Auf einen Kaffee zur Erzbahntrasse

07.04.2019

Sonntag Morgen klingelte der Wecker bereits um 5 Uhr in der Frühe. Mit schweren Beinen versuchte ich aufzustehen, was mir im zweiten Anlauf gelang. RTF in Bochum stand auf dem Plan. Start war um 8 Uhr. Es war Morgens allerdings noch sehr frisch. Und meine Beine fühlten sich nicht an als ob ich damit flott über die RTF-Strecke fahren könnte. Nach einigem hin und her überlegen, suchte ich mein Bett wieder auf und drehte mich um. Irgendwann weckte mich die Sonne draußen und ich beschloss erst einmal in Ruhe zu frühstücken. Mittlerweile war der Start in Bochum wohl schon längst erfolgt, aber dieses Mal ohne mich. Natürlich wollte ich noch eine Runde Rad fahren, aber eben ohne allzu sportlichen Aspekt. Im Keller stand noch ein Giant Expedition aus den 90er Jahren, welches ich im Winter aufgebaut und noch nicht einen Meter gefahren hatte. Eine Strecke hatte ich auch schnell bei Komoot gefunden und aufs Navi geladen. So ging es dann nach 13 Uhr bei strahlender Sonne und 17 bis 19 Grad los.

 

Das Giant Expedition aus den 90er Jahren hatte ich mit 8-fach Schaltung hinten (13 – 32) und Rennlenker mit STI aufgebaut. Die Sugino-MTB Kurbel aus den 80er Jahren hatte ich auf zweifach (48/38) umgebaut. Damit ich mit den Bremshebeln die V-Bremsen vernünftig dosieren konnte, bekamen die Bremsen ein paar Umlenkrollen, die sie STI tauglich machten. Die Reifen waren noch die 35 mm Crossreifen die ich im Winter montiert hatte. Aber diese waren auf Asphalt doch etwas holprig und würden vor der nächsten Fahrt noch ersetzt.

 

Von Phönix-West ging es am Rombergpark vorbei durch Brünninghausen, weiter nach Eichlinghofen und Stockum. Hier konnte ich die Stadt endlich hinter mir lassen.

 

In Langendreer hatte ich dann Bochumer Stadtgebiet erreicht. Ich passierte den Ümmingersee und kam dann nach Laer.

 

Weiter ging es nun Richtung Bochum-City.

 

In Altenbochum kam ich dann zum Walter-Lohmann-Ring. Der war ähnlich wie die Dortmunder Niere eine Radrennstrecke für Straßenrenner.

 

Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen eine Ehrenrunde zu drehen.

 

In der City von Bochum hing über der Kreuzung Drehscheibe der Nachbau einer Heuer-Ampel von 1932. Damals war dies die erste Ampel in Bochum. Heute diente sie allerdings nur noch Dekozwecken und nicht mehr der Verkehrssteuerung.

 

Das Bochumer Rathaus wurde 1931 in Betrieb genommen und von dem Architekten Karl Roth entworfen.

 

Schließlich erreichte ich den Westpark in Bochum und kam nach dessen Durchquerung zur Hängebrücke, die den Einstieg der Erzbahntrasse nach Gelsenkirchen bildete. Hier nahm die Dichte an Fußgängern und Radfahrer deutlich zu, was bei dem tollen Wetter am Sonntag Nachmittag natürlich kein Wunder war. Ich passte mein Tempo dem Verkehr an. An Holgers Erzbahnbude machte ich dann eine Kaffeepause. Für mich gab es einen Kaffee und einen Muffin. Ich fand sogar noch ein Plätzchen in der Sonne, obwohl es wirklich voll war.

 

Nach der Stärkung fuhr ich dann weiter Richtung Zoom, dem Gelsenkirchener Zoo.

 

Am Zoo war dann die Trasse zu Ende und es ging wieder über eine Hängebrücke, dieses Mal über den Rhein-Herne-Kanal.

 

Den Kanal verließ ich aber sofort wieder und querte rüber zur Emscher. Dem Emscher-Weg folgte ich dann nach Osten. Wanne passierte ich dann nördlich.

 

Hinter Wanne bog ich dann wieder Richtung Rhein-Herne-Kanal ab.

 

Natürlich musste ich mein Giant auch noch mal in Szene setzen. Das Rad fuhr sich wirklich tourenmäßig-gemütlich. Das wird noch ein gutes Reiserad, mit der entsprechenden Ausstattung. Zum Glück ist der Rahmen genau für diesen Zweck gebaut und kann mein Koga Miyata Traveller mehr als gut ersetzen. Die Crossreifen waren mir allerdings zu holprig, selbst für die Wege am Kanal entlang.

 

Auch die Wassersportler zog es bei dem Wetter raus. Das Wetter war auch einfach zu gut um es nicht zu nutzen. Kurz vor der Ost Schleuse in Herne verließ ich den Kanal Richtung Süd-Ost.

 

Vorbei an Börnig und Behringhausen ging es über alte Bahntrassen und Straße weiter nach Osten. Ich durchquerte Castrop und erreichte Schwerin. Von hier aus hatte ich Dortmund schon fast wieder erreicht.

 

Oberhalb von Bodelschwingh hatte ich einen Blick bis zur City von Dortmund und sah sogar den Fernsehturm Florian am Horizont. Ich war also fast schon zu Hause. Doch zunächst ging es noch einmal ordentlich bergab, vorbei an Bodelschwingh und rüber nach Huckarde.

 

Dort wurde ich durch einen Bahnübergang ausgebremst. Also war eine kleine Pause angesagt, bis der Zug durch war. Dorstfeld striff ich dann nur am Rande, bevor ich den Emscherweg querte.

 

Auf der Rheinischen Straße waren dann Stahlsaurier unter sich. Das Giant schien sich jedenfalls wohl zu fühlen. Für mich kam kurz darauf noch eine ordentliche Steigung mit Kopfsteinpflaster. Mit den 35 mm Reifen verlor das Pflaster aber seinen Schrecken. Im Zickzack fuhr ich durch den Südwesten der Dortmunder City. Nach der Überquerung der B1 fuhr ich weiter nach Phönix-West.

 

Auf dem Rückweg nach Phönix-West kam ich natürlich auch an der Dortmunder Niere vorbei. Da nahm ich mir Zeit für eine Ehrenrunde über die Radrennstrecke. Leider gab es am Wartehäuschen im Zielbereich Beschädigungen durch Vandalen. Sehr ärgerlich. So fuhr ich weiter nach Phönix-West und erreichte nach 77 km mein Zuhause. Eine schöne und eher gemütliche Tour mit einem Schnitt von knapp 19,5 km/h ging zu Ende. Das Giant hatte sich bewährt. Ich werde es demnächst auf 37 mm Straßenreifen und feste Schutzbleche umbauen. Für längere Touren und Reisen gibt es dann noch einen Gepäckträger.

Jennifer aka Sonne_Wolken

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