Schulfrei

22.01.2017

hatten zwar die Schüler am Sonntag, aber für mich und mehrere Hundert MTBler hieß es früh aufstehen und zur Schule radeln. Denn hier startete um 10 Uhr der 3. Lauf der Westfalen Winter Bike Trophy in Aplerbeck, einem Stadtteil im Dortmunder Süden. Und ganz wie so oft vor 35 Jahren in der Schule war ich mal wieder spät dran. Die Ersten starteten gerade, als ich auf dem Schulhof eintraf.

Umso besser, dann sollte es an der Anmeldung nicht mehr so voll sein. Ja von wegen, Pustekuchen, bis vor die Tür standen sie Schlange. Na ja, eilig hatte ich es Heute nicht. Irgendwann war dann die Anmeldung erledigt und ich machte mich bei Minusgraden aber strahlender Sonne auf den Weg. Wegen einiger zu erwartender Höhenmeter, wollte ich nur die 33 km Runde unter die Räder nehmen. Zunächst ging es durch den Aplerbecker Wald, wo bereits die ersten Steigungen auf uns warteten. Und die nahmen gar kein Ende. Bis auf 200 m ging es in Schüben hoch. Zum Schluss wurde es nochmal richtig steil. Da ich wusste was mich erwartete, ließ ich es eher gemächlich angehen. Die Muskeln waren ja noch kalt. Bei Temperaturen unter Null auch kein Wunder.

Vorbei ging es an Gut Ostberge, einem Reiterhof an der Grenze zu Schwerte. Die Straßen waren frei, aber auf den unbefestigten Wegen und Pfaden musste man aufpassen, da es stellenweise glatt war. Nach dem Überqueren der A1 führte uns die Strecke vorbei an Lichtendorf.


Entlang der Bahnlinie erreichten wir Geisecke. In Geisecke muss ich dann wohl die Streckenteilung auf die 33 km Route verpasst haben. Mein Navi warnte auch, nur ich dachte die Strecke wäre kurzfristig geändert worden. Das kommt schon mal vor und hatte ich später auch. Leider habe ich erst im Nachhinein erfahren das mein Navi Recht hatte. Und so fuhr ich munter den Anderen hinterher, die auf der langen Strecke waren.

Vorbei ging es am Stausee Hengsen. Ein kurzes Innehalten mit Blick aufs Wasser setzte neue Kräfte frei. Mit Schwung ging es weiter.

Hinter Dellwig überquerten wir die Ruhr auf etwas morschen Holzplanken. Es knirschte und ächzte ganz schön beim Überfahren.

Nach der Ruhr ging es dann noch mal schön bergauf. Nicht die letzte Steigung für den Tag. An der 1. Kontrolle in Rheinen schwante mir dann langsam das etwas nicht stimmen konnte. 23 km war ich bis zur Kontrolle gefahren. Die war aber deutlich weiter wie 10 km vom Ziel entfernt, also käme ich über 33 km. Ich war ratlos und fuhr aber weiter. Ab hier war ich dann wohl wieder auf der 33er Route, wie mir die nächste Streckenteilung zeigte. Dieses Mal passte ich besser auf. Obwohl, die 8 – 10 km mehr der 50er hätte ich auch noch fahren können. Aber das erfuhr ich erst ein ganzes Stück hinter dem Abzweig. Shit happens.

Hinter Ergste führte die Strecke entlang einer alten Bahnlinie mit interessanter Stahlbrücke. Nach dem flachen Stück folgte dann in Westhofen wieder eine längere Steigung. Doch langsam kam ich auch berghoch gut in Tritt.

Ein alter Gutshof am Steinhauser Weg, der leider kurz nach seiner Renovierung ausbrannte und nun wieder neu aufgebaut wird. Am Rande von Holzen führte die Strecke uns an Schwerte vorbei. Hier warteten wieder einige größere Steigungen in Intervallen bis auf 200 m auf uns. Aber wenige Kilometer vor dem Ziel war noch genug Kraft und vor allem Motivation vorhanden um auch diese gut zu meistern. Zum Schluss gab es dann noch eine rasante Abfahrt in den Zielbereich. Nach 44 km (11 mehr als eigentlich nötig) erreichte ich die Schule wieder. Aber so macht Schule natürlich Spaß. Zur Belohnung gab es dann doch Kaffee und Kuchen, Diät hin oder her. Waffeln waren leider aus. Noch ein bisschen mit ein paar Bekannten gequatscht und dann machte ich mich auf den Heimweg.

Der führte mich entlang der Emscher zum Phönixsee und dann über die alte Bahntrasse nach Phönix-West und schließlich nach Hause. Über 60 km mit An- und Abfahrt standen dann am Ende auf der Uhr. 857 Teilnehmer starteten in Aplerbeck. Im Gegensatz zum letzten Jahr kam ich ohne Stürze und Defekte aus. So kann die Wintersaison weiter gehen. Nächstes Wochenende stehen wieder zwei Touren auf dem Programm.

Für mich geht jetzt leider auch der Urlaub zu Ende und Morgen ruft wieder die Arbeit. Weniger Zeit zum Rad fahren und arbeiten an meinen Projekten. Aber das war ja nicht der letzte Urlaub dieses Jahr.

Jennifer aka Sonne_Wolken

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s