Fahrradmesse Essen

01.03.2015

Kurz vor Beginn des Frühjahres fand die Fahrradmesse in den Essener Grugahallen statt. Ich habe mich dort einmal umgesehen und geschaut was es im Fahrradbereich Interessantes gab.

Was mir zunächst auffiel war das es sehr viele Pedelecs auf der Messe gab. Teilweise schienen die die Hälfte des Angebots auszumachen. Man hört ja immer wieder von Verkaufszahlen von 400.000 Pedelecs im Jahr. Jede Fahrradart scheint es mittlerweile auch mit zusätzlichem Elektromotor zu geben. Selbst voll gefederte Mountainbikes machen da keine Ausnahme. Ich bin zum Glück noch so fit, das ich keine Trethilfe brauche. Nur unter Rennradfahrern scheint der elektrische Rückenwind noch generell verpönt zu sein.

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Leider waren Rennräder eher selten auf der Messe vertreten. Ein Rad hatte es mir auf dem Koga Stand angetan. Es handelte sich um ein Rennrad mit Titanrahmen vom Rahmenbauer Van Nicholas.
So ein gut gebauter Rahmen ist schon eine Augenweide. Mit der Dura-Ace Top-Gruppe von Shimano und einem leichten Laufradsatz von Mavic war das Rad auch standesgemäß ausgestattet. Das Astraeus befand sich bei einem Preis von über 8.000 € leider völlig außerhalb meines Budgets.

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Deutlich günstiger ist da schon das Koga Solacio für ca. 2.800 €. Dafür bekommt man einen Carbonrahmen mit Shimano Ultegra Ausstattung und Mavic Aksium Laufrädern.
Die Carbonrahmen verdrängen langsam die Alurahmen.
Auch zwei andere Trends sind an diesem Rad verbaut. Einerseits eine Kompaktkurbel mit 50/34 Kettenblätter und andererseits die neuen Shimano Scheibenbremsen für Rennräder. Was für Mountainbikes und Trekkingräder schon länger Standard ist, hält jetzt auch bei den Rennrädern Einzug, gute, Nässe unabhängige Bremsen.

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Mir persönlich gefallen Carbonrahmen weder von der Optik noch von der Langlebigkeit. Zum Glück bekommt man immer noch Alurahmen und bei renommierten Rahmenbauern auch noch welche aus Stahl oder Titan. Das ist dann lediglich eine Frage des Budgets. Solange der Gebrauchtmarkt noch schöne alte Stahlrahmen zu bezahlbaren Preisen hergibt, werde ich mich dort bedienen.

Das Rennrad an einem Stand von Liebhabern alter Opelräder wird aber mit Sicherheit unerschwinglich sein. Das Opel ZR III für Berufsfahrer von 1926 mit Lackierung für den Berliner Rad Club zeigt das es auch schon vor fast 90 Jahren schicke Rennräder gab. Zu gerne würde ich mal so einen alten Renner fahren.

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Neu, aber auch schick sind die Rahmen von Sven Krautscheid aus Bochum. Beispiele seiner Rahmenbaukunst kann man auf seinem Stand bewundern. Individuelle auf Maß gefertigte Rahmen sind natürlich eine Welt für sich.

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Das andere Ende der Preisklasse sind Billigräder. Auf den ersten Blick durchaus schick, muss man sich natürlich bei den Preisen die Frage nach der Qualität stellen. Ich wage mal zu bezweifeln das man lange Fahrfreude an solchen Rädern hat. Natürlich weiß man auch nicht wie es um die Sicherheit von Rahmen und Komponenten bestellt ist. Im Zweifelsfall würde ich doch lieber mehr Geld ausgeben oder auf gutes gebrauchtes Material zurück greifen.

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Für Kinder gab es neben Kinderrädern auch zwei Parcours zum ausprobieren. Vor allem die Kleinsten waren mit Feuereifer bei der Sache. Ich finde es sehr wichtig den Kindern den Spaß an der Bewegung und am Rad fahren näher zu bringen. Wer schon mit dem Fahrrad als Fortbewegungsmittel aufwächst, bleibt vielleicht auch später dabei. Neben der Bewegung sollte auch der Genuss in der Natur im Vordergrund stehen.

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Für die gemütliche Fortbewegung im Flachland sind durchaus Hollandräder noch aktuell. Von Green´s gab es die nicht nur in grün, sondern in allen möglichen Farben und Mustern.

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Bei Tern waren Klappräder für alle Gelegenheiten erhältlich. Mountainbikes, Stadträder, Reiseräder und flotte Flitzer bieten für Jeden die Gelegenheit das Rad ohne große Platzprobleme im Kofferraum zu verstauen.

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Auf der Messe war ebenfalls der Transport mit dem Fahrrad ein großes Thema. Ob spezielles Transportrad oder Anhänger in verschiedenen Größen ist eine Frage des Zweckes und des Geldbeutels. Die Fahrradanhänger der Firma Hinterher gab es in vielen Farben, Ausführungen und zwei Größen. Auch sind sie schnell zu zerlegen und dann kompakt zu verstauen oder zu transportieren.

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Es gibt natürlich auch die Möglichkeit etwas direkt auf dem Rad zu transportieren. Gerade in flachen Städten mit kurzen Wegen eine ideale Möglichkeit für Kleintransporte oder Handwerker. Erstaunlich was manche Räder vom Volumen her transportieren können.

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Auch im Bereich der Touren- und Reiseräder gab es interessante Räder. Utopia fiel hier durch ungewöhnliche Rahmenkonstruktionen besonders auf.

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Zum Ende der Messe fand ich dann noch am SKS Stand ein wahres Schnäppchen, dem ich mich nicht entziehen konnte. Eine klassische Standluftpumpe, den Rennkompressor von SKS gab es für kleine 35 €. Der Rennkompressor wird in fast unveränderter Form seit über 40 Jahren gebaut und wurde früher von den Mechanikern der Profiteams verwendet. Jetzt ziert diese Pumpe meine kleine Kellerwerkstatt und verrichtet dort leichtgängig ihren Dienst.

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Als Fazit der Messe kann ich sagen das es immer wieder interessant ist, was es alles auf dem Fahrradmarkt gibt. Über viele Räder habe ich nicht berichtet, wie z.b. Liegeräder, weil es mich nicht so interessiert. Generell ist das Fahrrad immer noch eines der umweltfreundlichsten Fortbewegungsmittel die es gibt. Für mich liegt hier nicht nur die Zukunft des Individualverkehrs, auch umweltfreundliche Kurztransporte gewinnen immer mehr an Bedeutung. Ich freue mich über jedes Lastenrad welches ich im Straßenverkehr erblicke.

Jennifer aka Sonne_Wolken

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