Channel Challenge

12.11.2016

Im Radforum kam Mr. Sakura im Sommer auf die Idee einer Channel Challenge, also einer Kanal Herausforderung. Da wir im Ruhrgebiet leben, war damit der Datteln-Hamm-Kanal gemeint. Idee war den Kanal einmal komplett auf den ehemaligen geschotterten Treidelpfaden hoch und wieder runter zu fahren. Als Ausgangspunkt war relativ schnell Hamm ausgemacht. Mit von der Partie war natürlich Mr. Sakura himself, Toto unser Kampfpinguin und meine Wenigkeit. Zwei MTB und ein Cyclocrosser stellten unseren Fuhrpark da. Damit das Ganze nicht zu einfach wurde, fand die Challenge Mitte November statt. Außentemperatur um 0 Grad, aber sonnig. Treffpunkt war Samstag Morgens um 9 Uhr am Einkaufszentrum in Herringen.

Von dort erreichten wir bald den Kanal und hielten uns westwärts, Richtung Datteln.

Um die Zeit war noch nicht viel los und so kamen wir gut voran. Nur bei den vereisten Pfützen mussten wir aufpassen.

Auf den Fotos sieht man zum Glück nicht wie kalt es war. Wir waren alle dick eingemummt. Es war halt irgendwie schon Winter. Aber ein schöner Wintertag wie aus dem Bilderbuch. Vorbei ging es am Preußenhafen, wo noch nicht so viel los war, aber der Imbiss hatte schon auf. Doch den sparten wir uns für den Rückweg auf.

So 12 bis 13 km hinter dem Preußenhafen hatten wir dann das Ende des Kanals bei Datteln erreicht. Hier führt der Kanal in den Dortmund-Ems-Kanal. Und wir machten uns nach einer kurzen Fotopause wieder auf den Rückweg.

Auf dem Weg zurück nach Hamm folgten wir dann einem Hinweis zu einem alten Herrenhaus, der uns etwas vom Kanal weg führte, aber sehr interessant war. Der größte Teil war bereits verfallen und überwuchert, aber man versuchte die Wirtschaftsgebäude halbwegs instand zu halten. Das Anwesen befindet sich in Privatbesitz.  Über einige Singletrails kamen wir schließlich wieder zurück zum Kanal.

Entlang des Kanals gibt es noch immer viele genutzte Industriehäfen.

Mr. Sakura machte seinem Ruf als König der Pannen mal wieder alle Ehre und wir nutzten das für eine kurze Pause, während er geübt einen neuen Schlauch einzog.

Kurz danach erreichten wir den Preußenhafen zum zweiten Mal. Dieses Mal war aber eine Rast angesagt. Kaffee und Pommes, für die Jungs gab es noch Currywurst und wir setzten uns ein paar Minuten in die Sonne. Die Temperaturen lagen immer noch wenig über dem Gefrierpunkt. Weiter ging es nach Osten.

Das Ruhrgebiet raucht noch immer. Nur jetzt sind es oft die diversen Kraftwerke am Kanal. Der Energiehunger der Region scheint unermesslich.

Kurze Pinkelpause für die Jungs. Ich war zum Glück am Preußenhafen auf Toilette.

Wir folgten dem Pfad weiter bis und durch Hamm und dahinter wurde es wieder ländlicher.

Blühende Felder und im Hintergrund immer die rauchenden Schlote der Kraftwerke. Das Ruhrgebiet braucht viel Energie.

Am Ende des Kanals in Hamm-Uentrop hatten wir dann einen „malerischen“ Ausblick auf das dortige Kraftwerk, der Grund warum der Kanal bis hierhin führt. Strom kommt halt aus der Steckdose und wir machen uns vielleicht zu wenig Gedanken wie er produziert wird.

Auf dem Rückweg zum Hafen von Hamm hörte ich plötzlich ein merkwürdiges Schnauben und Zischen und dann ein gellendes Pfeifen. Dieses Geräusch weckte Erinnerungen an meine frühe Kindheit in den 60er Jahren. Damals fuhr noch die ein oder andere Dampflok vor Güterzügen. Als ich mich umschaute entdeckte ich in einiger Entfernung eine Bahntrasse und den Urheber der Geräusche. Da fuhr doch tatsächlich eine Dampflok mit ein paar Waggons.

Der malerische Mond über dem Hafen von Hamm kurz vor unserer Rückkehr von der Tour. Zum Glück hatten wir alle ausreichende Beleuchtung an den Rädern.

Fazit: Die Channel Challenge war sehr anstrengend, aber auch sehr schön und hat mit meinen beiden Mitfahrern wirklich Spaß gemacht. Der Grund warum ich am Ende so groggy war, offenbarte sich in der Woche nach der Challenge. Ich hatte mir irgendwo einen sehr hartnäckigen Virus eingefangen, der mich erst einmal völlig außer Gefecht setzte. Das war dann leider für zwei Monate meine letzte Tour.

111km mit einem Schnitt von knapp 18 km/h hatte ich am Ende auf dem Tacho.

Jennifer aka Sonne_Wolken

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4 Gedanken zu “Channel Challenge

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