Haarstrang RTF

Haarstrang RTF

22.02.2015

Es ist Sonntag und ein paar Grad über Null. Nachdem es nachts noch geregnet hat, soll der Tag trocken und sogar teilweise sonnig werden. Ich habe mir für Heute vorgenommen die Haarstrang RTF von meinem Verein Sturm Hombruch nachzufahren. Die RTF hat eine Länge von ca. 112 km und es gilt insgesamt 1200 Höhenmeter zu überwinden.

Jetzt fragen sich sicher einige was eine RTF ist. RTF heisst Radtourenfahren. Es geht darum eine bestimmte ausgeschilderte Strecke zu schaffen. Je nach Streckenlänge gibt es dafür Punkte. Anders als bei Radrennen gibt es keine Zeitmessung und keine Rangliste. Es gibt mehrere Kontrollpunkte und Verpflegungsstellen. Viele Vereine organisieren solche RTF. Jeder Radfahrer kann daran teilnehmen, egal ob in einem Verein oder nicht. Wenn man mit Wertungskarte (in einem Verein) fährt, werden die Punkte gut geschrieben. Als Trimmfahrer hat man eine tolle Strecke die ausgeschildert ist, und unterwegs Verpflegung. Die Startgelder liegen zwischen 3 und 6 €, sind also recht günstig. Es stehen immer mehrere Streckenlängen zur Verfügung.

Der Haarstrang ist ein Höhenzug zwischen dem Sauerland und der Soester Börde. Von diesem Höhenzug hat die RTF ihren Namen. Sie führt von Dortmund-Aplerbeck zum Möhnesee und zurück.

Um 8 Uhr morgens fuhr ich von Hörde zunächst über den Emscherradweg zur Emscherschule in Aplerbeck, dem eigentlichen Startpunkt der RTF. Die Straßen und Wege waren noch menschenleer. Alle schienen noch zu schlafen. Ich sollte öfters mal früh aufstehen.

Ich fuhr die RTF-Strecke entgegen dem Uhrzeigersinn. Das lag daran das ich beim Übertragen der Karte in eine selbst erstellte Wegbeschreibung die Richtung vertauscht habe. An den Höhenmetern änderte das aber nichts.

Zunächst ging es ab dem Start über wenig befahrene Straßen nach Do.-Sölde und dann durch Söderholz, Lichtendorf, über die A1 nach Geisecke. Hinter Geisecke überquerte ich die Ruhr auf der Straße Zum Wellenbad,

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und erreichte über Rheinen schließlich Hennen. Die Eichelberger Straße aus Hennen raus sorgte für ein auf und ab, damit die Fahrt nicht zu geruhsam wird.

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Weites Land und einen abwechslungsreicher Himmel bot mir die Schwitter Dorfstraße die sich zwischen Fröndenberg und Menden hindurch schlängelte.

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Nach einer längeren Überlandstrecke, die sehr malerisch war, erreichte ich Halingen. Südlich von Fröndenberg führte die Route über endlos scheinende Felder auf schmalen asphaltierten Wegen und Straßen, vorbei an dem Segelflugplatz Barge teilweise steil bergauf nach Oberoesbern. An der Steigung brauchte ich dann schon meine 1:1 Übersetzung (vorne und hinten 32 Zähne).

Vorbei an Lendringsen fuhr ich über Lürbke entlang des Bieberbachs am Rande von Holzen weiter.
Immer wieder führte die Strecke durch schattige Wälder und über weite Felder. Kurz vor Hüsten stand an einer Kreuzung der Märkischen Straße ein Wegekreuz. Es wurde Zeit für eine kurze Pause.
Das Sauerland scheint fest in katholischer Hand. Aber die nächste Wirtschaft ist nicht weit weg. Für mich gab es nur einen Energieriegel und einen Schluck Apfelschorle aus der Trinkflasche, bevor es weiter ging.

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Nach dem Durchqueren einer kleinen Ortschaft kam ich am Jagdschloss Hendringen vorbei. Da es im Privatbesitz ist, blieb der Eintritt verwehrt. Ein Flügel des Schlosses schien bereits vom Verfall bedroht. Ein eingestürztes Dach wies jedenfalls darauf hin. Bestimmt nicht so einfach so ein Schloss zu erhalten.

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In Hüsten führte die Strecke zunächst über und entlang der Ruhr, bevor sie hinter Niedereiner unter der A46 hindurch führte. Durch ein großes Waldgebiet ging die Strecke über Breitenbruch schließlich auf der Arnsberger Straße zum Möhnesee.

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Zwei Brücken und ein Kreisverkehr führten mich zum verwaisten Fähranleger, wo ich eine kurze Pause machte. Der Pausensnack bestand wieder nur aus einem Energieriegel und Apfelschorle.

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Vom Fähranleger ging es weiter an der Talsperre entlang bis zur Staumauer, die zur Mittagszeit von Spaziergängern bevölkert war. Nun verließ ich über die Möhnestraße die Möhnetalsperre. In Niederense verließ ich die Landstraße und kletterte bergauf bis hinter Niederense. An Bremen vorbei (nein, nicht die Hansestadt im Norden) ging es durch die kleine Ortschaft Ruhne. Nördlich von Wickede und Fröndenberg führte die Route jetzt über den Haarstrang. Zu dem ständigen auf und ab kam noch ein kräftiger Gegenwind. Jede Menge Windräder zeugen von dem starken Luftströmen die hier tätig sind.
Der Himmel war blau, mit ein paar Wolken und die Aussicht von hier oben grandios.

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Schließlich erreichte ich über Opherdicke und Hengsen die A1, die überquert wurde. Am Rande des Sölder Holzes vorbei fuhr ich durch Sölde zurück zum Ausgangspunkt nach Aplerbeck. Der Heimweg entlang der Emscher nach Hörde war dann lockeres Ausrollen.
Für mich war der Tag die letzte Vorbereitungsrunde vor dem RTF-Saisonbeginn im März.
Aber die Strecke ist so schön das sich auch eine rein touristische Befahrung mit entsprechenden Pausen absolut lohnt. Eine bergtaugliche Schaltung sollte das Rad allerdings haben. Ansonsten ist jedes Rad für die Tour geeignet. Ursprünglich ist sie natürlich für Rennräder gedacht.

Jennifer aka Sonne_Wolken

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