Halterner Alleen RTF

12.04.2015

Nach gerade überstandener Erkältung, die ich mir bei der Regen RTF Ostermontag in Waltrop holte, hoffte ich in Haltern auf besseres Wetter. Die Wetterberichte waren zumindest verhalten optimistisch. So quälte ich mich Sonntag schon sehr früh aus dem Bett, da ich unbedingt pünktlich zum Start um 8 Uhr in Haltern sein wollte. Als ich gerade meinen Renner ins Auto lud, rief Manuel an, mit dem ich zusammen fahren wollte, das er verschlafen hatte. Ich sollte doch alleine fahren. Auch gut, dann brauchte ich nicht mehr zu warten. Das Navi fand problemlos den Weg zur Anmeldung beim ATV Haltern, wo ich schon um 7:30 Uhr eintraf. Nach Erledigung der Formalitäten und dem Genuss eines Stück Kuchen und Kaffee, begab ich mich zum Start.

Mit ca. 6 Grad war es nicht wirklich warm, aber dafür ging schon die Sonne auf, als man uns auf die 112 km Strecke ließ. Ich beschloss es erst einmal langsam angehen zu lassen, da ich nicht genau wusste, ob die Erkältung wirklich schon ganz abgeklungen war. Nach ein paar Kilometern ging es dann in mehreren Wellen berghoch. Danach forcierte ich etwas das Tempo nach Wulfen. 22 km vom Start entfernt gab es dann die erste Kontrolle. Es war immer noch sehr kühl, aber sonnig als ich weiter fuhr. Es rollte ganz gut, da die Straßen meistens flach oder zumindest nur leicht ansteigend waren. Landschaftlich war die Strecke sehr schön. Waldgebiete wechselten sich mit Felder und kleinen Orten ab. Stationen waren nach Wulfen, Heiden, Ramsdorf, Velen, Reken, Maria Veen und Lavesum. Manche Straßen waren holprig, aber das Problem hat man mittlerweile überall.

Nach knapp 40 km dann noch mal eine mittlere Steigung. Die 2. Kontrolle nach der Abfahrt befand sich am Rande eines Waldes vor einer gemütlichen Wanderhütte. Jetzt wurde es auch langsam wärmer mit ca. 12 Grad. Ein paar Kilometer später kam der Wendepunkt der RTF. Jetzt ging es langsam Richtung Haltern zurück. Leider herrschte jetzt auch oft Gegenwind. Der gute Schnitt von über 24 km/h, den ich nach 60 km noch hatte, schmolz jetzt langsam aber stetig, auch wenn ich mich noch so sehr gegen den Wind stemmte. Das war echt kräftezehrend. Auch die Moral litt und ich bekam einen kleinen Einbruch. Jetzt wollte ich einfach nur noch ins Ziel kommen.

Vor der 3. Kontrolle bei km 70, wartete ein längerer bis zu 12% steiler Anstieg, dazu kam der Gegenwind. Jetzt war meine Moral völlig im Keller und ich schaltete vorne auf das 32 Kettenblatt und kroch mit ca. 8km/h den Berg hoch. Auch wenn die Steigung kein Ende zu nehmen schien, erreichte ich den Scheitelpunkt und es ging bergab zur 3. Kontrolle. 16 Grad zeigte das Thermometer jetzt an. Durch den starken Gegenwind rollte es bergab nicht einmal wirklich gut. Ich verpflegte mich noch kurz und füllte die Trinkflasche auf. Die letzten 35 km würde ich schon auch noch irgendwie schaffen. Stoisch kämpfte ich gegen den Wind. Ca. 15 km vor dem Ziel dann eine Richtungsänderung und der Gegenwind wurde deutlich schwächer. Jetzt fand ich zu alter Stärke zurück und forcierte das Tempo wieder.

So kam ich erstaunlicherweise nach 4:30 Stunden mit einem Schnitt von 23 km/h ins Ziel. Das war für die Verhältnisse für mich eine gute Geschwindigkeit. Gefühlt war ich deutlich langsamer, zumindest bei Gegenwind. Glücklich ließ ich die 3 Punkte in meine Wertungskarte eintragen. Zur Belohnung gab es wieder Kaffee und Kuchen, bevor ich mich auf dem Heimweg machte.

Frisch geduscht setzte ich mich vor den Fernseher und durfte mit anschauen wie John Degenkolb das Radrennen Paris-Roubaix gewann. Mein eigenes Paris-Roubaix fand Heute im Münsterland statt. Was für ein toller Tag, auch wenn ich im Gegenwind noch ganz anders dachte.

Jennifer aka Sonne_Wolken

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