Ruhrtalfest Witten

11.05.2014

Regnerisches Wetter, und das an einem Sonntag. Meine Begeisterung hält sich in Grenzen.
Aber ganz ohne Rad fahren geht es einfach nicht. Über das Radforum hatte ich den Hinweis auf das Ruhrtalfest am Schleusenwärterhaus in Witten bekommen. Da könnte ich doch mal vorbei schauen.
Da Witten nicht so weit weg ist, kommt Peggy mein Stadtrad zum Einsatz. Auf der weitestgehend flachen Strecke reichen 7 Gänge völlig aus. Da es etwas kühl ist, ziehe ich meine wasserdichte und gefütterte Trekkingjacke übers Radtrikot. So wird wenigstens der Oberkörper vor dem Regen geschützt.

Von Dortmund-Hörde fahre ich zunächst zum Zoo, um dahinter auf die Hagener Straße bis Kirchhörde bergauf zu schleichen. Erst als es rechts in die Hohle Eiche geht, rolle ich wieder bergab. Am Ende erreiche ich die Trasse des Rheinischen Esels, der mich nach Witten führt.
Immer wieder brechen plötzliche Schauer über mich herein. Die Jacke hält dicht, der Helm mit seinen Belüftungslöchern eher weniger. Na ja, ich habe ja ein Ziel, nur durch halten. Ich hasse Regen. Könnte man nicht mal ein Gesetz auf den Weg bringen, das es nur noch Nachts regnen darf? Ich wäre unbedingt dafür.

In Witten folge ich zunächst den Hinweisen Richtung City, um mich dann aber mehr links Richtung Ruhr zu halten. Nicht so angenehm ist die Baustelle kurz vor der Ruhrbrücke zu durchfahren. Zum Glück ist nicht ganz so viel Autoverkehr. Direkt hinter der Brücke geht es nach rechts und dann an den Gleisen wieder rechts. Nach kurzer Zeit erreiche ich das Industriemuseum Zeche Nachtigall, welches um die Uhrzeit noch im Dornröschenschlaf zu liegen scheint. Weiter geht es an der Ruhr entlang bis zur Radfähre. Am Anlieger der Fähre dann der Hinweis das die Fähre heute nicht in Betrieb ist. Also wieder ein gutes Stück den Weg zurück fahren, über eine Brücke die Ruhr überqueren und die weniger schöne Strecke entlang der Straße nehmen. Nach einigen hundert Metern geht es dann in einen Weg links zurück zur Ruhr und über einen holprigen Weg, der noch aus der Römerzeit zu stammen scheint, zum Schleusenwärterhaus.

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Von weitem kann man leider schon erkennen das das Wetter offenbar viele Leute von einem Besuch des Festes abhält.

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Einige Unentwegte sind, wie ich, mit dem Fahrrad angereist. Andere haben sich wenigstens mit dem Auto auf den Weg gemacht.

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Ein paar Aussteller haben ihre Stände aufgebaut, aber wie ich in einem Gespräch erfahre, haben einige aufgrund des Wetters auch abgesagt. Das Fest ist gut organisiert, für das leibliche Wohl ist gesorgt, und ein großes Zelt mit Bierzeltgarnituren sorgt dafür das man bei den zahlreichen Schauern ein trockenes Plätzchen findet.

ruhrtalfest8964_4.jpg ruhrtalfest8962_4.jpg

Am Stand des ADFC kann ich dann sogar mein Radkartensortiment etwas vervollständigen. Eine Karte fürs Münsterland und eine für das gesamte Ruhrgebiet gehen, gegen ein übliches Entgelt, in meinen Besitz über. Da es Mittagszeit ist, kaufe ich mir die nötigen Essensmarken und lasse mir zunächst eine Currywurst mit Pommes schmecken (was auch sonst im Ruhrgebiet). Natürlich darf auch eine Apfelschorle nicht fehlen. Später folgen dann noch Kaffee und leckerer, selbstgebackener Kuchen.

In den trockenen Phasen wird für die Besucher einiges geboten. Man kann Pedelecs (Elektrofahrräder) Probe fahren. Oder sich sogar auf ein Liegerad schwingen und das Fahrgefühl mal ausprobieren.

Mir hat das Fest sehr gut gefallen,auch wenn nicht so viel los war. Ich hätte den Organisatoren besseres Wetter und deutlich mehr Besucher gewünscht. Das Rad fahren lebt auch gerade von solchen Aktivitäten von Vereinen und vielen freiwilligen Helfern. Momentan leben wir in einer Zeit wo das Radfahren immer attraktiver wird. Und das tut uns und unserer Umwelt nur gut.

Nach ca. anderthalb Stunden mache ich mich dann doch wieder auf den Heimweg.
Relativ ereignislos erreiche ich über den Rheinischen Esel schließlich Dortmund. Unterwegs begegnen mir nur wenige andere Radfahrer.
Obwohl ich ein paar Mal nass wurde, bereue ich die Tour nicht. Manchmal muss man sich einfach nur mal aufraffen.

Nach 43,42 km bin ich wieder zu Hause. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug lediglich 16,87 km/h.

Jennifer aka Sonne_Wolken

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