Balkantrasse

13.04.2014

Das Wetter ist nicht ganz so gut. Es ist sehr bewölkt und auch etwas kühl, aber trocken.
Startpunkt der Tour ist der Bahnhof von Remscheid-Lennep. Von hier geht es über eine alte Bahntrasse bis nach Leverkusen-Opladen.
Im Volksmund heißt sie einfach Balkantrasse.

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Von Lennep führt uns die Trasse nach Bergisch Born. Hier zweigt eine zweite Bahntrasse (Wasserquintett) nach Marienheide in der Nähe von Gummersbach ab.
Aber wir bleiben auf der Balkantrasse. Am Anfang von Wermelskirchen endet die Trasse leider erst einmal, und wir müssen über normale Straßen durch Wermelskirchen. Leider wurde schon vor etlichen Jahren eine Umgehungsschnellstraße gebaut, wo früher die Trasse durch Wermelskirchen verlief. Es ist also leider nicht mehr möglich auch dieses Stück für Radfahrer zu erschliessen.

Direkt hinter Wermelskirchen geht es dann aber zum Glück direkt wieder auf die Trasse. Ausser ab und zu kurze steile Rampen, wo Brücken und Tunnel mittlerweile fehlen, gibt es keine nennenswerten Steigungen. So geht es bis Hilgen. Hier ist die Bahntrasse an einem kleinen Platz unterbrochen wo gerade ein Oldtimertreffen stattfindet.

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Das nutzen wir als Gelegenheit eine kleine Pause zu machen und uns die Autos, vor allem aus den 60er und 70er Jahren anzuschauen. Da kommen doch Kindheits- und Jugenderinnerungen auf. Zum Beispiel an den hellblauen VW-Transporter mit den geteilten Scheiben vorne den mein Vater hatte, wo meine Schwester und ich auf der durchgehenden Sitzbank zwischen unseren Eltern saßen. Sicherheitsgurte gab es früher noch nicht.

Nach der Pause müssen wir leider ein kurzes Stück über Straße fahren, werden dann aber wieder auf die Trasse geleitet. Jetzt geht es ohne Unterbrechung bis Burscheid weiter.

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Am Rande der Strecke von Burscheid nach Opladen wird teilweise noch gearbeitet, aber die Fahrbahn ist bereits fertiggestellt und zumindest am Wochenende freigegeben.

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Auf dem neuen Belag fährt es sich natürlich gut. Auch landschaftlich wird viel Abwechslung geboten, aber da es gut rollt, haben wir dafür keinen richtigen Blick.
In Opladen endet die Strecke dann ziemlich plötzlich und ohne weitere Beschilderung. Hoffentlich kommt die noch.

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Zum Glück habe ich eine Übersichtkarte dabei. Da der Rhein nicht all zu weit entfernt ist, einigen wir uns schnell auf das endgültige Ziel, das alte Landesgartenschau-Gelände direkt am Rhein. Wir fahren zunächst von der Trasse aus den Weg hinunter zur Strasse, wo es eine kleine Treppe zu überwinden gibt. Hier biegen wir links ab, bis zum Kreisverkehr, den wir an der ersten Ausfahrt wieder verlassen. Jetzt geht es auf Radwegen zunächst immer geradeaus. Wir folgen der Radwegbeschilderung Richtung Köln und kommen nach einigen Schlenkern und der Umfahrung eines Friedhofs schliesslich am Fußballstadion aus. Hier pilgern schon etliche Fangruppen zum Stadion. Anscheinend findet bald ein Spiel statt. Aber wir biegen nach rechts ab und halten uns teilweise an der Wupper entlang. Unter den Zubringerbrücken der Autobahn überqueren wir die Wupper links und fahren dann geradeaus, bis wir nach ein paar hundert Metern die alte Landesgartenschau erreichen. Hier kommt uns eine ganze Gruppe Radfahrer mit Rädern aus Holz entgegen.
Ich hatte ja schon mal gelesen das es Fahrräder mit Holzrahmen gibt,
aber noch nie welche live gesehen.

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Durch die Landesgartenschau geht es jetzt hindurch, bis wir den Rhein erreichen. Auf einer Sitzbank mit Blick auf den Rhein wird dann Pause gemacht. Während ich meine mitgebrachten Waffeln mümmel, kann ich wunderbar die vorbei fahrenden Schiffe beobachten. Das entspannt so richtig für die Rückfahrt. Es ist sehr windig, aber wenigstens lässt sich ab und zu die Sonne blicken. Doch jede Pause ist mal vorbei und wir machen uns auf den Rückweg. Vom Stadion aus folgen wir der Radwegbeschilderung nach Opladen, wo wir auch die Trasse wieder finden.

Da es jetzt ganz leicht bergauf geht, sind wir etwas langsamer als auf der Hinfahrt und haben mehr Zeit um die Landschaft zu betrachten.

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Schliesslich kommen wir wohlbehalten und trocken wieder am Lenneper Bahnhof an. Unterwegs war es zwar teilweise auch stark bewölkt, aber wir haben keinen einzigen Regentropfen abbekommen. Die Strecke fuhr sich sehr gut, zumal es aufgrund des Wetters nicht so voll war.
Mit den neuen Reifen bin ich sehr zufrieden. sie rollen gut ab, machen keine Geräusche und fahren sich auch auf Schotter sehr gut.
Die Gesamtstrecke der Tour betrug 70 km, die Durchschnittsgeschwindigkeit 18,4 km/h.

Jennifer aka Sonne_Wolken

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