3. Lauf zur WWBT in Dortmund-Brackel

20.01.2019

Am Sonntag fand bei Sonnenschein und leichten Minustemperaturen der 3. Lauf zur Westfalen Winter Bike Trophy in Brackel, einem Stadteil von Dortmund statt. Ausrichter war Kurbel Dortmund.

 

Von Hörde aus fuhr ich mit meinem roten Gazelle Formula Cross die 10 km zum Startort.

 

Dort war schon einiges los. Ich quatschte noch mit Ralf, Harald und Harald, bevor es zum Start ging.

 

Gegen 10 Uhr wurde der Start frei gegeben. Ich holte mir den Startstempel und fuhr dann hinter dem ersten großen Pulk mit den beiden Haralds los.

 

Da mir die Beiden zu schnell waren (irgendwie saß mir die Fahrt vom Samstag noch in den Knochen und Muskeln), ließ ich abreißen und fuhr alleine mein Tempo. Auf einem Feldweg hatte ich dann noch eine gefährliche Situation als ein ungeduldiger Fahrer sich links (wo gar kein Platz war) vorbei drängte und mich dabei fast zu Fall brachte. Das war doch kein Rennen. Das kapierte anscheinend nicht Jeder. Zum Glück blieb es das einzige Erlebnis dieser Art. Mit den schmalen Crossreifen musste ich genau schauen wo ich hinfuhr. Die gefroreren Wege waren nicht nur glatt, sondern auch sehr holprig. Da boten die schmalen 28er Reifen wenig Dämpfung. Die Strecke führte nach Norden, westlich an Scharnhorst vorbei.

 

Am Anfang war die Strecke noch schön flach. Viele Feldwege und ab und zu ein wenig Asphalt erwarteten uns.

 

Nach ca. 16 km erreichten wir die erste Kontrolle bei Derne. Hier traf ich Ralf und die beiden Haralds wieder. Da die Schlange an den heißen Getränken sehr groß war, aß ich nur etwas und versorgte mich mit Wasser aus meinem Trinkrucksack. Nachdem ich mir den Stempel geholt hatte, fuhr ich alleine weiter. Die Anderen waren schon weg.

 

Wenige Kilometer später erreichte ich die Preußenhalde in Lünen-Süd. Hier ging es ein Stück bergauf und dann auf Asphalt wieder hinunter.

 

Nach einem kurzen Stück Straße fuhren wir durch den Südpark in Lünen. Trotz der Kälte war es in der Sonne ganz angenehm. Aber ich hatte auch entsprechend viele Schichten Kleidung an.

 

Zurück auf Dortmunder Gebiet kam der Anstieg zur Greveler Alm. Um meinen Puls nicht zu hoch zu treiben kurbelte ich locker den Anstieg hoch und war froh das ich an meinem Crosser eine MTB-Kurbel montiert hatte. Das 28er Kettenblatt kam an den steileren Anstiegen zum Einsatz.

 

An dem Aussichtspunkt oben machte ich eine kurze Fotopause. Die anschließende Abfahrt absolvierte ich wegen einiger glatter Stellen eher vorsichtig. Bloss nichts riskieren. Mit meinem Gazelle war ich wieder sehr zufrieden. Nach der Abfahrt kamen wir am Lanstroper See vorbei. Hier traf ich einen Crossfahrer mit Problemen an der hydraulischen Bremse. Er hatte nur noch wenig Bremswirkung. Das ließ sich vor Ort nicht beheben. Er wollte vorsichtig weiter fahren. Ich hoffe er kam gut ins Ziel.

 

Nach ca. 30 km erreichte ich die zweite Kontrolle auf einem Bauernhof in Lanstrop. Dort traf ich die beiden Haralds wieder. Diese fuhren aber vor mir weiter. Ich machte erst einmal eine kleine Pause und stellte mich in die Schlange für eine heiße Brühe. Die tat richtig gut. Dazu gab es noch Schnittchen mit Marmelade und Frischkäse und salzige Cräcker. Ich fühlte mich gut versorgt.

 

Die Stimmung an der Kontrolle war sehr gut. Die Schnellen waren schon durch und wir hatten es nicht so eilig. Ich traf noch einen der Auschilderer vom Vortag. Er musste schon wieder einige geklaute Richtungspfeile ersetzen. Auch so ein Phänomen unserer Zeit. Bis zum Ziel waren es jetzt noch 24 km. Da lag noch einiges vor mir. Gut gestärkt machte ich mich auf den Weg. An der Streckenteilung wählte ich die 54er Strecke. Den Track für die 74er hatte ich erst gar nicht aufs Navi geladen. Man musste ja nicht übertreiben. Für mich stand der Spaß an der Strecke und am fahren im Vordergrund.

 

Nach Lanstrop ging es durch den Kurler Busch. Hier rollte es sehr gut über trockene Waldwege. Ab und zu überholte mich eine Gruppe, oder ich schloss auf langsamere Fahrer/innen auf. Insgesamt war es eine sehr entspannte Fahrt ohne Streß. Vor Wasserkurl führte die Route dann wieder Richtung Norden. Im Wickeder Ostholz fuhren wir mit über 160 müNN über den höchsten Punkt der Tour und erreichten Dortmund-Wickede.

 

Nun nahmen wir Kurs auf den Dortmunder Flughafen. Hier ging es noch einmal ordentlich bergauf. Normalerweise hatte man hier starken Gegenwind. Doch an diesem sonnigen Sonntag war es windstill. So sehr habe ich die bergauf Kurbelei noch nie genossen. Einfach perfekt.

 

Auch den Anderen schien die Fahrt hier richtig Spaß zu machen. Über einen sehr holprigen Feldweg ging es dann wieder bergab nach Neuasseln. Hier war höchste Konzentration gefordert, da auch einige Spaziergänger, teilweise mit Hunden, unterwegs waren. Mit mäßiger Geschwindigkeit manövrierte ich vorsichtig um alle Hindernisse herum.

 

Entlang der Bahntrasse ging es dann bis kurz vor Asseln. Hier machten wir einen Schlenker Richtung Nord-Ost und erreichten nach 54 km und gut 500 Höhenmetern das Ziel in Brackel. Gut 800 Teilnehmer waren auf der Strecke, wie ich bei der Abmeldung erfuhr. Ich versorgte mich mit Kaffee und Apfelkuchen und setzte mich zu den beiden Haralds an den Tisch. Dort saß auch noch ein Ehepaar das ich von diversen Veranstaltungen kannte, aber deren Namen mir einfach nicht einfällt. Als ich schon fast auf dem Rückweg war traf ich noch Grunzi vom MTB-Forum. Wir quatschten kurz, dann kam auch Ralf von der 74er Strecke zurück. Auf dem Hof fiel mir dann auch noch ein alter Trek 750 Crosser auf. Ich war also nicht als Einzige auf alten Stahlrahmen unterwegs. Dann machte ich mich auf den Heimweg. Am Nachmittag traf ich nach 74 km wieder in Hörde ein.

 

Jennifer aka Sonne_Wolken

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