Hugo Rickert Gedenkfahrt

31.10.2017

 

Hugo Rickert galt als einer der besten Rahmenbauer Deutschlands. Natürlich lebte und arbeitete er in Dortmund. Nach mehreren Schlaganfällen war er einseitig gelähmt und musste mit über 70 den Rahmenbau aufgeben. Er zog nach Frömern, wo er im Oktober 2011 starb. Da ich selber seit kurzer Zeit ein Rad von Rickert fahre, kam die Idee auf mit einigen Gleichgesinnten den alten Meister zu ehren und eine Rickert Gedächtnistour zu seinem 6. Todestag zu fahren. Es sollten die beiden Wirkungsstätten in Dortmund angefahren werden und anschließend das Grab in Frömern besucht werden. So trafen wir uns Sonntags auf Phönix-West.

 

Zunächst ging es eine Runde auf die Dortmunder Niere. Das ist eine Radrennstrecke neben Phönix-West. Diese Strecke wurde 1980 von Dortmunder Radsportvereinen gebaut und hat die Form einer Niere. Hier werden bis Heute Vereinsrennen, unter anderem von „Sturm“ Hombruch veranstaltet. Früher sicher auch oft auf Rickert Rädern. Alleine in meinem Verein hat fast jedes ältere Mitglied noch ein Rickert im Keller.

Weiter ging es Richtung Innenstadt. Wir fuhren durchs Kreuzviertel und erreichten schließlich Hugo Rickerts ersten Laden in der Weißenburger Straße. Vorher wurden die Rahmen seit 1950 in der Garage des Schwiegervaters gelötet.

Mittlerweile ist in dem alten Laden eine Fahrschule ansässig. Doch es gibt noch Fotos mit Rickert und seiner Frau Doris vor dem Laden in der Innenstadt. Jahre später zog es Rickert dann nach Dortmund-Eving. In der Nähe der Zeche Minister Stein entstand der neue Laden mit Werkstatt.

So erreichten wir die Dammstraße, wo unsere Rickerts gebaut wurden. Hinten war die Werkstatt. Mein Rad war mit Baujahr 2000 eines der letzten die dort entstanden. Heute erinnert hier leider nichts mehr an den seinerzeit berühmten Rahmenbauer.

Nun kam der längere Teil der Tour nach Frömern. Auf dem Weg standen auch einige Höhenmeter, da wir auf den Haarstrang mussten. Zunächst führte die Route nach Scharnhorst und weiter nach Kurl. Über Wickede ging es dann am Dortmunder Flughafen vorbei.

Wir passierten Holzwickede am Rande und kamen schließlich am Bismarckturm in der Nähe von Strickherdicke vorbei.

 

Nur ein kurzer Fotostopp und weiter ging es. Schließlich erreichten wir Frömern.

Wir legten eine Gedenkminute am Grab ein und zündeten eine Kerze für Hugo Rickert an. Ich hoffte das ihm unsere Räder gefielen.

Der Rückweg führte uns am alten Bahnhof von Frömern vorbei. Er ist jetzt in Privatbesitz.

Zurück fuhren wir über Ardey, Dellwig und Altendorf. Danach durchquerten wir Hengsen und erreichten in Sölde wieder Dortmunder Gebiet. Vorbei an der Aplerbecker Mark erreichten wir schließlich nach 67 km wieder Hörde und Phönix-West. Ich verabschiedete mich von meinem letzten Mitfahrer und trat den kurzen Heimweg an.

Auch wenn der Sonntag ein wenig kälter wie noch der Samstag war, war es eine schöne Tour. Wir hatten auch Glück und blieben trocken. Und es war schön diese Tour mit einem meiner Lieblingsräder zu fahren. Ohne Hugo Rickert gäbe es dieses Rad und viele andere nicht. Ich hoffe er blickt aus dem Radlerhimmel mit Wohlwollen auf uns hier unten. Und ich hoffe er weiß es zu schätzen das wir seine Räder und ihn in Ehren halten.

Jennifer aka Sonne-Wolken

 

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