„Fahrt des Grauens“ – Die Abschlusstour 2019

14.07.2019

Am Sonntag war für die meisten Teilnehmer Abreisetag in Jena. Einige blieben jedoch bis Montag. Ich hatte vor erst am Sonntag Abend nach Hause zu fahren. So kam es am Sonntag dank Jens noch zu einer Abschlusstour. Es war sehr bewölkt und hatte in der Nacht und am frühen Morgen geregnet. Aber die Temperaturen kletterten wieder über 20 Grad und ich hatte die Hoffnung das wir wieder Glück haben würden und trocken blieben.

 

Ich fuhr natürlich wieder mein Gazelle Formula Cross. Mit Jens, Andreas, Torsten und Theo ging es dann zu fünft nach Verabschiedung vieler Mitfahrer vom Samstag am Bahnhof Paradies spät Vormittags in Jena los.

 

An der Saale entlang fuhren wir nach Süden. Das Profil war wellig mit teilweise zwar kurzen aber knackigen Anstiegen. Meine Beine waren noch vom Vortag schwer und meine Muskeln machten direkt zu. Dementsprechend hatte ich große Mühe den Mitfahrern zu folgen.

 

Durch den Park auf dem Lobedabergtunnel fuhren wir an den alten, aber renovierten Plattenbauten in Lobeda-West vorbei.

 

Weiter ging es nach Zöllnitz. Nun wurde es ländlicher. Über Laasdorf und Gernewitz kämpfte ich weiter mit meinem Formtief. Schön war die Strecke trotzdem. Manchmal musste man sich halt auch quälen.

 

Hainbücht und Stadtroda waren die nächsten Stationen.

 

Zwischendurch war es mal fast flach, aber auch hier hatte ich Probleme den Anderen zu folgen.

 

Kurz vor Tröbnitz ging es dann wieder etwas stärker bergauf.

 

In Tröbnitz bogen wir dann rechts Richtung Lichtenburg ab. Bis zur Burg waren jetzt 200 Höhenmeter zu erklimmen. Das konnte ja heiter werden. Die Anderen zogen mir an der Steigung dann auch wieder davon.

 

Doch dann fand ich meinen Rhytmus und merkte wie schon nach wenigen hundert Metern die Blockade aus meinen Beine wich und ich endlich ein höheres Tempo anschlagen konnte. Ich war wieder dabei. In Trockenborn-Wolfersdorf hatte ich den ersten Mitfahrer bereits wieder überholt. Die Anderen warteten dann schon am Abzweig. Ab hier konnte ich das Tempo dann wieder einigermaßen mitgehen.

 

Endlich wieder in besser Form machte die Steigung natürlich deutlich mehr Spaß. Dann kam die Leuchtenburg auch schon in Sicht. Da mussten wir noch hoch.

 

In Seitenroda erklommen wir die steilen Serpentinen hoch zur Burg. Auch hier kam ich wieder gut klar.

 

Von der Leuchtenburg hatte man, trotz der starken Bewölkung, einen tollen Ausblick in die Umgebung. Am Horizont sahen wir auch Jena. Im Café versorgten wir uns mit Getränken und einem kleinen Snack. Für mich gab es Rhabarberlimonade und einen Donut.

 

Natürlich schaute ich mir auch das Burggelände etwas an. Es war ein bunter Mix aus sehr altem mittelalterlichen Gemäuer, Gebäuden aus dem 16./18. Jahrhundert und moderner Architektur. Nach der verdienten Pause zogen wir uns Windjacken über und stürzten uns in die Abfahrt. Von 400 m über NN ging es jetzt wieder runter auf 150 m über NN.

 

Neben den rasanten Abfahrten gab es aber auch den ein oder anderen kurzen Gegenanstieg. Aber meine Schwächephase war vorbei. Es lief wieder. Die Orte Oberbodnitz und Unterbodnitz flogen auf der Abfahrt nur so an uns vorbei.

 

Kurz vor Jägersdorf war die rasante Abfahrt dann zu Ende. Das Streckenprofil wurde wieder leicht wellig, aber ohne steile Anstiege und Abfahrten.

 

Auf der anderen Seite der Saale befanden wir uns dann bereits wieder in der Anfahrt auf Lobeda. Die Plattenbauten waren schon am Horizont zu sehen.

 

Dieses Mal fuhren wir Richtung Norden durch den Park bei Lobeda. Der Himmel wurde verdächtig dunkel. Wir hofften das wir auf den letzten Kilometern noch trocken blieben.

 

Über Wöllnitz kamen wir dann nach Jena rein. Auf den letzten 3 Kilometern fing es dann doch tatsächlich noch zu nieseln an. Aber sehr naß wurden wir nicht. An der Pumpstation Jenaplan stellten wir uns unter und verabschiedeten uns von Jens. Mit den Anderen verabredete ich mich noch für den Nachmittag um etwas essen zu gehen. 60 km mit einem Schnitt von 23,5 km/h und über 500 Höhenmeter hatten wir absolviert. Eine schöne Schlussfahrt für den Sonntag. Noch einmal vielen Dank an Jens.

 

Jennifer aka Sonne_Wolken

 

 


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