Pättkes-Tour

09.11.2018

 

Tom führte an einem Sonntag Mitte November eine Gruppe Klassikerfahrer/innen durchs Gelände über sogenannte Pättkes. Das sind teilweise unbefestigte Pfade im Münsterland. Am Vormittag war, wie auch bei den Straßentouren, Treffpunkt am Stauwehr Westfalia in Lünen. Ich fuhr mit meinem alten GT Karakoram bereits in Dortmund los. Es war stark bewölkt  und zwischen 6 und 10 Grad warm. Morgens regnete es noch etwas, als ich losfuhr.

 

Über Phönix-West fuhr ich zunächst Richtung Norden nach Körne. Dann folgte ich dem Körnebach. Viel war Morgens noch nicht los. Konnte aber auch am Wetter liegen.

 

Weiter ging es nach Kurl und von dort nach Lanstrop. Bald schon kam das Lanstroper Ei, ein alter Wasserturm, in Sicht.

 

Von dort war es nicht mehr weit zum Preußenhafen in Lünen. Da ich unerwartet früh dort eintraf, drehte ich noch eine kleine Runde durch den Seepark. Im Preußenhafen kam mir dann eine ganze Gruppe Radler aus Werne entgegen. Einige kamen mir bekannt vor. Aber ich bog bereits kurz vor dem Zusammentreffen nach Lünen-Süd ab. Hier sammelte ich Tom ein. Zusammen fuhren wir zum Stauwehr. Dort trafen wir Torsten mit seinem Merida-MTB, Jürgen mit einer Mischung aus Randonneur und Geländerad und Gerhard mit einer ähnlichen Konstruktion.

 

Ich fuhr mein GT Karakoram von 1994.

 

Zu fünft ging es unter der Führung von Tom los. Entlang der Lippe ging es über Schotter direkt in die City von Lünen.

 

Von dort folgten wir der Lippe noch bis Alstedde. Hier drehten wir eine Schleife durch die Alstedder Mark. Auf einem schmalen Pfad durch den Wald passierte es dann. Bei voller Fahrt bekam Gerhard einen Stock ins Schaltwerk. Das war, genau wie das Schaltauge, so verbogen das an eine Weiterfahrt nicht zu denken war. Gerhard machte aus dem Rad kurzerhand ein Singlespeed, indem er das kaputte Schaltwerk demontierte und die Kette kürzte. Das ganze dauerte eine Weile, bis das Rad wieder einigermaßen fahr fertig war. So hatten wir, bis auf Gerhard, eine zusätzliche Pause. Wir standen zumindest mit Rat zur Verfügung.

 

Große Sprünge konnte man mit dem Rad natürlich nicht mehr machen. Gerhard verabschiedete sich als wir die Straße erreichten und fuhr auf direktem Wege zurück zum Stauwehr, wo sein Auto stand. Nur noch zu viert ging es weiter. Über ruppige Wege erreichten wir Bork und schließlich Selm. Es war mittlerweile einigermaßen trocken und fast kam die Sonne durch die Wolken.

 

Hinter Selm erreichten wir den Ternschesee. Doch leider hatte die Gastronomie am Strandbad bereits saisonbedingt geschlossen.

 

Der Strand lag verwaist da. Im Sommer tummelten sich hier die Badegäste.

 

So ging es unter dem Dortmund-Ems-Kanal hindurch nach Olfen. Dort kehrten wir auf dem Marktplatz in einer offenen Bäckerei ein. Für mich gab es ein belegtes Brötchen, Kaffee und ein Schokobrötchen. Die bisherigen Geländeabschnitte hatten richtig Kraft gekostet. Daher kam mir die Pause gerade Recht.

 

Nach der Pause ging es entlang der Alten Fahrt (der alte Dortmund-Ems-Kanal) weiter. Durch viel Gelände ging es zurück nach Bork. Mich verließen langsam die Kräfte, da ich eigentlich sonst mehr Straße fuhr. Zurück wäre ich lieber über Straße gefahren. Zumal noch einige Steigungen im Gelände zu bewältigen waren. Folge war, ich wurde immer langsamer und konnte den anderen nicht mehr folgen. Mein Kreislauf machte auch noch schlapp und ich musste teilweise anhalten und mich ausruhen. Definitiv nicht mein Tag.

 

Von Bork fuhren wir dann wieder Richtung Lünen. Noch im Hellen erreichten wir das Stauwehr Westfalia an der Lippe. Gerhards Wagen war schon weg, er hatte es also geschafft. Tom und ich verabschiedeten uns von Jürgen und Torsten.

 

Tom und ich fuhren dann am Kanal entlang zum Preußenhafen. Hier verabschiedete ich mich von Tom. Es hatte wieder angefangen zu regnen. Mit Licht fuhr ich über Lanstrop, Kurl und Körne weiter.

Nach 119 km kam ich bei Regen im Dunkeln zu Hause in Dortmund an. Eine anstrengende aber schöne Tour war zu Ende. Das GT erwies sich mit dem geraden Lenker allerdings als nicht so gut für lange Touren geeignet. Mir taten vom ungewohnten geraden Griff die Handgelenke weh. Es wurde also Zeit mein Rose-MTB mit Rennlenker zu reaktivieren.  Die Teile für einen Umbau auf 9-fach sind mittlerweile alle da. Fehlt nur die Zeit.

 

Jennifer aka Sonne_Wolken

 

 

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