Die Phönix-Runde

17.06.2017

Freitag und Samstag meines langen Wochenendes verbrachte ich überwiegend in meiner Werkstatt. Aus dem Koga-Miyata Rahmen sollte ein fahrbereites Rad werden. Am Samstag Nachmittag war es dann soweit. Das Rad war erst einmal bereit zum Einsatz. Bevor es am Sonntag auf einer RTF eingesetzt werden sollte, war natürlich eine Probefahrt nötig. So machte ich mich bei stark bewölktem Himmel und ca. 20 Grad auf eine Runde in meiner Gegend. Und was lag da näher als über das Gelände der beiden ehemaligen Stahlwerke Phönix-West und Phönix-Ost in Hörde zu fahren. Quasi mit dem Stahlrenner auf den Spuren des Stahls.

Vorbei am Hörder Neumarkt und der Herz-Jesu-Kirche erreichte ich an der Halde Entenpoth das Gebiet von Phönix-West. Die Phönixhalle ließ ich rechts liegen und fuhr zwischen den Gerippen der alten Kühltürme und des Gasometers auf die Konrad-Adenauer-Allee. Hier hatten sich schon viele neue Firmen angesiedelt und kühles Grau dominierte. Der ideale Hintergrund für meinen zwaarten Zwaan.

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Doch dann ging es weiter zu den Resten der Hochofenanlage. Rostiges Eisen bildete einen schönen Kontrast zu dem glänzenden Schwarz des Kogas.

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Dann nahm ich die alte Trasse des „Feurigen Elias“ Richtung Phönix-Ost. Auf dem Gelände des zweiten Stahlwerkes entstand in den letzten Jahren der Phönixsee.

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Aus dem alten Magazin des Stahlwerkes wurde ein Apartmenthaus. Alles hatte sich verändert. Alles wurde schicker und auch teurer.

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Am Ostufer des Sees dann wieder eines der typischen Fotos mit Rad auf der Brücke. Glaube ich habe mittlerweile jedes meiner Räder hier schon abgelichtet. Im Hintergrund der See und noch weiter hinten der Florian, unser Funkturm.

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Am Südufer passierte ich dann den kleinen Yachthafen. Hier war auch ein Segelclub aktiv. Passend zu dem See war auch die Größe der kleinen Segelboote.

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Dann ein Blick von der Kulturinsel, die durch eine Brücke mit dem Ufer verbunden ist. Wie man an den Baukränen sah, wurde noch immer fleißig rund um den See gebaut.

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Auf der Insel stand dann eine sogenannte Thomasbirne. Mit diesem Konverter von 1954 wurde Rohstahl veredelt.

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Die Hörder Burg war im Mittelalter wirklich mal eine richtige Burg. Doch bis auf die Grundmauern und Teile des Turms war nichts mehr original. Der Rest wurde immer wieder umgebaut und diente als Sitz der Verwaltung der Phönix Stahlwerke. Nach der Schließung des Stahlwerkes wurde die Burg restauriert und diente zeitweise als Heimatmuseum. Mittlerweile befindet sich die Sparkassen-Akademie in der Burg.

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Vor der Burg fließt der Hörder Bach und man fand Teile des Innenhofes aus dem Mittelalter.

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Neueren Datums ist der Yachthafen an der Burg. Links von dem Hafen befindet sich die Restaurantmeile des Sees. „Schöne“ neue Welt. Vielleicht alles etwas steril. Vor allem wenn man die Geschichte des Geländes bedachte.

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Über die Bahntrasse kehrte ich zurück nach Phönix-West. Das Gasometer war schon von Weitem zu sehen.

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Nach nur etwas über 14 km mit einem Schnitt von knapp 20 km/h endete meine kleine Probefahrt wieder zu Hause. Alles verlief problemlos und zufriedenstellend. Das Koga Miyata war einsatzbereit. Die RTF am nächsten Tag konnte kommen.

Jennifer aka Sonne_Wolken

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4 Gedanken zu “Die Phönix-Runde

    1. Den finde ich von den modernen Kogas ja auch am interessantesten. Ohne die japanischen Miyata Rahmen hat Koga aber für mich ein bisschen an Reiz verloren. Fand gerade die Kombination japanische Rahmen mit niederländischem Radbau besonders gut.

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      1. Das kann ich „akzeptieren“, zumal Du ja gerade recht gut auf Klassiker fixiert bist – im positiven Sinne.

        Ich selber bin da mehr der Prakmatiker, der ja auch nicht so intensiv schraubt wie Du.

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