Platt übers Land

02.04.2017

Während ich mich Freitag noch über den Haarstrang gequält hatte, sollte es am Sonntag bei der RTF „Övert platte Land“ von Bochum aus ins Münsterland gehen. Doch anders als der Titel verhieß, war die Strecke mit ca. 600 Höhenmetern nicht unbedingt flach. Ich richtete mich auf jeden Fall auf eine späte Zielzeit ein, da ich auf dem Haarstrang doch einige Federn ließ. Allerdings fiel die Samstag RTF in Grefrath einem Stau auf der A40 zum Opfer, so dass ich umkehrte und den Samstag ziemlich ruhig verbrachte. Nur hier und da ein bisschen an meinen Rädern schrauben, ansonsten eher faulenzen. Trotzdem kam ich Sonntag nicht wirklich gut aus dem Bett. Na, das konnte was werden. Pünktlich traf ich in Bochum ein und meldete mich bei Ralf an. Der durfte nicht selber fahren, sondern arbeitete für seinen Verein. Dieses Mal hatte ich meinen Yellow Bird dabei.

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Kurz nach 8 Uhr ging ich alleine auf die Strecke. Es war bewölkt und mit 11 Grad etwas kühl, aber nicht kalt.

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Nach ein paar Straßen führte mich die Route aus Bochum-Gerthe hinaus ins Ländliche. Zunächst ging es überwiegend bergab oder gerade und es rollte gut. Nach kurzer Einfahrtzeit schlug ich ein ordentliches Tempo an, bezweifelte aber das ich es bis ins Ziel durch hielt. So kam ich zunächst gut voran. Ich passierte Holthausen, überquerte zweimal den Rhein-Herne-Kanal und erreichte über Habinghorst schließlich Henrichenburg, wo ich den Kanal ein drittes Mal überquerte. Leider verließ ich mich dann auf die Route auf meinem Navi und übersah die Abbiegepfeile. Die Strecke war anders ausgeschildert als mein alter Track anzeigte und ich fuhr ein paar Kilometer extra bevor ich umkehrte. Leider zog ich noch zwei Fahrer in die falsche Richtung mit. Sorry Jungs. Wieder auf der richtigen Strecke ging es über Horneburg Richtung Oer-Erkenschwick. Hinter Rapen erreichte ich früh die erste Kontrolle. Hier traf ich Harald und Jupp aus Moers. Sie fuhren kurz vor mir los. Nach der Kontrolle startete ich eine kleine Aufholjagd um die beiden einzuholen. Das gelang mir nach einiger Zeit auch, aber ich war so in Schwung das ich direkt durchzog und zu einer kleinen Gruppe weiter vorne sprang. Dabei zog ich noch einen Fahrer mit und wir erreichten die Vierergruppe mit zwei Fahrern aus Erftstadt, die ich schon öfters bei RTF traf. Wir durften uns anschließen. Mit ordentlichem Tempo ging es weiter. Ich erholte mich erst einmal ein wenig von meinem Zwischensprint und fuhr im Windschatten.

Wir überquerten den Wesel-Datteln-Kanal und die Lippe. Mittlerweile war es etwas wärmer und die Sonne versuchte durch die Wolken zu kommen. Östlich passierten wir Haltern. Hinter Lavesum kamen dann einige längere Steigungen und ich musste abreißen lassen. Der Windschatten bot mir keine Vorteile mehr im Vergleich zu der Kraft die es mich kostete dran zu bleiben. Ich fuhr mein eigenes Tempo, was aber für meine Verhältnisse immer noch recht flott war. Harald und Jupp zogen in einer größeren Gruppe an mir vorbei, waren aber ebenfalls zu schnell für mich.

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Kurz vor Klein Reken erreichte ich die zweite Kontrolle. Hier traf ich die Fahrer aus der Gruppe wieder und auch auf Harald und Jupp.
Ein gutes Zeichen für mich das ich flott unterwegs war, auch wenn ich nicht ganz mithalten konnte. Nach sehr kurzer Pause fuhr ich weiter und beinahe in die falsche Richtung. Die Straßen den Berg hoch sahen aber auch zu interessant aus. Ich folgte den Erftstädtern in die richtige Richtung, musste aber bereits in Klein Reken wieder abreißen lassen. Ab hier fuhr ich wieder alleine, was mir aber nichts machte. Ich fühlte mich erstaunlich gut und wartete immer noch vergeblich auf einen Einbruch.

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In Lembeck kam dann der Wendepunkt der RTF. Ab hier fuhren wir wieder Richtung Bochum. Einige Steigungen warteten noch auf mich, das wusste ich. War die RTF ja schon öfters gefahren. Über Lippramsdorf rollte es ganz gut. Meine Zuversicht stieg das ich zeitig ins Ziel kam.
Hinter Hamm-Bossendorf dann die nächsten Steigungen. Doch noch immer hatte ich genug Kraft.

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In der Nähe von Sinsen erreichte ich dann die 3. Kontrolle um 12 Uhr. Von hier rechnete ich noch mit ca. einer Stunde Fahrt.
Also kurze Pause und ein paar Fotos gemacht. Während der Fahrt kam ich dieses Mal nicht dazu. Das war dem hohen Tempo geschuldet.
Immer noch fühlte ich mich sehr fit und war guter Dinge. Sollte meine Form Heute so einen großen Sprung nach vorne gemacht haben?
Aber lieber nicht vor dem Ziel freuen, ca. 24 km waren es noch. 90 km waren schon auf dem Tacho.

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Meinen treuen Yellow Bird habe ich natürlich auch noch ein Foto spendiert. Das Rad fährt sich richtig gut. Ein richtiges Racebike.
Mit meinem neuesten Aufbau bin ich mehr als zufrieden.

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Weiter ging es. Jetzt war quasi Endspurt angesagt mit wechselnden Beteiligungen. Immer wieder fanden sich kleine Gruppen zusammen, zerfielen aber auch wieder. Am Rande von Oer führte mich der Weg nach Essel. Suderwich und Röllinghausen waren die weiteren Stationen. Ab Holthausen kam es dann noch mal ganz dick. Eine längere Steigung jagte die nächste. Aber auch die meisterte ich, wenn auch die steileren Stücke immer noch nicht so meine Sache waren. Um kurz nach 13 Uhr erreichte ich das Ziel. Hier war schon einiges los, aber ich war für meine Verhältnisse recht früh drin, da Schlusszeit erst um 15 Uhr war. Ich verstaute mein Rad im Auto, zog mir die verschwitzten Trikots aus und bequemere Schuhe an.

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Dann meldete ich mich ab und holte mir die drei Punkte bei dem gut gelaunten RSF Bochum Team. 623 Teilnehmer sind auch ein Grund zur Freude. Mittlerweile waren es auch draußen 17 Grad und die Sonne schien.

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An der Kuchentheke versorgte ich mich mit Kaffee und Kuchen. Das hatte ich mir redlich verdient. Die Daten die mein Radcomputer ausspuckte waren mehr als gut. Die mit dem Verfahrer 114 km und 600 Höhenmeter absolvierte ich mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 25 km/h. So schnell war ich in den letzten Jahren auf dieser Strecke noch nie. Und ich war noch nicht einmal richtig kaputt. Anscheinend hatte ich in der letzten Zeit doch die richtigen Entscheidungen vorgenommen und den selbst erzeugten Druck weg genommen. Und ich hatte anscheinend am Sonntag extrem gute Beine. Die Durchschnittsgeschwindigkeit hatte ich von Anfang bis Ende durchgehalten. Ein gutes Zeichen.

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Ich setzte mich draußen in die Sonne um meinen Kuchen zu genießen. Doch was war das? Da buddelte doch ein Marzipanhase in meinem Kuchen herum. So eine Frechheit. Zur Strafe aß ich ihm erst einmal die Möhre weg. Der Kuchen war auf jeden Fall sehr lecker. Gut gelaunt machte ich mich auf den Weg nach Hause. Ein toller RTF Tag ging zu Ende.

Jennifer aka Sonne_Wolken

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