RTF „Bike On“

21.03.2015

Am Samstag stand meine vierte RTF für diese Saison auf dem Programm. In Gelsenkirchen-Resse wollte ich die 73 km Strecke in Angriff nehmen. Schon Tage vorher verhieß die Wettervorhersage nichts Gutes. Mein innerer Schweinehund versuchte anzumerken das man doch mal pausieren könnte. Mein Stinkefinger brachte ihn zum schweigen. Freitag Abend wurde das Rad noch mal durch gecheckt und frisches Öl auf die Kette gebracht. Neben den normalen Radsachen legte ich auch schon mal direkt die Regenklamotten raus. Samstag klingelte der Wecker um 5:30 Uhr und ein Blick aus dem Fenster bestätigte den Wetterbericht, es regnete. Egal, dann machte ich mir halt ein paar warme Gedanken und frühstückte erst einmal. Nach dem Besuch im Bad und der etwas aufwändigeren Ankleide, wurde das Rad aus dem Keller geholt. Mittlerweile war mein Mitfahrer aus dem Verein auch schon mit seinem funkelnagelneu Rad eingetroffen. Wir verstauten die Räder im Kombi und es ging auf in die „verbotene“ Stadt (Dortmunder und Schalker sind sich angeblich spinne feind). Nach dem Ausladen der Räder rollten wir gegen 8:40 Uhr zur Anmeldung. Nur wenige hartgesottene Rennradler hatten sich eingefunden. Für den Radsportverein RC Buer / Westerholt 1982 e.V. war das natürlich nach der ganzen Arbeit eine Enttäuschung. Es gab lediglich 94 Starter wie ich im Nachhinein erfuhr. Wir ließen uns mit dem Start, der um 9 Uhr erfolgte, etwas Zeit und genehmigten uns noch ein halbes Brötchen und Kaffee. Eine halbe Stunde später gingen wir dann auch auf die Strecke. Da waren unsere Räder noch sauber.

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Durch Resse und Buer erreichten wir Polsum. Immer wieder regnete es mit nur kurzen Unterbrechungen. Zunächst schützten die Regensachen ganz gut. An der ersten Kontrollstelle ein kurzer Plausch, ein Marmeladenbrot und als wir gerade fahren wollten, schüttete es wieder stärker. Also erst noch ein wenig warten. Doch als der Regen nicht nach ließ, ergaben wir uns in unser Schicksal und fuhren weiter. Wir bekamen noch mit das viele an der Streckenteilung doch die 43 km Strecke nahmen. Wir blieben bei unserer Strecke, kneifen galt nicht. Trotz des Regens fiel uns die schöne Münsterländer Landschaft auf. Allerdings hatte ich den Ausfall meines guten alten Fahrradtachos zu beklagen. Irgendwie fühlte ich mich unwohl ohne Informationen über Zeit, gefahrene Kilometer und Geschwindigkeit. Ich hoffte das nur die Batterie leer war. Tapfer kämpften wir uns durch den Regen bis zur zweiten Kontrolle in der Scheune eines Bauernhofes. Hier erfuhren wir das mit uns noch keine 20 Fahrer/innen an der Kontrollstelle waren. Wir quatschen ein bisschen um die Pause zu verlängern und nach uns treffen noch ein paar wenige Nachzügler ein.

Doch es half nichts, das Ziel wartete auf uns und so machten wir uns an die letzten 25 km. Mittlerweile hatten die Regensachen ihre Funktion eingestellt und ich spürte wie die Nässe überall hin kroch. Doch wenn man mal richtig nass ist, ist einem sowieso alles egal. Stoisch kurbelten wir uns Meter für Meter näher ans Ziel. Dort, kurz vor 14 Uhr angekommen war nicht mehr so viel los. Die meisten Rennradler waren schon längst auf dem Heimweg. Ich erschrak erst einmal als ich bemerkte das ich nicht nur nass sondern auch total dreckig war. Das Gleiche galt für mein Rad.

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Ich schälte mich aus den dreckigen Regensachen und versuchte die Radhose auf der Toilette einigermaßen zu reinigen. Auf dem Weg die Treppe runter machte ich mich dann noch lang, weil ich auf meinen nassen Schuhsohlen ausrutschte. Mein Ellenbogen machte schmerzhaft Bekanntschaft mit einer Treppenstufe. Das war jetzt auch egal.

An der Zielanmeldung ließ ich mir noch die zwei Punkte für die Strecke in die Wertungskarte eintragen und unterhielt mich mit den Leuten vom Verein noch über das neue Scan-System. Das kommt ja auf meinen Verein auch noch Ende Mai bei unserer RTF zu. Endlich gönnte ich mir noch eine kleine Belohnung in Form von Kaffee und Kuchen.

Als Fazit kann man sagen das es eine schöne und gut organisierte RTF war, die besseres Wetter und mehr Teilnehmer verdient hätte.
Zu Hause angekommen reinigte ich sofort das Rad, die Regensachen und ölte die Kette. Anschließend startete ich mit einer neuen Knopfbatterie den Wiederbelebungsversuch meines Radtachos. Doch das Display blieb tot. Mein Cyclomaster, ein treuer Weggefährte seit 15 Jahren, hauchte am Samstag, den 21.03.2015 sein elektronisches Leben aus und weilt nun im Computernirwana. Ich werde ihn vermissen, seine blaue und seine gelbe Taste, sein blinkendes Display, seine genaue Anzeige. So viele Regenschauer hat er überstanden, doch das war einer zuviel, schnief.

Da Sonntag die nächste RTF ansteht montierte ich einen Ersatztacho von Sigma, der eigentlich für ein anderes Rad vorgesehen war. Ohne Tacho geht einfach nicht.

Jennifer aka Sonne_Wolken

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