Zwischen den Jahren

27.12.2018

 

Am Donnerstag nach Weihnachten fuhr ich mit Tom am Nachmittag eine Runde Rad, da ich noch Urlaub hatte. Die Temperaturen waren wieder knapp über dem Gefrierpunkt und es war grau und bewölkt. Die Sonne ließ sich leider nicht wirklich blicken. Aber wenigstens war es trocken.

 

Tom fuhr wieder mit seinem roten MTB, ich nahm dieses Mal mein rotes 1990er Gazelle Formula Cross genannt Rote Zora.

 

Vom Preußenhafen ging es erst einmal ein Stück am Datteln-Hamm-Kanal entlang.

 

Am Kraftwerk Bergkamen verließen wir den Kanal und fuhren zwischen Kanal und Lippe weiter nach Osten. Kurz vor Rünthe erreichten wir dann die Lippe.

 

Über eine Industrietrasse folgten wir der Lippe und striffen Werne südlich.

 

In einer Schleife nach Norden umfuhren wir dann Stockum. Das Tempo war eher gemütlich, nur berghoch gab ich manchmal etwas Gas, um meine aufstrebende Form zu konservieren. Tom war schon im Wintermodus und so wartete ich oben.

 

Das Kraftwerk in der Nähe von Herringen sah man schon von Weitem. Das der Tag so grau blieb, konnte man aber in diesem Fall wohl nicht den rauchenden Schloten anlasten. Westlich von Herringen ging es dann weiter nach Süden.

 

Eine halbstarke Ziege meckerte uns an. Keine Ahnung was der für eine Laus über die Leber gelaufen war. Meine Gazelle ließ sich jedenfalls nicht beeindrucken.

 

Zwischen Kamen und Hamm stießen wir dann auf die Bahnlinie nach Hamm. Der folgten wir eine ganze Weile. Zum Glück galt das rote Signal nicht für uns und wir hatten freie Fahrt. In Bönen-Altenbögge machten wir nach 36 km schließlich Pause in einer Bäckerei. Es gab Kaffee und belegte Brötchen. In der Bäckerei war es schön warm. Genau das war dann das Problem als wir wieder raus in die Kälte mussten. So aus dem Warmen heraus war die Kälte noch viel unangenehmer.

 

Der Rückweg war dann relativ einfach. Wir fuhren den Seseke Radweg nach Lünen. In Kamen hatte man den Bereich der Seseke mittlerweile auch wieder schön hergerichtet. Dementsprechend wurde der Weg auch gerne von Radfahrern und Fußgängern angenommen. Wir trafen noch einen Bekannten von Tom, der gerade mit dem MTB auf dem Heimweg war. Wir waren also nicht die Einzigen die bei der Kälte Rad fuhren.

 

Damit es den Leuten nicht zu langweilig wurde, gab es am Wegesrand einige Kunstwerke zu bestaunen. Ein schöner Hintergrund für unsere Räder.

 

Jetzt, na klar. Das hab sogar ich verstanden. Flugs setzte ich mich wieder aufs Rad und fuhr weiter.

 

Die Unterführung unter der A2 war wegen einer Baustelle gesperrt. Und so kamen wir noch zu einer kleinen Extra-Geländetour mit allem Drum und Dran. Was wollte man mehr, waren wir doch mit MTB und Crosser unterwegs.

 

Als sich der Sonnenuntergang näherte, ließ sich doch tatsächlich fast noch die Sonne blicken. Wir freuten uns halt schon über Kleinigkeiten.

 

Die renaturierte Seseke war aber auch wirklich sehenswert. In meinen Augen war das sinnvoll ausgegebene Steuergelder. Da hatte in der Region schließlich Jeder was davon. Nach knapp 57 km erreichten wir mit den letzten Lichtstrahlen den Preußenhafen. Eine kalte aber schöne Tour ging zu Ende. Die Gazelle machte ihrem Namen alle Ehre und sprang wie eine junge Gazelle durch die Landschaft. Meine rote Zora war halt ein Wildfang.

 

Jennifer aka Sonne_Wolken

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