Die Unvollendete

26.03.2017

Sonntag sollte das Wetter eigentlich so gut werden wie am Samstag, aber der Morgen nach der Zeitumstellung empfing mich mit sehr bewölktem Himmel. Trotzdem lud ich mein Peugeot ins Auto und fuhr Richtung Westen nach Ratingen-Lintorf. Hier war der Start für die RTF „Zwischen Rhein und Ruhr“ des RSV Düsseldorf-Rath/Ratingen. Die Gegend kannte ich gut, da ich einige Kilometer nördlich von hier in Duisburg geboren und etwas weiter im Süden in einem größeren „Dorf“ mit knapp 600.000 Einwohnern (zumindest steht das Dorf im Namen) aufgewachsen bin. Um 9:30 Uhr ging ich auf die 111 km Strecke. Klaus-Peter begleitete mich bis zur Streckenteilung nach knapp 10 km. Dann fuhr ich alleine weiter. Zunächst führte die Strecke nach Angermund um dann einen südlichen Schlenker nach Kalkum zu machen. Hier war alles sehr ländlich geprägt, obwohl die Düsseldorfer City nur ein paar Kilometer entfernt war.

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Mittlerweile hatte sich die Sonne auch durch die Wolken gekämpft und es wurde langsam wärmer. Die dicken Wolken hatten sich verzogen und leichten Schleierwolken Platz gemacht. Kaiserswerth wurde leider nur gestriffen und die Strecke führte rheinaufwärts bis hinter Lohausen. Hier ging es auf der Flughafenbrücke über den Rhein.

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Nach der Brücke passierte ich Meerbusch und machte einen Bogen um Strümp herum. Weiter fuhr ich durch Ossum und am östlichen Rand von Krefeld vorbei.

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Nach ca. 33 km dann die erste Kontrolle in Gellep-Stratum. Ich verpflegte mich kurz und füllte meine Trinkflasche auf. Kurz bevor ich wieder losfuhr kam eine ganze Gruppe von dem Erftstädter Verein an, bei dem ich eine Woche zuvor gestartet war. Dann ging es mit frischem Schwung wieder auf die Strecke.

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Mein Peugeot Cologne und ich schlugen uns bisher ganz gut mit einem Schnitt von über 25 km/h.

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Die Strecke führte mich wieder durch bekanntes Gebiet. Den Hafen von Uerdingen hatte ich früher schon öfters durchquert.

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Auch die alte stählerne Hafenbrücke passierte ich schon des öfteren. Hoffe sie bleibt noch lange erhalten.

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Doch dann musste ich den Rhein auf der Krefeld-Uerdinger Brücke wieder überqueren und es ging ins Landesinnere. Also mal wieder Abschied nehmen von Vater Rhein. Bis zum nächsten Mal.

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Seit ein paar Kilometern fuhr sich das Hinterrad etwas komisch. Ich hatte das Gefühl mir einen Höhenschlag eingefangen zu haben. Da war also demnächst eine Runde auf dem Zentrierständer nötig, so dachte ich. Doch es wurde hinten immer holpriger und schließlich schwammig. Ein Plattfuß bei Serm. Na ja, die Sonne schien und es war einigermaßen warm und ich lag gut in der Zeit. Was sollte mir da die Laune verderben? Doch als ich den Schaden näher in Augenschein nahm, entdeckte ich das der Conti-Reifen an der Flanke über der Felge seitlich gerissen war. Natürlich hatte ich ausgerechnet jetzt keinen Ersatzreifen dabei. Murphys Law. Ich zog dennoch einen neuen Schlauch ein und pumpte vorsichtig auf. Mit wenig Druck fuhr ich langsam weiter. Der Schlauch kam zwar etwas an der Seite raus, aber hielt. Doch daran die Strecke zu Ende zu fahren war nicht zu denken. Es waren noch über 50 km und nur eine Frage der Zeit bis der neue Schlauch platzte. Also blieb mir nur der Abbruch.

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An der Kapelle am Heltorfer Schloss holte ich mir noch etwas Beistand von oben und machte mich dann vorsichtig über Angermund auf den Rückweg nach Lintorf, wo ich am frühen Nachmittag immerhin aus eigener Kraft eintraf. 59 km mit einem Schnitt von immerhin noch knapp 22 km/h trotz Schleichfahrt konnte ich noch verbuchen. Da ich immerhin einen Kontrollstempel vorweisen konnte, bekam ich einen Punkt in meine Wertungskarte für die 45 km Strecke eingetragen. Wenigstens keine komplette Nullnummer. Komischerweise hatte ich immer noch gute Laune. Das lag wohl am Wetter und der Tatsache das ich nicht schieben musste. Eine Belohnung in Form von Kaffee und Kuchen und in der Sonne sitzen gab es natürlich trotzdem. Die 200 km Marke hatte ich dieses Wochenende ja trotzdem geknackt. Und ein Memo an mich: Ab jetzt immer einen Ersatzreifen mitführen. Habe zwar erst zweimal einen gebraucht, aber beide Male hatte ich keinen dabei.

Jennifer aka Sonne_Wolken

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