühelos halten.

 

In der Sonne war es ganz angenehm. So passierten wir Freckenhorst und bogen kurz vor Warendorf ab.

 

In Neuwarendorf machten wir wieder Pause im Landgasthof Allendorf. Mein Gazelle hatte sich mit den breiten Reifen bislang sehr gut geschlagen.

 

Während wir Kaffee und Kuchen (und ich ein alkoholfreies Radler) genossen, zog sich der Himmel etwas zu und die Sonne verschwand. Direkt redete die Hälfte unserer Gruppe von drohendem Regen. Wir anderen Beiden waren der Meinung das es bald wieder heller würde. Wir hatten Recht, zum Glück.

Zurück ging es dann Richtung Westen wieder flott. Die Sonne ließ sich jetzt seltener blicken und es wurde doch etwas kühler.

 

Nach 56 km mit einem Schnitt von 24,6 km/h kamen wir trocken und gut gelaunt wieder am Freibad an. Eine schöne Radrunde ging zu Ende. Wir verabschiedeten uns und ich packte meine treue Gazelle ins Auto und fuhr Heim. Leider vergaß ich die gefahrene Strecke auf meinem Garmin zu speichern und so bekam ich die Orte nur noch ungefähr aus dem Kopf zusammen.

Jennifer aka Sonne_Wolken

Stalen Ros in Deurne/NL

05.05.2019

 

Der Klassikermarkt für alte Rennräder und Teile in Deurne fand zum ersten Mal im Mai statt. Entsprechend groß war der Andrang und auch das Angebot ließ nicht zu wünschen übrig.

Hier mal ein paar Bilder aus Deurne:

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Das Peleton nimmt bereits Aufstellung. Stalen Ros kurz vor dem Startschuss (dem imaginären).

 

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Thema der Ausstellung war dieses Mal…. Wie hieß noch mal die fast unbekannte englische Marke?….Ach ja…….. Raleigh.

 

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Die haben aber auch schöne Räder gebaut. Da bekam nicht nur ich glänzende Augen.

 

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Waren auch ein paar große Räder dabei.

 

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Dann habe ich mich mit einem Sammler unterhalten dem unter anderem dieses Masi gehörte. Er bekam es total vergammelt und restaurierte es komplett.

 

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Das Freschi gehörte wohl mal einem Profi der damit einen Unfall hatte. Als der Sammler es vor 20 Jahren bekam, waren Ober- und Unterrohr eingeknickt. Er brachte es zum Rahmenbauer und ließ es reparieren. Dabei kam dann auch das zu moderne Oberrohr mit innenliegender Zugführung ans Rad. Ursprünglich wurde der Zug mit Oberrohrschellen gehalten.

 

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Jede Menge Rahmensets gab es auch. Zum Glück nur wenig in meiner Größe.

 

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Etwas weiter oben (leider habe ich davon kein Foto) stand ein komplettes Rad aus den 50er Jahren. Es war glaube ich Louis Bobbet gelabelt und dreckig und patiniert, aber komplett. Der Rahmen schien mir etwas größer. Da es nur 75 € kosten sollte, maß ich mal nach. Leider hatte der Rahmen nur 60 cm. Das wäre für mich etwas knapp gewesen. Aber für 75 € schien mir das ein echter Schnapper zu sein. Leider vergaß ich ein Foto zu machen und als ich wieder vorbei kam, war das Rad weg. Wunderte mich bei dem Preis echt nicht.

 

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Die schicken Trinkflaschen waren neu (nicht nos) und wie ich fand relativ preiswert. Habe mir drei Stück davon mitgenommen.

Ansonsten habe ich brav meine Einkaufsliste abgearbeitet und vieles was ich dringend brauchte bekommen. Aber so diszipliniert war ich bisher selten. Habe sogar mehreren Rädern und Rahmen widerstanden. Möchte erst mal meine noch offenen Projekte beenden.

 

Und hier kommen meine Fänge von Deurne. Dieses Mal war nichts Größeres dabei. Auch wenn mir zum Schluss noch ein Crosser Rahmenset in 61 cm für 15 € über den Weg lief. Aber da steckte mir zu viel Arbeit drin, und so ließ ich ihn stehen.

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Der teuerste Fang Heute war der nosige Flaschenhalter aus den 50er Jahren rechts auf dem Bild. Der kommt an mein FBL-Rickert. Der linke stammt aus den 60er Jahren. Der mittlere ist für meinen roten Gazelle Crosser von 1990.

 

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Flaschenhalter kann ich immer gebrauchen. Also habe ich mir einige gut erhaltene unter anderem von TA und Cobra rausgesucht, teilweise mit Schellen.

 

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Die alte französische Alupumpe von Okí habe ich ebenfalls dringend für mein FBL-Rickert von 1959 gesucht. Die ist alles andere als nosig und hat sogar einige Dellen. Dafür pumpt sie noch gut. Passende Halter mit Schelle fürs Sitzrohr habe ich auch gefunden.

 

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Das neuwertig aussehende Campagnolo Record Schaltwerk (8-fach) kommt an mein Eddy Merckx Corsa Extra.

 

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Der nosige aus grauem Wildleder gefertige Sattel von Italia Mundialita kommt ebenfalls ans Eddy Merckx.

 

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Die Campagnolo Athena Kurbel kommt als Provisorium auch erst einmal ans Eddy Merckx.

 

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Die drei Flaschen sind nicht Nos, sondern neu, also aus aktueller Produktion. Vorteil: man kann sogar daraus trinken.
Die linke Flasche mit Campagnolo kommt ans FBL-Rickert. Die mittlere ist für mein Raleigh 653 Race und die rechte Flasche natürlich für mein Eddy Merckx Corsa Extra. Die Lenkerendstopfen links auf dem Foto kommen natürlich auch ans Eddy Merckx.

 

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Bisschen Kleinkram gab es auch noch. Das Baumwolllenkerband kommt an keinen Lenker, sondern ist für die Pedalhaken, damit die meine Schuhe nicht kaputt machen.So habe ich dieses Mal meine vorher erstellte Liste schön abgearbeitet und nichts Unerwartetes gekauft. Da ich noch genug Räder im Aufbau habe, war ich froh kein Rahmenset gekauft zu haben. Es soll ja endlich auch mal etwas fertig werden und ich habe jetzt schon eine große Auswahl an klassischen fahrbereiten Rennrädern.

 

Jennifer aka Sonne_Wolken

Radtreff „Sturm“ Hombruch Mai 2019

04.05.2019

Am ersten Samstag im Mai fand der erste Radtreff von „Sturm“ Hombruch an der Bergmann Bier Brauerei auf Phönix-West in Dortmund-Hörde statt. Die Wettervorhersage war eher ungünstig und versprach kühles Wetter mit einigen Regenschauern. So waren meine Erwartungen an die Anzahl der Mitfahrer nicht allzu hoch. Torsten und Jost fanden sich trotzdem ein. Zusammen ging es dann um 10:15 Uhr auf eine kurze 40 km Runde.

 

Ich fuhr mit meinem Rose AL100, genannt Bully. Das ehemalige Mountainbike diente mir mittlerweile eher als Einkaufs- und Reiserad. Mit seinem Gewicht von 15 kg also genau das richtige für eine eher gemütliche Runde.

 

Das alte Stahlwerk auf Phönix-West diente mir natürlich wieder als Fotokulisse.

 

Zu dritt fuhren wir über die alte Trasse des feurigen Elias rüber nach Phönix-Ost und kamen so zum Phönixsee. Wo jetzt der See war, befand sich bis Anfang der 90er Jahre noch ein Stahlwerk. Die Wolken drohten zwar unverholen, aber es war noch trocken.

 

Weiter fuhren wir entlang der Emscher bis nach Alt-Schüren. Dort verließen wir die Emscher und fuhren hoch zur Stadtkrone Ost.

 

Nach der Überquerung der B1 ging es zur Pferderrennbahn und dann dahinter entlang der Bahnlinie.

 

Auf der Rückseite der Pferderennbahn befand sich immer noch die alte Mauer, die mittlerweile der Graffitikunst diente. Das gesprayte Bild verdeutlichte sehr gut, wie ich mich manchmal fühlte, eben einfach neben der Spur.

 

Kurz vor Asseln  verließen wir die Bahnlinie und bogen links Richtung Kurl ab. Wir umfuhren das Wickeder Holz in einem Bogen und kamen nach Wickede. Zwischendurch kam immer mal wieder kurz die Sonne raus. Es war immer noch trocken, allen Vorhersagen zum Trotz.

 

Von Wickede ging es dann teilweise wieder sehr ländlich rüber nach Holzwickede. Am anderen Ende von Holzwickede erreichten wir dann den Emscherweg, dem wir bis hinter Aplerbeck folgten.

 

Schnell hatten wir wieder den Phönixsee erreicht. Die Wolken wurden immer dunkler.

 

Meine beiden Mitfahrer und ich blieben aber bis zum Schluss trocken. An der Brauerei genehmigten wir uns noch ein Bier, als doch gerade ein erster kurzer Schauer herunter kam. Ich kam auf 41 km mit einem Schnitt von 20 km/h. Schade das anscheinend einige Angst vor dem Wetter hatten. Vielen Dank an meine beiden Mitfahrer Torsten und Jost.

 

Ich musste mich dann ein wenig beeilen, da mein Verein auch noch einen Stand auf dem Stadtteilfest in Dortmund-Hombruch hatte. Dort war ich für den Nachmittag eingeteilt.

 

An sich waren wir immer zu dritt am Stand und verkauften Bratwürste.

 

Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Am Nachmittag gab es Hagel und sogar Schneeschauer und bald sah es auf dem Marktplatz eher nach Winter als nach Frühling aus.

 

Nach dem Schnee kam dann langer andauernder Regen. Nach und nach bauten alle Stände ab. Selbst der Getränkestand packte zusammen. Nur wir harrten aus und bekamen in den Trockenphasen wieder ein paar Kunden. Als die Abendschicht kam, fuhr ich durchgefroren nach Hause. Das Leben ist eben kein Ponyhof. Niemand weiß das so gut wie Radsportler/innen.

Jennifer aka Sonne_Wolken

RTF Sturmvogel Dortmund

01.05.2019

Am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, fuhr ich ans andere Ende der Stadt nach Eving. Der Wecker klingelte schon früh, damit ich pünktlich am Start war. Sehr müde kletterte ich aus dem Bett. Die Wettervorhersage sprach ein paar Tage vorher noch von 15 bis 17 Grad und Sonne. Doch leider war es morgens mit 6 Grad eher kühl und dazu sehr feucht/neblig. Ich fand mich früh an der Schule in Eving ein und nach und nach trudelten jede Menge bekannter Gesicher ein. Christine traf ich bereits auf dem Parkplatz, dazu kamen dann Frau und Tochter von Harald. Er selber konnte leider nicht. Karl-Peter, Renate und Ralf fanden sich ebenfalls ein. Karl-Peter und Ralf verkündeten es ruhig angehen zu lassen und so beschlossen wir zusammen zu fahren.

 

Ich pilotierte dieses Mal mein Team Kinesis mit Alurahmen und etwas modernerer Geometrie von ca. 1996.

 

Kalt und neblig war es beim Start. So fuhren wir zu dritt los.

 

Doch schnell bildete sich eine größere Gruppe, als wir Richtung Norden Dortmund verließen. Vorbei ging es an Nette und Ickern. Und das im Eilzugtempo. Ich ahnte es bereits im Vorhinein das das mit dem ruhig fahren nichts würde. Ich kannte doch meine Pappheimer. Nach nur ca. 16 km hatten wir schon die erste Kontrolle bei Ickern am Schacht 2 erreicht. Ich schnappte mir direkt eine Waffel und trank etwas. Bloß nicht den Fehler von Unna wiederholen.

 

Weiter ging es. In der Nähe von Waltrop fuhren wir über den Dortmund-Ems-Kanal. Viel sah man davon im Nebel nicht. Der Nebel war so feucht das die Radbrille beschlug und das Wasser vom Helm tropfte. Aber dafür war meine Müdigkeit weg. Ich fühlte mich gut und war gespannt wie lange ich das Tempo durch hielt.

 

Bei Becklem hatten wir dann unsere eigene kleinere Gruppe aufgemacht. Das Tempo ließ nicht nach.

 

Trotz des kalten Nebels hielten Ralf, Karl-Peter und ich das Tempo hoch. Ich fühlte mich so gut das ich auch immer wieder für länger die Führung vorne übernahm.

 

Über Beckum erreichten wir Horneburg. Hier hatte man, wie in vielen Orten auch einen Maibaum errichtet.

 

Der Nebel lichtete sich langsam, aber es blieb grau und kühl. Wir fuhren einen Bogen und passierten Datteln im Westen.

 

Hinter Olfen kam dann die zweite Kontrolle nach ca. 46 km direkt am Dortmund-Ems-Kanal. Wir machten kurz Pause und verpflegten uns. Der Schnitt war noch immer hoch. Wir wurden irgendwie nicht langsamer. Mal schauen wie lange das so blieb. Torsten schloss sich uns an. Er fuhr erst seit drei Jahren überhaupt wieder Rad und konnte erstaunlich gut mithalten.

 

Abwechselnd spannten sich Ralf, Karl-Peter und ich vor die Gruppe. Ich wunderte mich das ich noch immer mithielt.

 

In Lüdinghausen war dann der Wendepunkt der 100er Schleife. Unser Express funktionierte noch immer gut. Erstaunlich. Über Nordkirchen und Selm ging es Richtung dritter Kontrolle.

 

Nach 77 km erreichten wir mit einem Schnitt von über 28 km/h die dritte Kontrolle. Die war identisch mit der zweiten Kontrolle. Wir verpflegten uns noch einmal gut und trafen unter anderem Andreas. Wie ich später erfuhr hat er sich dann noch auf dem Rückweg verfahren und fuhr 10 km extra. Wir dampften weiter. Jetzt gab es quasi den Endspurt. Die nächsten Stationen waren Vinnum und Brambauer. Ich konnte immer noch gut mithalten, hatte nur einmal kurz eine Schwächephase. Davon erholte ich mich aber gut und kam wieder an die Gruppe ran.

 

Nach Dortmund rein wurde die Gruppe dann wieder größer. Vor allem an den Steigungen fielen ein paar Fahrer/innen zurück, kamen im Flachen aber wieder ran. Ich hatte gerade an den Steigungen keine Probleme. Durch Brechten erreichten wir schließlich wieder Eving und kamen nach nur 102 km und ca. 400 Höhenmeter mit einem Schnitt von über 28 km/h ins Ziel. Es war immer noch grau und nicht sehr warm. Aber meine Laune war mal richtig gut. Für mich war es klasse gelaufen. So konnte es weiter gehen. Ich war auf dem richtigen Weg. Ich gönnte mir noch ein halbes Brötchen, Kuchen und Kaffee und fuhr am frühen Nachmittag glücklich nach Hause. Da kam dann endlich auch die versprochene Sonne raus.

 

Jennifer aka Sonne_Wolken

RTF Unna

28.04.2019

Am letzten Sonntag im April sah es wettermässig doch etwas besser aus als noch am Samstag. Die Temperaturen waren bis 11 Grad nicht höher, aber es sollte ein trockenes Zeitfenster bis zum Nachmittag geben.

 

Ich fuhr die RTF wieder mit meinem 1989er Mücke aus Krefeld mit 8-Gang Shimano Schaltung hinten.

 

Als ich viertel nach Acht eintraf, war schon etwas mehr los als am Vormittag. Ein paar Leute kannte ich. Vor allem Matthias, Andreas und Christian von „Sturm“ Hombruch natürlich. Aber ich fand Niemand der mein Tempo fuhr. Das würde also eine Alleinfahrt über den Haarstrang. Ich peilte die 115er Strecke an, die einige Steigungen zu bieten hatte und bis in die Nähe des Möhnesees ging.

 

 

Die Teilnehmer drängten sich bereits vor dem Start. Der Bürgermeister von Unna gab dann kurz nach 9 Uhr den Start frei. Ich wartete bis der erste große Pulk weg war, dann fuhr ich hinterher.

 

Vorne hatten sich zwei größere Gruppen gebildet. Eionzelne Teilnehmer konnten das Tempo nicht halten und fielen zurück. Die überholte ich zunächst. Mein Tempo war am Anfang relativ hoch, auch wenn ich wusste das ich es nicht durchhalten konnte. Von Unna kamen wir nach Uelzen und Mühlhausen.

 

Ich erreichte eine kleinere Gruppe die ebenfalls versuchte an die nächste größere Gruppe heranzufahren. Immer wieder überholten wir andere Teilnehmer. Über eine alte Bahntrasse erreichten wir Lenningsen.

 

Auf dem Weg nach Fierich hatte ich die größere Gruppe dann in Sichtweite. Kurz nach der ersten größeren Steigung hoch nach Pedinghausen war ich an der Gruppe dran. Mein Schnitt lag bei über 29 km/h. Nach Bänkerheide kamen wir durch ein Industriegebiet am Rande von Rhynern.

 

In Süddinker kam dann nach 25 km die erste Kontrolle. Hier waren auch noch Fahrer/innen der ersten Gruppe. Ich ließ nur stempeln, machte ein paar Fotos und fuhr weiter ohne etwas zu essen. Das sollte sich noch rächen.

 

Aber zunächst machte ich weiter Tempo und fuhr auf eine kleinere Gruppe auf, der ich mich anschloss. Das Streckenprofil war wellig, aber die größeren Anstiege sollten noch kommen. Nach einer Weile ging ich in der Gruppe vorne in den Wind und hielt das Tempo hoch. Das hielt ich eine Weile durch. Als ich mich nach 10 Kilometern umdrehte, war nur noch ein Paar mit Zeitfahrrädern hinter mir. Der Rest der Gruppe hatte wohl abreißen lassen. Dafür zahlte ich aber langsam Tribut für das hohe Tempo. Nach über 40 km hatte ich immer noch einen Schnitt von über 29 km/h. Dann ging mir die Energie aus und ich fuhr alleine weiter. Jetzt rächte sich das ich an der ersten Kontrolle nichts aß. Die Strecke führte weiter über Kettlerholz nach Recklingsen.

 

Borgeln und Hattropholsen waren weitere Orte durch die ich kam. Nach Paradiese fing dann die erste große Steigung, die so genannte Himmelsleiter an. Hier erwischte mich ein Hagelschauer eiskalt. Da ich an der Steigung nicht anhalten wollte, um keinen Schwung zu verlieren, wurde ich etwas nass. Der Hagel blieb sogar zunächst auf der Straße liegen. Kaum hatte ich mir weiter oben auf einem flachen Stück doch noch die Regenjacke übergezogen, hörte es ein paar Minuten später wieder auf. Dies sollte aber das einzige Intermezzo dieser Art sein. Von Meiningsen ging es dann weiter bergauf. Hinter Hewingsen ging es dann sogar wieder etwas bergab, bevor die nächste Steigung kam. Hinter Bittingsen war dann die längere Steigung gemeistert und ich bog rechts auf die B516 ab. Dies war der Höhenweg oberhalb des Möhnesees. Dem folgte ich nun Richtung Bremen (nein, nicht das im Norden).

 

Direkt hinter Bremen erreichte ich dann nach ca. 58 km die zweite Kontrolle. Endlich. Mir war schon richtig flau im Magen. So stürtzte ich mich auf die leckeren Cupcakes die es dort gab. Ich brauchte unbedingt Energie. So machte ich hier erst einmal Pause.

 

Das Mücke hatte mich bisher gut über die Strecke gebracht. Dieses Mal hatte ich sogar an einer steilen Rampe das 32er Ritzel in Anspruch genommen. Das war aber auch meinem Hungerast geschuldet.

 

Bei stark bewölktem Himmel fuhr ich weiter und hatte sofort die nächste Steigung vor der Nase. Da tat ich mich noch etwas schwer, da es etwas dauerte bis die Cupcakes in Energie umgewandelt waren. Aber ich fand einen guten Rhytmus und war immer noch schneller als in den Vorjahren. Hinter Hünnignen überquerte ich dann die Ruhr und kam zu einer kleinen Gruppe.

 

Hinter der Gruppe durchfuhr ich dann das blühende Ruhrtal. Hinter Echthausen überquerten wir die Ruhr nochmals und fuhren durch Wickede an der Ruhr.

 

In Waltringen verließ ich dann die Ruhr und es ging wieder bergauf auf den Haarstrang.

 

Die Steigung auf den Haarstrang lief dann für mich wieder sehr gut. Ich hatte mich mittlerweile von dem Hungerast erholt. Allerdings sollte die nächste Kontrolle nicht zu weit entfernt sein. Wenn man einmal mit der Energiebilanz ins Hintertreffen geriet, zog sich das meistens durch den ganzen Tag. Es war zwar etwas windig, aber für den Haarstrang war das völlig normal. Zumindest war es nicht stürmisch.

 

Während wir uns abrackerten, wuschen Andere ihren Wohnwagen. Mir war Rad fahren lieber.

 

Hinter Ruhne wartete dann die schnelle Abfahrt aus dem Haarstrang auf uns. Über Gerlingen ging es hinunter nach Mawicke. Ab hier war das Streckenprofil nur noch leicht wellig. Aber mir ging schon wieder in Westtönnen die Kraft aus. Trotzdem versuchte ich das Tempo einigermaßen hoch zu halten. In Flerke sehnte ich mich bereits dringen nach der dritten Kontrolle. Doch die sollte noch auf sich warten lassen. So musste ich mit den verbliebenen Kräften haushalten.

 

Über Scheidingen und Sönnern erreichte ich dann endlich nach ca. 97 km die dritte Kontrolle in Budberg. Hier versorgte ich mich noch einmal gut für die letzten Kilometer bis ins Ziel. Ich war offensichtlich nicht die Einzige die dringend eine Pause brauchte. Die Kontrolle wurde gut angenommen.

 

Um nicht doch noch in den vorhergesagten Regen zu kommen, brach ich zur letzten Runde auf. Hemmerde und Nordlünern waren die nächsten Orte durch die ich kam. In Mühlhausen traf ich wieder auf die Route vom Hinweg. Über Uelzen ging es zurück nach Unna, welches ich am frühen Nachmittag kurz vor dem Regen nach etwas über 118 km, über 900 Höhenmeter und mit einem Schnitt von immer noch knapp 26 km/h erreichte. Ich war ziemlich groggy, aber durchaus zufrieden. Mit dem Wetter hatte ich echt Glück. Der Hagelschauer war nur eine Randnotiz. Die Strecke war wie immer toll und durchaus anspruchsvoll. Die Verpflegung war spitzenmäßig. Die Ausschilderung war vorbildlich. Für mich immer wieder eine schöne RTF. Leider erfuhr ich das lediglich knapp 300 Starter/innen das an dem Tag auch so sahen. Normalerweise hatte man doppelt so viele Starter. Echt schade. Man sollte vielleicht nicht immer nur auf die Wolken schielen, sondern einfach mal fahren. Die Meisten kamen trocken ins Ziel.

Jennifer aka Sonne_Wolken

RTF Herne

27.04.2019

Nach den warmen Tagen sollte es am letzten Aprilwochenende mit 8 bis 10 Grad nicht nur kühler, sondern auch regnerischer werden. Trotzdem machte ich mich Samstag Morgen auf den Weg nach Herne. Geplant war die 112er Strecke zu fahren. Für die längeren Strecken fühlte ich mich immer noch nicht fit genug. Als ich gegen 8:20 Uhr in Herne ankam war es gerade mal trocken. Der große Parkplatz war fast verwaist. Das ließ nichts Gutes ahnen. In der Sporthalle, wo sich die Anmeldung befand, war es erstaunlich leer. Nur wenige bekannte Gesichter sah ich dort. Unter anderem Günter und Christian.

 

Mitgebracht hatte ich mein Mücke aus Krefeld von ca. 1989. Mit 65 cm mein höchster Rahmen, den ich Anfang letzten Jahres für Brevets aufgebaut hatte. Das Schutzblech vorne musste ich aus Zeitgründen improvisieren. Das Schaltauge war immer noch etwas verzogen. Es schaltet sich etwas hakelig. Da muss ich wohl noch mal bei.

 

Hier sollte eigentlich alles voller Räder stehen. Echt traurig der Anblick des leeren Platzes. Das kannte ich ganz anders.

 

Kurz nach 9 Uhr startete ich alleine. Die paar anderen Fahrer/innen waren bereits vor mir gestartet. Die ersten Tropfen fielen auch bereits wieder. Wäre zu schön gewesen wenn es eine Weile trocken bliebe. Nach den ersten Ampeln kam ich so langsam in Schwung und holte die vor mir gestarteten Teilnehmer nach und nach ein. An einer Bahnschranke traf ich dann auch Günter wieder. Ich nahm etwas Tempo raus und wir fuhren zusammen weiter.

 

Wir überquerten zweimal den Rhein-Herne-Kanal und kamen dann durch Habinghorst. Während der Regen stärker wurde, kamen wir durch Becklem und Horneburg.

 

Dann hatten uns die kleinen Landstraßen wieder. Bisher gab es nur kleinere Steigungen. In den Kurven war ich bei der Nässe sehr vorsichtig. Bloß keinen Sturz riskieren.

 

Datteln passierten wir westlich. Tendentiell ging es aber immer weiter nach Norden. Ab und zu fragten wir uns aber schon warum wir hier durch den Regen fuhren.

 

Nach der Überquerung des Wesel-Datteln-Kanals kam nach ca. 28 km die erste Kontrolle in einer offenen Scheune. Viel war hier nicht los. Aber Günters Sohn Jürgen holte uns ein. Wir machten kurz Pause und stärkten uns, dann fuhren wir weiter.

 

Der Regen war mal etwas schwächer und dann wieder stärker. Ein paar kurze Augenblicke hörte es sogar auf zu regnen. Immerhin! Hinter Olfen kamen dann die ersten längeren Steigungen, die aber kein Problem darstellten. Aber immerhin wurde das Streckenprofil jetzt welliger. So fuhren wir auch mal wieder durch Seppenrade.

 

Und es wurde noch ein Kanal überquert. Dieses Mal war es der Dortmund-Ems-Kanal.

 

Auf dem Weg nach Nordkirchen wurde es wieder richtig nass. Bisher hatten wir nicht viele Fahrer/innen auf der Strecke gesehen. Nach 63 km erreichten wir die zweite Kontrolle in Capelle. Vor dem Sportplatz drängten sich die Helfer unter ein Vordach. Nachdem ich mich ein wenig verquatscht hatte, drängte Günter zum Aufbruch. Über die Hälfte der Strecke hatten wir hinter uns und einige Höhenmeter auch. Südkirchen war dann die nächste Station unserer „Reise“. Bei dem Regen sah irgendwie alles grau aus. Und das Wasser lief mir von oben in meine wasserdichten Schuhe. Was solls. Stoisch kurbelten wir Kilometer um Kilometer. Gesprochen wurde auch nicht viel. So erreichten wir Selm. Das viele Wasser von oben hob unsere Laune nicht gerade. Es war bestimmt eine schöne Strecke, aber einen Sinn dafür hatten wir nicht bei dem Wetter. Es ging einfach nur ums durchhalten.

 

Wir striffen Vinnum, überquerten den Datteln-Hamm-Kanal (die wievielte Kanalüberquerung war das an dem Tag?) und erreichten Waltrop. Nach 89 km erreichten wir die dritte Kontrolle auf einem Bauernhof direkt am Kanal. Eine letzte Stärkung und dann ging es zum Endspurt. Wir durchquerten Waltrop, überquerten den Dortmund-Ems-Kanal und erreichten Henrichenburg, nachdem wir mehrfach den Rhein-Herne-Kanal überquert hatten. Dann ging es nochmal über den Rhein-Herne-Kanal. Ich hatte längst den Überblick verloren, folgte einfach nur Günter und den Pfeilen. An einer Steigung hatten wir dann starken Gegenwind der uns den prasselnden Regen ins Gesicht peitschte. Keine Ahnung wo ich die Motivation hernahm bei solchem Wetter zu starten. Immer klappte das ja auch nicht.

 

Dann kam wieder Schloss Bladenhorst in Sicht. Jetzt waren es nur noch wenige Kilometer ins Ziel. Allerdings auch noch eine längere Steigung.

 

Die letzten Kilometer forderten noch einmal heraus. Eine längere Steigung, die ich noch gut kannte. Doch dieses Mal hatte ich genug Reserven um dort flott hochzufahren. Nach zwei Kilometern hielt ich an und wartete auf Günter. So ging es das letzte Stück ins Ziel, wo wir nach 110 km und knapp 800 Höhenmeter mit einem Schnitt von 24 km/h ankamen. Günter erholte sich kurz und fuhr dann nach Hause. Ich blieb noch ein wenig. Wie ich erfuhr waren nur 80 Teilnehmer/innen auf den beiden Marathonstrecken und gerade mal 73 Teilnehmer/innen auf den diversen RTF-Strecken. Die letzten Jahre waren die Teilnehmerzahlen um ein Vielfaches höher gewesen. Echt ein Dilemma, das sich hoffentlich nicht wiederholte.

Edit: 11 mal überquerten wir übrigens insgesamt 4 Kanäle. Ich habe es im Nachhinein mal auf der Karte gezählt. Es war also eine echte Kanaltour.

Jennifer aka Sonne_Wolken

Oster-RTF Waltrop

22.04.2019

Ostermontag fand die RTF in Waltrop statt. Ich traf mich Morgens um 7 Uhr an der Dortmunder Niere mit meinem Vereinskameraden Matthias. Gemeinsam fuhren wir mit unseren Rädern nach Waltrop.

 

Ich fuhr mit meinem Youngtimer, dem Team Kinesis Alurenner von ca. 1996. Seit dem Neuaufbau im Herbst 2018 fahre ich es wieder richtig gerne, vor allem bei RTF. Es hat hinten eine 9-fach Schaltung von Shimano (Mix aus 105 und Ultegra). Die Kurbel ist etwas älter (RX100 von 1990).

 

Als ich gegen 7 Uhr auf der Niere ankam, war es noch richtig kühl. Aber die Sonne ging bereits auf und es sollte noch deutlich wärmer werden. Vorhergesagt waren sommerliche Temperaturen um die 24 bis 25 Grad und ganz viel Sonne. Matthias wartete bereits auf der Zielgeraden. Kurze Begrüßung und dann ging es los.

 

In der Nähe des Funkturms Florian überquerten wir die B1 Richtung Norden. Wir fuhren dann östlich an der City von Dortmund vorbei. Über Eving verließen wir dann die Stadt. Durch Brechten und Brambauer erreichten wir Waltrop um 8:20 Uhr. Die Ersten starteten bereits. Viel war am Startort aber nicht los. Im Radsportkalender stand 9 Uhr als Startzeit, aber bei Facebook stand 8 Uhr. Das sorgte für Verwirrung. Ich hatte schon die Befürchtung alleine starten zu müssen. Doch dann trafen ganze Gruppen am Start ein. Die Meisten hatten also doch 9 Uhr als Startzeit gelesen. So traf ich Günter, Karl-Peter, Renate, Harald mit Frau und Tochter, Alexander, Christian und noch einige Andere. Von meinem Verein sah ich noch Andreas und Lars. Mit Günter vereinbarte ich zusammen die 113er Strecke zu fahren. Matthias wollte später auf der 70er Strecke starten.

 

Kurz nach 9 Uhr ging ich mit Günter auf die Strecke. Es war sonnig aber mit ca. 12 Grad noch etwas kühl. So behielt ich die Armlinge erst einmal an. Die Strecke führte uns zunächst nach Bork. Hinter Bork kam dann mein früherer „Berg des Schreckens“. Hier ging es im Mittel 8% bergauf. Die steilsten Stücke waren über 11%. Was hatte ich mich in den letzten Jahren dort hochgequält. Doch dieses Mal meisterte ich die Steigung leichtfüßig und ohne am Anschlag fahren zu müssen. Und das noch mit deutlich höherem Tempo. Weiter oben wartete ich dann auf Günter.

 

Weitere, aber harmlose Steigungen erwarteten uns. Zwischenzeitlich gesellte sich Karl-Peter zu uns. Er fuhr dann aber immer mal wieder schneller und entschwand unserem Blick. Spätestens an der nächsten Kontrolle sahen wir ihn dann wieder.

 

Nach ca. 20 km erreichten wir die erste Kontrolle ein paar Kilometer vor Südkirchen. Hier hatte man geradezu ein Buffet aufgebaut. Ich hielt mich allerdings etwas zurück. Nach kurzer Pause fuhren wir weiter und erreichten Südkirchen.

 

Dann wurde es wieder ländlicher. Richtung Capelle ging es dann wellig weiter. Auf und ab.

 

Bis Ascheberg war es auch sehr ruhig. So machte das fahren Spaß.

 

Kurz vor Ascheberg wurden die Temperaturen dann immer sommerlicher. Die Straßen waren zwar teilweise etwas holprig, aber dafür verkehrsarm.

 

Am Rande von Ascheberg kamen wir an einem alten Gutshof vorbei.

 

Unter der Bahnlinie fuhren wir nach Ascheberg rein. Dann ging es wieder über kleine Landstraßen und nach etwas über 40 km erreichten wir Davensberg.

 

Nach 53 km hatten wir die zweite Kontrolle auf einem Bauernhof direkt am Dortmund-Ems-Kanal erreicht. Hier traf ich auch Andreas und Lars vom Verein wieder. Wir blieben nur kurz bevor es es mit Günter weiter ging.

 

Senden passierten wir dann im Norden. Nach 62 km hatten wir den nördlichsten Punkt unserer Route erreicht. Ich fühlte mich noch ganz gut. Der böige Gegenwind war natürlich auch wieder präsent. Aber dieses Mal konnte er mir nichts anhaben. Meine Formkurve zeigte ganz klar nach oben.

 

Weiter im Süden kamen wir durch Hiddingsel. Von dort fuhren wir eine Schleife nach Westen. Auf dem Weg nach Seppenrade, welches wir nach 90 km erreichten, kamen noch mal ein paar längere Anstiege. Aber ich hatte mir meine Kraft dieses Mal gut eingeteilt und bekam keine Probleme.

 

Kurz darauf kamen wir nach 92 km zur dritten Kontrolle.

 

Hier gab es keine Verpflegung mehr und so nutzte ich die Zeit für ein Foto von meinem gelbem Renner. Dann ging es auf die letzten 21 km zum Ziel.

 

Olfen passierten wir östlich, wo wir wieder den Dortmund-Ems-Kanal erreichten. Durch Vinnum fuhren wir an Datteln vorbei und erreichten nach 113 km und ca. 500 Höhenmeter mit einem Schnitt von 25 km/h das Ziel in Waltrop. Auch die letzte Steigung hoch zum Ziel meisterten wir problemlos. Wie ich erfuhr waren fast 850 Fahrer/innen am Start. Mit so einem Erfolg hatte man nicht gerechnet. Das erklärte auch die fehlende Verpflegung an der dritten Kontrolle. Dafür gab es im Zielbereich für mich ein belegtes Brötchen und einen Kaffee. Bei dem schönen Wetter saßen wir noch eine ganze Weile draußen in der Sonne. Wirklich ein toller Ostermontag. Das Wetter war optimal und meine Form war auch besser als die Wochen zuvor. Was wollte ich mehr.

 

Gegen 17 Uhr machte ich mich endlich auf den Heimweg mit dem Rad. Zum Glück blieb es ja lange hell. Schnell merkte ich aber das ich doch besser noch ein Stück Kuchen gegessen hätte. Über Brambauer und Brechten ging es nach Süden Richtung Dortmund.

 

Ich erreichte Dortmund und es waren noch ca. 13 km bis nach Hause. Doch der Hunger wurde größer und drohte zum Hungerast zu werden. Ich hielt an einer Tankstelle und kaufte mir zwei Schokoriegel als Notfallmaßnahme. Dazu einen halben Liter Apfelschorle. Ich fand in der Nähe ein paar Betonblöcke, die als Pausenmöglichkeit dienten. Frisch gestärkt fuhr ich durch die Nordstadt Richtung City und kam direkt am Dortmunder U aus. Von dort fuhr ich Richtung Westfalenpark und Phönix-West. Nach insgesamt 165 km kam ich zu Hause an. Die längste Strecke die ich bisher in 2019 gefahren war. Aber die km zeigten mir auch das ich von meiner Brevetfitness der letzten Jahre noch ein Stück entfernt war. Da war also noch Luft nach oben.

Jennifer aka Sonne_Wolken