Kanaltour 2018, die Zweite

30.06.2018

 

Ende Juni war die Schafskälte endlich vorbei. Am letzten Samstag im Monat sollte es wieder schön warm (um die 28 Grad) und sonnig werden. Aber ich beschloss auszuschlafen und keine RTF zu fahren. Stattdessen wollte ich mich mal nach langer Zeit gegen Mittag wieder auf mein Koga Miyata Traveller schwingen. Da das Rad bald als Teilspender für ein neues Projekt herhalten sollte, wollte ich wenigstens noch einmal damit fahren. Geplant war eine entspannte Tour entlang der Kanäle bei uns im Ruhrgebiet. Von Hörde aus ging es zunächst nach Phönix-West und dann runter zur Emscher. Unter der B54 durch fuhr ich weiter zur Bolmke.

 

Kurz vor der Uni bog ich dann nach Dorstfeld ab.

 

Dort erreichte ich wieder den Emscherweg, der mich über feinen Schotter Richtung Hafen führte.

 

Am Dortmunder Hafen erreichte ich dann den Anfang des Dortmund-Ems-Kanal. Diesem folgte ich nun.

 

Auf der gegenüberliegenden Seite waren einige Ruderclubs. Bei einem wurde offensichtlich gefeiert. Auf dem Wasser war auch einiges los.

 

Aus Dortmund raus wurde es ländlicher. Die Bauern hatten bereits ihr goldenes Heu geerntet und zu schönen großen Ballen gebunden. Das glänzte richtig schön in der Sommersonne.

 

In einem alten Kohlebunker fand ich dann die geeignete Location um mein Schwarz/blaues Koga mal abzulichten. Es fuhr sich immer noch Klasse als Tourenrenner. Für Brevets hatte ich ja mittlerweile mein deutlich leichteres Mücke, aber für solche Touren war das Koga gut geeignet. Ich beschloss es zu behalten und wieder aufzubauen, nachdem das neue Projekt abgeschlossen war. Wäre echt schade es weg zugeben.

 

Am Kanal waren viele Angler und Sonnenhungrige, die den schmalen Grünstreifen zum bräunen nutzten. Einige badeten auch in dem Kanal. Ab und zu sah ich ein Frachtschiff.

 

Dann hatte ich das Schiffshebewerk Henrichenburg und den Schleusenpark Waltrop erreicht. Das Schiffshebewerk konnte man ganz im Hintergrund sehen.

 

Die mächtige Schleuse von 1912 war nicht mehr in Betrieb, dafür konnte man mit dem Rad hindurch fahren. Echt eindrucksvoll.

 

Statt der Lastenkähne tummelten sich jetzt hier Ausflugsboote und kleinere Yachten. Ein Paradies für Freizeitkapitäne.

 

Die beiden „neueren“ Schleusen aus den 30er und 60er Jahren waren dafür noch in Betrieb.

 

Weiter ging es zum Datteln-Hamm-Kanal. Hier stand ich vor einer nicht mehr existierenden Brücke. Also weiter.

 

Industrie gab es hier auch noch. Wenn auch nicht mehr so viel wie früher. Strom wurde immer gebraucht. Deshalb gab es entlang des Kanals einige Kraftwerke mit eigenem Hafen.

 

Auch am Stadthafen von Lünen herrschte noch reger Betrieb.

 

Dann erreichte ich nach 50 km den Preußenhafen in Lünen. Der hatte sich zum beliebten Treffpunkt für Freizeitkapitäne und Radfahrer entwickelt. Ich fand noch einen freien Tisch und bestellte Pommes Schranke (mit Ketschup und Mayonnaise) und alkoholfreies Radler. Nach der wohlverdienten Pause ging es auf den Heimweg.

 

Von Lünen fuhr ich nach Lanstrop und erreichte über den Kurler Busch schließlich den Körnebachweg. Dem Weg folgte ich bis Brackel. Hier zwang mich eine Sperrung wegen Prozessionsspinner zu einer Wegänderung. Auch wenn viele die Sperrung und Warnung ignorierten, hatte ich keine Lust auf den juckenden Ausschlag durch die fiesen Härchen der Raupen.

 

Stattdessen fuhr ich Richtung Hauptfriedhof, wo ich erst einmal an einem Bahnübergang warten musste.

 

Weiter ging es nun entlang der Pferderennbahn. Ich bewunderte wieder mal die schönen Graffiti auf der alten Begrenzungsmauer.

 

Die stürze allerdings aufgrund von Altersschwäche immer mehr ein. Und damit verschwand immer mehr Aktionsfläche für die Künstler. Schade drum.

 

Ich überquerte die B1 auf einer Brücke und erreichte die Stadtkrone Ost. Von hier oben hatte man einen schönen Blick auf Schüren. Entlang der Emscher ging es nun zurück nach Hörde, wo ich am späten Nachmittag wieder eintraf. Eine schöne und entspannte Sommertour ging zu Ende. 72,7 km fuhr ich mit einem Schnitt von knapp 19 km/h.

 

Jennifer aka Sonne_Wolken

 

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