Regen in Westfalen

12.07.2015

Heute war ich mal wieder unterwegs. Nachdem mir bei der Sauerlandrunde am Freitag 4 Speichen auf der Antriebsseite im Wiegetritt weg rissen, nutzte ich das tolle Wetter Gestern zum Basteln im Keller. Bei Begutachtung des Schadens stellte ich fest das die verbauten Seraphin-Speichen absolut untauglich waren. Qualität sieht anders aus. Neben den 4 gerissenen Speichen machten die anderen Speichen auch den Eindruck als wenn sie dem Beispiel bald folgen würden. Die Köpfe waren schon plan mit dem Nabenflansch. Ersatz musste dringend her. Da ich noch so einige Laufräder im Fundus habe, fand sich ein neues Laufrad für vorne mit DT-Swiss Champion Speichen der passenden Länge. Also kurzerhand das neue Laufrad gefleddert und die Speichen ins malade Hinterrad eingebaut. Bei Gelegenheit speiche ich das Vorderrad dann neu ein.

Eigentlich hatte ich für Heute die Teilnahme an der RTF in Bottrop geplant. Der Wecker war bereits auf 5 Uhr gestellt, alle Sachen lagen bereit. In der Nacht wurde ich mal kurz wach und fand es eine blöde Idee am letzten Urlaubstag so früh aufzustehen. Also schaltete ich den Wecker wieder aus. RTF in Bottrop? Ja, aber dieses Mal ohne mich.

So, nun geht es aber los mit der Tour. So genau wusste ich gar nicht wohin es gehen sollte, als ich gegen 14 Uhr bei strahlendem Regen aufbrach. Erst mal rechts aus der Hofeinfahrt raus und dann weiter schauen. So nach und nach kristallisierte sich dann der Weg nach Unna heraus. Unterwegs dann eine unangenehme Situation als direkt hinter einer 90 Grad Kurve der Weg voller Glas war. Wie eine schwangere Auster versuchte ich durch ungeschickte Gewichtsverlagerung die Scherben zu umfahren, was bei der Masse an Glas eigentlich unmöglich war. Die Begutachtung der Reifen schien aber Entwarnung zu geben. Also konnte ich die Fahrt fortsetzen. In Unna sah ich mich erst einmal auf dem Katharinenplatz um. Wohin sollte es jetzt gehen. Spontan entschied ich mich für Kamen.

Auf dem Weg nach Königsborn bemerkte ich das irgendwie die Luft raus war. Die Luft aus meinem Vorderreifen. Das Ganze fuhr sich etwas schwammig. Also anhalten, das nötige Werkzeug und Material aus der Lenkertasche fischen und in strömenden Regen auf die Fehlersuche machen. Nach einigem Suchen fand ich dann so eine blöde grüne Glasscherbe, die mir bei der Untersuchung des Reifens, etliche Kilometer vorher, entgangen war. Mit Dreck getarnt hob sie sich kaum vom schwarz des Reifens ab. Scherbe entfernt, neuen Schlauch montiert und Reifen wieder aufgepumpt, konnte die Fahrt fortgesetzt werden. Einige Kilometer später kam dann ein Burger King in Sicht. Echt praktisch wenn man dringend mal muss und keine Lust hat sich hinter irgend einen Busch zu hocken. Bei der Gelegenheit gönnte ich mir auch eine Cola, Pommes und einen vegetarischen Burger. Nach der verdienten Pause erreichte ich nach einigen Kilometern Kamen. Hier stiess ich „zufällig“ auf den Seseke Radweg.

Also auf nach Lünen. Den Weg hatte ich aufgrund des Wetters fast für mich alleine. Überhaupt waren auf der ganzen Strecke kaum Radfahrer oder Fussgänger unterwegs. Aber ich sagte mir wenn nicht „Jetzt“, wann dann?
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Entsprechend eingepackt konnte mir der Regen gar nicht viel anhaben. Und die neue Regenjacke war nicht nur dicht, sondern auch relativ atmungsaktiv, zumindest bei moderatem Tempo. Jedenfalls musste ich nicht im eigenen Saft schmoren.
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Über den Sesekeradweg erreichte ich den Seepark in Lünen. Am Horstmarersee bot sich mir für Mitte Juli ein völlig ungewohntes Bild. Wo bei gutem Wetter hunderte oder gar tausende Badelustige den Strand und das Wasser bevölkern, war ich ganz alleine. Ich hatte den ganzen See für mich. *jubel* Na gut, zum baden oder am Strand liegen war es mir auch zu kalt. Aber immerhin.
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Um die Ecke am Preussenhafen bot sich ein ähnliches Bild. Keine Fussgänger, keine Radfahrer und auch auf dem Wasser war nichts los. Sonst ist hier oft kaum ein Durchkommen.
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Jetzt ging es auf dem üblichen Weg nach Hause. Lanstrop liess ich links liegen und fuhr dann am Körnebach entlang Richtung Brakel. In der Nähe des Ostfriedhofs nahm ich dann die alte Bahntrasse Richtung Hörde. Vor dem Westfalenpark dann eine steile Rampe hoch nach Phönix West. 1. Gang (von 7 Gängen der Nabenschaltung) und Wiegetritt brachten mich die Rampe hoch. Keine knackenden Speichen waren ein gutes Zeichen. So erreichte ich entspannt den heimatlichen Keller. Das Rad sah allerdings aus, als hätte es sich im Dreck gesuhlt. Also direkt eine Wellnesdusche einschliesslich Badeschaum fürs Rad und es ist wieder einsatzbereit. Eine Begutachtung der Speichen zum Abschluss gab Entwarnung. Alles Paletti. Die nächste Tour kann kommen. Als ich endlich im Wohnzimmer Platz nahm, hörte es auf zu regnen und die Sonne kam raus. Das erste Mal Heute.

Die Länge der Tour betrug knapp 63 km bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 16,42 km/h.

Jennifer aka Sonne_Wolken

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