Die Rickert-Ausfahrt

03.06.2018

Nachdem ich letztes Jahr eine Rickert-Gedenkfahrt organisiert hatte, kam Tom auf die Idee doch mal generell eine Rickert-Ausfahrt zu machen. So gab es im rennrad-news Klassikforum einen Aufruf. Das Datum wurde schließlich auf den ersten Sonntag im Juni festgelegt. Treffpunkt war am Cappenberger See, am Rande von Lünen. Die Tour sollte durchs Münsterland führen. Die Tourlänge sollte 70 km betragen. Leider gab es in der Woche vor der Tour noch einige Absagen, teilweise krankheitsbedingt, oder wegen anderer Verpflichtungen. 11 Rickertfahrer/innen blieben übrig. Immerhin.

Da ich nur ein Rickert zur Auswahl hatte, fuhr ich mit meinem blauen 2000er Rickert Spezial. Es sollte das neueste Rickert im Feld sein. Kurz vor 10 Uhr kam ich mit Tom am Treffpunkt an. Da es erst um 11 Uhr losgehen sollte, gingen wir noch in die Bäckerei um die Ecke zum frühstücken. Als wir zurück kamen, waren die ersten schon da. Edgar hatte einen Defekt am Schaltwerk, aber Marc brachte einen Ersatz mit, der professionell vor Ort eingebaut wurde. So konnte Edgar auch mitfahren. Wie hieß es so schön: „Unmögliches erledigen wir sofort, Wunder dauern etwas länger“. Nach und nach trafen die Anderen ein. Kurz nach 11 Uhr ging es dann los. Es war trocken, aber noch bewölkt und um die 20 Grad warm.

Zunächst ging es durch Wethmar, wo gerade Schützenfest war. Das war in den ländlichen Regionen am Rande des Münsterland immer noch ein wichtiges Ereignis.

 

Der Pferdewagen wartete schon auf seine Passagiere. Wir nahmen lieber unsere Rickerts.

 

So ging es vorbei an Langern und Werne passierten wir westlich. Auf verkehrsarmen Straßen und asphaltierten Feldwegen fuhren wir durch die schöne Münsterländer Landschaft Richtung Norden.

 

Westlich von Drensteinfurt fuhren wir weiter nach Norden. Kurz vor Rinkerode machten wir dann einen Bogen nach Westen, bevor es südlich weiter ging. Wenn das Tempo flotter wurden, wurde es merklich ruhiger im Peleton. Auf den geraden Stücken konnte man sich aber auch mal unterhalten. Natürlich drehten sich die Gespräche oft um unsere Räder und Fahrten.

 

Nach 45 km kam dann die wohlverdiente Pause im Gasthaus Eickholt kurz vor Davensberg. Nach Kaffee und Kuchen für die Anderen und Flammkuchen und alkoholfreies Radler für mich, machten wir noch ein Gruppenfoto. Zu dem Zeitpunkt dachten wir das der größte Teil der Strecke bereits hinter uns lag.

 

In flottem Tempo ging es nun zurück. Nach kurzer Zeit war mir bereits klar das das mit 70 km nicht hinhauen würde. Dazu wurde es wärmer. Meine Trinkflaschen leerten sich zusehends. Nach Davensberg  fuhren wir durch Capelle und Südkirchen nach Cappenberg. unterwegs noch eine kurze Fotopause, wo alle Räder abgelichtet wurden. Nach etwas über 70 km waren meine Trinkflaschen leer. Und das Ziel war noch nicht in Sicht. Das Thermometer war auf 24 Grad geklettert. Durstig hatte ich vor allem an den Anstiegen jetzt etwas Mühe den Anderen zu folgen. auf gerader Strecke holte ich sie aber wieder ein. Nach 84 km erreichten wir die Bäckerei in Lünen. Ich brauchte dringend etwas zu trinken. Einige verabschiedeten sich bereits, wir anderen setzten uns draußen hin und ließen uns Kaffee und ich auch Kuchen schmecken. Und ein halber Liter Zitronenlimo verdunstete geradezu als ich die Flasche ansetzte. Eine schöne, aber durchaus anspruchsvolle Tour ging zu Ende. Gegen 18 Uhr verabschiedeten sich Tom und ich von dem Rest, packten die Räder ins Auto und fuhren zurück. Ich musste ja noch bis Dortmund und kam dort am Abend an. Es war schön mal mit anderen Rickertfahrern unterwegs zu sein. So viele Rickerts auf einmal hat es sicher auch lange nicht gegeben. Die Ausfahrt schreit auf jeden Fall nach einer Wiederholung. Noch einmal vielen Dank an Tom für die gute Organisation und die Strecke.

 

Die Daten zur Tour: 84 km fuhren wir mit einem Schnitt von 24 km/h und bewältigten dabei etwas über 500 Höhenmeter. Ich hatte vom Vortag noch etwas schwere Beine, aber es ging noch.

 

Jennifer aka Sonne_Wolken

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