Radsport an Ostern

06.04.2015

Ostersonntag war Radsport freie Zeit. Aber da meine RTF-Chimäre ja immer noch nicht ganz fertig war, ging es Nachmittags in den Keller und die letzten Teile, die ein paar Tage vorher eintrafen, wurden am Rad verbaut. Das Lenkerband musste zunächst ab. Jetzt stellte ich den Lenker noch mal von der Neigung genau ein und drehte ihn leicht nach unten. Dafür wanderten die Bremsgriffe weit nach oben. Bevor ich die Bremsleitungen wieder festklebte, befestigte ich die neuen Lenkerendhebel und verlegte neue Schaltkabel. Das alte Hebelprovisorium wurde mitsamt alter Schaltkabel entfernt. Dann konnte ich alle neuen Kabelhüllen am Lenker verlegen und befestigen. Nach einstellen der Schaltung und überprüfen der Bremsen wickelte ich dann den Lenker neu.
Jetzt sah das Ganze endlich wie ein richtiges Renncockpit aus.

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Ostermontag hatte ich dann Gelegenheit bei der 112 km Frühjahrs-RTF des RC Sprinter Waltrop das neue Cockpit zu testen. Der Wetterbericht war etwas widersprüchlich und so nahm ich sicherheitshalber eine Regenjacke mit. Gegen 7:30 Uhr traf ich am Start ein und erledigte die Anmeldeformalitäten. Danach gönnte ich mir ein halbes Brötchen mit Käse. Und traf auf Vera, die ich, zusammen mit Manuel, am Samstag bei der Grefrather RTF in Holland auf gegabelt hatte. Sie musste sich noch anmelden. Leider verpassten wir uns danach und ich startete 8:05 alleine.

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Da es bewölkt aber trocken war, verzichtete ich auf die Regenjacke. Nach 20 Minuten vorsichtigem warm fahren, schloss ich nach Bork plötzlich auf Vera und Günter auf. Sie revanchierte sich für Samstag und lud mich ein mitzufahren. Ich nahm leicht Geschwindigkeit raus und schloss mich den Beiden an. Günter fuhr die ganze Zeit im Wind, der aber nicht besonders stark war und schien nicht müde zu werden. Da ich meine eigene Form nicht so einschätzen konnte, blieb ich erst einmal hinten, aber nutzte nur selten den Windschatten. Meistens fuhr ich entweder versetzt oder ein paar Meter hinter den Beiden. Nach der ersten Kontrolle kurz vor Südkirchen fuhr Vera so überstürzt los, das sie glatt Günter vergaß. Also kehrten wir um und sammelten ihn bei der Kontrolle ein. Wir durchfuhren Capelle und streiften Ascheberg.

Nach ca. 40 km am Ortseingang von Davensberg fing ein leichter Nieselregen an. Halb so schlimm dachte ich, es würde bestimmt bald wieder aufhören. Wenn ich da schon wüsste. Irgendwie wurde ich immer nasser und das Wasser suchte sich den Weg zu meinem Körper. Bei nur 6 Grad nicht gerade angenehm. Irgendwann war es mir dann egal. Es hörte bis zum Ziel nicht mehr richtig auf zu regnen. Ich wollte nur noch ins Ziel. Mittlerweile fuhr ich vorne in unserer kleinen Gruppe und bot den anderen Windschutz. Bei meiner Größe und meiner etwas vollschlanken Figur müsste es hinter mir windstill gewesen sein. Nach der zweiten Kontrolle in der Nähe des Dortmund-Ems-Kanals klinkte sich Günter aus. Auch das Angebot etwas langsamer zu fahren konnte ihn nicht umstimmen. Ihm ging es nicht so gut.

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Also setzten Vera und ich unseren Weg alleine fort. Es ging am Rande von Senden weiter. Ich fuhr jetzt die meiste Zeit im Wind und versuchte die Geschwindigkeit zu halten. Anscheinend wurde ich langsam etwas fitter. So passierten wir Hiddingsel und querten nach einiger Zeit zweimal den Dortmund-Ems-Kanal. Nach der dritten Kontrolle hinter Seppenrade waren es noch knapp 30 km bis zum Ziel. Wir sammelten noch einen Fahrer aus Gelsenkirchen auf. Mich konnte man mittlerweile aus wringen, so nass war ich.
Nach 4,5 Stunden Fahrtzeit erreichten wir mit einem Schnitt von 23,5 km/h das Ziel in Waltrop.

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Nach der Erledigung der Formalitäten, wieder 3 Punkte mehr auf der Wertungskarte, brauchte ich erst einmal einen heißen Kaffee und ein leckeres Stück Kuchen. Meine Wahl fiel auf einen „kalten Hund“. Den machte meine Mutter immer für uns Kinder und hatte ich seit meiner Kindheit nicht mehr genossen. Nachdem Vera ihren Mann gesucht und gefunden hatte, tranken wir zusammen noch einen Kaffee und ließen uns frische Waffeln schmecken. Daraufhin verabschiedeten wir uns voneinander und ich machte mich auf den Weg nach Hause. Den Beiden fahre ich bestimmt bald mal wieder über den Weg. Die RTF-Szene ist ja wie eine große Familie.

Jennifer aka Sonne_Wolken

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